Hallu­zi­no­gene als Rausch­mittel

Der Oberbegriff Halluzinogene umfasst eine Vielzahl chemisch sehr unterschiedlicher natürlicher und synthetischer Stoffe. 

Zu den Halluzinogenen gehören einerseits die klassischen halluzinogenen Substanzen wie LSD und die Wirkstoffe Psilocybin und Psilocin, die in psychoaktiven Pilzen enthalten sind. Ein weiterer Vertreter dieser Gruppe ist das aus Kakteen gewonnene Meskalin. Auch die Inhaltsstoffe einiger Nachtschattengewächse - zum Beispiel Stechapfel, Tollkirsche oder Engelstrompete - und im Labor hergestellte Substanzen wie das Narkosemittel Ketamin sind Halluzinogene.

In niedriger Dosierung führen Halluzinogene vor allem zu Wahrnehmungsstörungen und Veränderungen des Denkens, der Stimmung oder des Bewusstseins. Auch Halluzinationen können auftreten.

Nicht jeder Konsument spricht auf jede Droge gleich gut oder schlecht an. Das Erleben kann also sehr unterschiedlich ausfallen. Meist ist die Wahrnehmung von Zeit und Raum deutlich verändert, der Konsument erlebt die Umwelt und die eigene Person auf eine traumartige Weise. Viele Nutzer berichten zudem, dass die Umgebung und in ihr enthaltene Objekte plötzlich in Bewegung geraten oder miteinander verschmelzen, obwohl dies in der Realität natürlich nicht der Fall ist.

Es ist bekannt, dass bei einigen dieser Substanzen relativ schnell Gewöhnungseffekte auftreten können. Um die gleiche oder eine ähnliche Wirkung zu erhalten, muss der Konsument dann eine höhere Dosis der jeweiligen Substanz einnehmen. Entzugssymptome körperlicher Art treten beim Absetzen jedoch so gut wie nie auf.

Die Gefahr einer körperlichen Abhängigkeit besteht in der Regel nicht. Das Risiko, psychisch abhängig zu werden, ist relativ gering.

Der Konsum von Halluzinogenen kann aber schwere körperliche Schädigungen nach sich ziehen, zum Beispiel Atemnot - bis hin zum Tod durch Atemlähmung. Außerdem kann es zum Anstieg des Blutdrucks und der Pulsfrequenz, zu Schwankungen der Körpertemperatur, Schwindel und Übelkeit kommen.