Wer führt das Hautkrebs-Screening durch? 

  • Bei Versicherten im Alter von 20 bis 34 Jahren: Alle Hautärzte, die mit der Techniker einen speziellen Vertrag abgeschlossen haben, können das Hautkrebs-Screening durchführen. Die Untersuchung ist alle 24 Monate möglich. Zunächst unterschreiben Versicherte dafür eine Teilnahmeerklärung. 
  • Bei Versicherten ab 35 Jahren: Das Screening kann nun bei allen Ärzten durchgeführt werden, die dafür eine Berechtigung von der Kassenärztlichen Vereinigung erhalten haben. Neben Fachärzten für Haut- und Geschlechtskrankheiten können dies auch Hausärzte oder Fachärzte für Allgemeinmedizin und Internisten sein. Die Frühuntersuchung findet jedes zweite Jahr statt: Haben Sie zum Beispiel im November 2018 einen Termin, können Sie die nächste Untersuchung ab Januar 2020 in Anspruch nehmen.

Kosten und Leistungen vorab klären

Generell gilt: In einzelnen Bundesländern gibt es abweichende Altersbegrenzungen. Fragen Sie Ihren Arzt vorab, welche Leistungen er über die Gesundheitskarte abrechnen kann. Bei allen berechtigten Ärzten ist das Hautkrebs-Screening unter den obigen Bedingungen kostenlos und es genügt, die TK-Gesundheitskarte vorzuzeigen. 

Einige Ärzte bieten weitere Untersuchungen zur Früherkennung an, zum Beispiel die Auflichtmikroskopie. Dabei hält der Arzt eine Speziallupe über die Hautstelle, um sie besser betrachten zu können. Bitte klären Sie vorab bei der TK oder bei Ihrem Arzt, ob für die Auflichtmikroskopie eine Kostenübernahme möglich ist. 

Wie finde ich den richtigen Arzt?

Bei der Suche nach Ärzten für den Hautcheck unterstützen Sie der TK-Ärzteführer oder die Online-Arztsuche auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention: www.hautkrebs-screening.de

Warum ist das Hautkrebs-Screening sinnvoll?

Ziel des Hautkrebs-Screenings ist es, schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) sowie hellen Hautkrebs (Basalzell- und Plattenepithelkarzinom) möglichst schon im Frühstadium zu entdecken. Denn: Je früher ein Hautkrebs erkannt wird, desto schonender und erfolgreicher lässt er sich behandeln. 

Ihr Arzt erfragt dazu zunächst Ihre Krankengeschichte (Anamnese) und untersucht anschließend Ihre gesamte Haut auf auffällige Stellen. Liegt ein erster Verdacht vor, sichert eine Gewebeprobe (Biopsie) die Diagnose. Hier finden Sie Detaillierte Informationen zum Ablauf der Untersuchung .

Abweichende Regelungen in einzelnen Bundesländern

In einigen Bundesländern gibt es abweichende Regelungen zur Altersbeschränkung: 

Baden-Württemberg

Für TK-Versicherte in Baden-Württemberg gibt es für die Kostenübernahme eines Hautkrebs-Screenings keine Altersbeschränkung.

Hamburg

In Hamburg ist ein Screening für TK-Versicherte schon ab dem Alter von 15 Jahren möglich.

Hessen

TK-Versicherte in Hessen können ab 18 Jahren ein Hautkrebs-Screening durchführen lassen.

Niedersachsen

In Niedersachsen ist ein Screening für TK-Versicherte ab dem Alter von 18 Jahren möglich.

Nordrhein-Westfalen

Ein Hautkrebs-Screening ist für TK-Versicherte in der Region Nordrhein ab dem Alter von 20 Jahren möglich, in der Region Westfalen-Lippe ab dem Alter von 15 Jahren.

Sachsen

TK-Versicherte in Sachsen können ab 15 Jahren ein Hautkrebs-Screening durchführen lassen.

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gilt die gesetzliche Regelung mit dem Anspruch ab dem Alter von 35 Jahren. Versicherte ab dem Alter von 20 Jahren sollten sich vorab an die TK wenden.

Schleswig-Holstein

Für TK-Versicherte in Schleswig-Holstein gibt es beim Hautkrebs-Screening keine Altersbeschränkung.

Hinweis
Welche Regelung gilt, entscheidet jeweils der Sitz des Arztes, nicht der Wohnort des Versicherten.