Diese Früherkennungsuntersuchung können Frauen und Männer

  • ab dem Alter von 20 Jahren bis 34 Jahren alle 24 Monate bei einem Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten oder Dermatologen, der an dem Versorgungsangebot teilnimmt, in Anspruch nehmen. Die Versicherten müssen beim Hautarzt eine Teilnahmeerklärung unterschreiben. In einzelnen Bundesländern gibt es abweichende Altersbegrenzungen (siehe unten).
  • ab 35 Jahren jedes zweite Jahr bei hausärztlich tätigen Fachärzten für Allgemeinmedizin, Fachärzten für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Dermatologen, Internisten und praktischen Ärzte durchführen lassen. Haben Sie zum Beispiel im November 2015 ein Hautkrebs-Screening durchführen lassen, besteht ab Januar 2017 ein erneuter Anspruch.

Fragen Sie Ihren Arzt, ob und was er über die Gesundheitskarte abrechnen kann. Bei den berechtigten Ärzten brauchen Sie nur Ihre TK-Gesundheitskarte vorzulegen. Dann erfolgen die genannten Früherkennungsuntersuchungen unter den beschriebenen Voraussetzungen für Sie kostenlos.

Die TK darf Ihnen keine Ärzte empfehlen. Eine Hilfe bei der Suche nach Ärzten für das Screening finden Sie aber im TK-Ärzteführer oder bei der Arztsuche "Hautkrebs-Screening" der Deutschen Krebshilfe.

Wie läuft die Hautkrebs-Untersuchung ab?

Der Arzt erhebt beim Screening die Krankengeschichte, begutachtet die Haut gründlich von Kopf bis Fuß und bespricht das Ergebnis mit Ihnen. Auffällige Hautveränderungen werden, soweit noch nicht geschehen, durch einen Hautarzt untersucht. Um zuverlässig Hautkrebs erkennen zu können, sichert eine Gewebeprobe die Diagnose ab.

Ziel ist es, dass schwarzer Hautkrebs, das sogenannte maligne Melanom, sowie heller Hautkrebs, also das Basalzell- und Plattenepithelkarzinom, frühzeitig entdeckt werden.

Einige Ärzte bieten weitere Untersuchungen zur Früherkennung an. Bevor Sie derartige Untersuchungen nutzen, klären Sie bitte mit der TK, ob eine Kostenübernahme möglich ist.

Nehmen Sie Hautkrebs ernst. Symptome lassen sich frühzeitig erkennen und eine möglichst frühe Erkennung steigert die Heilungschancen.

Folgende Bundesländer haben abweichende Regelungen:

Für die abweichende Regelung ist jeweils der Sitz des Arztes entscheidend, nicht der Wohnort des Versicherten.

Baden-Württemberg

Für TK-Versicherte in Baden-Württemberg gibt es für die Kostenübernahme eines Hautkrebs-Screenings keine Altersbeschränkung.

Hamburg

In Hamburg ist ein Screening für TK-Versicherte schon ab dem Alter von 15 Jahren möglich.

Hessen

In Hessen ist ein Hautkrebs-Screening für TK-Versicherte schon ab dem Alter von 18 Jahren möglich.

Niedersachsen

In Niedersachsen ist ein Screening für TK-Versicherte schon ab dem Alter von 18 Jahren möglich.

Nordrhein-Westfalen

Ein Hautkrebs-Screening ist für TK-Versicherte in der Region Nordrhein ab dem Alter von 20 Jahren möglich, in der Region Westfalen-Lippe ab dem Alter von 15 Jahren.

Sachsen

In Sachsen ist ein Screening für TK-Versicherte schon ab dem Alter von 15 Jahren möglich.

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gilt die gesetzliche Regelung mit dem Anspruch ab dem Alter von 35 Jahren. Versicherte ab dem Alter von 20 Jahren wenden sich bitte vorab an ihre TK-Geschäftsstelle.

Schleswig-Holstein

Für TK-Versicherte in Schleswig-Holstein gibt es beim Hautkrebs-Screening keine Altersbeschränkung.