Unklar ist aber, ab welcher Schwelle es für den Einzelnen gefährlich wird: ab ein paar Spaziergängen am Strand? Nach zwei Sommerurlauben am Mittelmeer? Oder erst nach Jahren regelmäßigen Besuchs eines Solariums?

Die Sonne an sich ist keine Gefahr, auch wenn in manchen Regionen der Erde durch die dünner gewordene Ozonschicht in der Atmosphäre mehr UV-Strahlung die Erde und damit unsere Haut erreicht. Paradoxerweise wird dieser Effekt sogar durch eine höhere Luftverschmutzung in Europa wieder etwas geschmälert. Aber weil sich offenbar immer mehr Menschen gerne in der Sonne bräunen, hat auch die Zahl der Hautkrebs-Erkrankungen zugenommen.

Experten warnen besonders vor häufigen Sonnenbränden. Den besten Schutz vor der Sonne bietet Kleidung. Sonnencremes filtern nur einen Teil der UV-Strahlung aus dem Licht.

Welche Sonnencreme ist die richtige?

Sinnvoll ist es, wenn die Creme im Schatten und mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufgetragen wird und mindestens den Lichtschutzfaktor 20 hat. Besonders empfindlich ist Kinderhaut. Hier sollte der Lichtschutzfaktor mindestens 30 betragen. Nutzen Sie möglichst wasserfeste Präparate, und tragen Sie die Cremes trotzdem nach jedem Bad wieder neu auf.

Es gibt Cremes, die chemisch, und solche, die physikalisch auf die Sonneneinstrahlung reagieren. Die meisten Cremes wirken chemisch. Sie absorbieren durch einen Wandlungsprozess in der Haut die UV-Strahlung bestimmter Wellenlänge und wandeln die Energie in Wärme um. Bei manchen Menschen lösen die chemisch wirkenden Cremes Allergien aus.

Die physikalischen Cremes funktionieren durch ihre mineralischen Pigmente. Wenn sie mit der Creme aufgetragen werden, reflektieren sie die UV-Strahlung der Sonne, bevor sie auf die Haut trifft. Die Wirkung tritt unmittelbar nach dem Auftragen ohne Zeitverzögerung ein. Sie können die Creme also direkt vor dem Sonnenbad auftragen.

Grundsätzlich heißt es auch mit Sonnencreme: Maß halten. Oft bleiben gerade diejenigen zu lange in der Sonne, die sich mit Sonnenschutz eingerieben haben. Sie fühlen sich besser geschützt, als sie es tatsächlich sind.

Was sollte man nach dem Sonnenbad auftragen?

Nach dem Sonnenbad spendet eine "After-Sun-Lotion" Feuchtigkeit. Sie hilft mit ihrem hohen Wasseranteil gegen trockene Haut. Wenn Sie einen Sonnenbrand erlitten haben, helfen zunächst entzündungshemmende Salben aus der Apotheke. Schwere Verbrennungen können auf der Haut Blasen werfen und Fieber hervorrufen. Suchen Sie in diesen Fällen unbedingt einen Arzt auf.

Was ist beim Sonnenbad unter dem Solarium zu beachten?

Besonders im Winterhalbjahr sind Solarien sehr beliebt. Hier gilt im Prinzip dasselbe wie bei der natürlichen Sonne: Vermeiden Sie, dass Ihre Haut "verbrennt". Vor allem Kinder und Jugendliche sollten nicht in Solarien gehen. Für Jugendliche unter 18 Jahren ist der Besuch von Solarien ohnedies verboten. Viele Hautärzte raten ganz und gar vom Besuch eines Solariums ab.

Welche Tipps helfen, Hautkrebs vorzubeugen?

  • Genießen Sie die Sonne, aber vermeiden Sie die Rötung der Haut durch Sonnenbestrahlung.
  • Nutzen Sie im Zweifel Kleidung und Cremes, Sonnenhut und Sonnenbrille.
  • Besuchen Sie Solarien gar nicht oder nur sehr sparsam.
  • Vor allem: Seien Sie besonnen, bedenken Sie Ihr Lebensalter, Ihre Sonnen-(Solarien-)Gewohnheiten, den Hauttyp und eventuell familiäre Vorbelastungen - und finden Sie Ihr persönliches Maß.

Wie hat eine Selbstuntersuchung auszusehen?

Viele Hautärzte empfehlen, sich selber regelmäßig von Kopf bis Fuß zu untersuchen und dabei die ABCDE-Regel anzuwenden. Am einfachsten ist es, die Haut Ihrer Kinder oder die Ihres Partners regelmäßig und methodisch zu betrachten, so die Empfehlung. Wenn Sie aber alleine sind, benutzen Sie am besten einen Handspiegel.

Untersuchen Sie im Sitzen Ihre Füße, auch die Sohlen und die Zehennägel. Dann betrachten Sie genau Ihre Genitalien, die Beine, den Bauch und den Oberkörper. Es folgen das Gesicht, die Ohren, der Hals und auch die Kopfhaut. Bewährt hat es sich, bei der Untersuchung der Kopfhaut einen Föhn zu Hilfe zu nehmen, der die Haare auseinanderbläst.

Dann untersuchen Sie vor einem großen Spiegel den Rücken und die Rückseite der Arme, der Beine und den After. Schließlich heben Sie die Arme nach oben und drehen sich vor einem großen Spiegel. Am Schluss betrachten Sie Unterarme und Hände.

Leider gibt es noch keine Studien, die beweisen, was die Selbstuntersuchung nützt. Ob Menschen, die sich regelmäßig selber untersuchen, vor den Folgen von Hautkrebs-Erkrankungen wirklich besser geschützt sind als Menschen, die sich nicht selber untersuchen, ist denkbar, aber eben nicht bewiesen.

Vielleicht könnte Sie aber die regelmäßige Selbstuntersuchung beruhigen, sollten Sie sich Sorgen um Ihre Haut gemacht haben. Hautärzte berichten, dass viele spätere Krebspatienten zu ihnen gekommen sind, nachdem sie bei sich selber auffällige Stellen am Körper entdeckt haben.

Allerdings weiß niemand, wie viele Menschen nach einer Selbstuntersuchung beunruhigt zum Arzt gehen, aber doch gesund sind.