Alternative Arzneimittel

Dank einer TK-Satzungsregelung können TK-Versicherte sich die Kosten für viele alternative Arzneimittel von der TK erstatten lassen. Solche Arzneimittel werden häufig auch begleitend zu einer schulmedizinischen Therapie eingesetzt.

 

Ihr Arzt hat Ihnen ein verschreibungsfreies, aber apothekenpflichtiges alternatives Arzneimittel der Homöopathie, Phytotherapie oder Anthroposophie auf einem Privatrezept oder auf einem grünen Rezept verordnet? Und es gehört nicht zu den Medikamenten, die Sie über Ihre TK-Gesundheitskarte auf Kassenrezept erhalten?

 

Bei der TK können Sie sich die Kosten für solche Medikamente zu 100 Prozent erstatten lassen - bis zu einem Betrag von 100 Euro pro Versicherten im Kalenderjahr. Eine vierköpfige Familie, die komplett bei der TK versichert ist, kann so bis zu 400 Euro pro Kalenderjahr erstattet bekommen.

 

So geht´s

Für die Erstattung benötigen Sie eine ärztliche Verordnung. So soll sichergestellt werden, dass Sie optimal medizinisch versorgt werden. Das ist vor allem wichtig, damit Sie das Präparat richtig einnehmen - also nicht zu kurz oder zu lang und vor allem in der richtigen Dosis. Gleichzeitig soll auf diese Weise gewährleistet werden, dass Ihre Beschwerden mit dem für Sie geeigneten Arzneimittel behandelt werden. Alternative Arzneimittel ohne ärztliche Verordnung erstattet die TK nicht.

 

Ihr Arzt verordnet die alternativen Arzneimittel auf einem Privatrezept oder auf einem grünen Rezept. Das Rezept legen Sie in Ihrer Apotheke vor oder schicken es an Ihre Versandapotheke. Die Apothekenrechnung bezahlen Sie zunächst selbst. Anschließend reichen Sie diese zusammen mit dem Rezept im Original unter Angabe Ihrer Bankverbindung bei der TK ein. Die Adresse lautet:

 

TK-Alternative Arzneimittel
Postfach 23 20 32
85329 München-Flughafen

 

Die TK überweist Ihnen anschließend den zu erstattenden Betrag bis zu einer Höhe von 100 Euro pro Versicherten und pro Kalenderjahr auf Ihr Konto.

 

Manchmal auch auf Karte möglich

Manche TK-Versicherte erhalten phytotherapeutische, homöopathische und antroposophische Arzneimittel sogar über ihre TK-Gesundheitskarte auf Kassenrezept:

  • Kinder bis einen Tag vor ihrem 12. Geburtstag
  • Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis einen Tag vor ihrem 18. Geburtstag
  • Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung, wenn die alternativen Arzneimittel gemäß der sogenannten Ausnahmeliste des Gemeinsamen Bundesausschusses nach den Arzneimittelrichtlinien als Therapiestandard gelten

Wichtig zu wissen

Für Arzneimittel, die aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen sind, darf die TK keine Kosten übernehmen. Darunter fallen unter anderem die sogenannten Lifestyle-Arzneimittel wie zum Beispiel Appetitzügler, Haarwuchsmittel oder Raucherentwöhnungsmittel. Von Heilpraktikern verordnete Präparate kann die TK ebenfalls nicht erstatten.

 

Kooperationspartner

Die TK hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, zusammen mit Herstellern von Naturarzneimitteln über die Möglichkeiten und Grenzen der phytotherapeutischen, homöopathischen und anthroposophischen Medikamente zu informieren. Kooperationspartner sind derzeit:

  • Aliud Pharma GmbH
  • Bionorica SE
  • G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG
  • Homöopathisches Laboratorium Alexander Pflüger GmbH & Co. KG
  • Schaper & Brümmer GmbH & Co. KG

TK-Versicherte können sich aber auch die Kosten für alternative Arzneimittel anderer Hersteller erstatten lassen.