Alternative Arzneimittel

Alternative Arzneimittel werden häufig auch begleitend zu einer schulmedizinischen Therapie eingesetzt. Die TK übernimmt die Kosten für diese Medikamente bis zu 100 Euro pro Kalenderjahr.

 

Trägt die TK die Kosten für alternative Arzneimittel?

Dank einer TK-Satzungsregelung können sich TK-Versicherte ab zwölf Jahren die Kosten für viele alternative Arzneimittel, die apothekenpflichtig, aber nicht verschreibungspflichtig sind, von uns erstatten lassen. Bei Kindern unter zwölf Jahren trägt die TK die Kosten, wenn das Medikament medizinisch notwendig ist. Die Kosten werden direkt über die Versichertenkarte abgerechnet.

Welche alternativen Arzneimittel zahlt die TK?

Bis zu einem Höchstbetrag von 100 Euro pro Versichertem ab zwölf Jahren im Kalenderjahr zahlt die TK phytotherapeutische, homöopathische und anthroposophische Medikamente, die von einem Arzt verordnet wurden und apothekenpflichtig, aber nicht verschreibungspflichtig sind.

 

Arzneimittel, die aus dem Leistungskatalog ausgeschlossen sind, können nicht erstattet werden. Zu den ausgeschlossen Arzneimitteln gehören unter anderem die sogenannten Lifestyle-Arzneimittel wie zum Beispiel Appetitzügler, Haarwuchsmittel oder Raucherentwöhnungsmittel.

 

Von Heilpraktikern verordnete Präparate können leider nicht übernommen werden.

Gibt es eine Liste der erstattungsfähigen alternativen Arzneimittel?

Wenn Sie wissen möchten, welche Arzneimittel erstattet werden können, rufen Sie uns dazu gerne an. Unter der Telefonnummer:0800 - 285 85 85 (gebührenfrei innerhalb Deutschlands) stehen wir Ihnen 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung.

 

Eine Übersichtsliste können wir leider aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht zur Verfügung stellen.

Wie beantrage ich eine Erstattung für alternative Arzneimittel?

Für die Erstattung von apothekenpflichtigen, nicht verschreibungspflichtigen phytotherapeutischen, homöopathischen und anthroposophischen Medikamenten benötigen wir eine ärztliche Verordnung. So soll sichergestellt werden, dass Sie optimal medizinisch versorgt werden. Diese Verordnung stellt Ihnen Ihr Arzt auf einem (meist blauem) Privatrezept oder grünen Rezept aus.

 

Dieses Rezept legen Sie in Ihrer Apotheke vor und bezahlen die Rechnung zunächst selbst. Anschließend senden Sie die Rechnung zusammen mit dem Originalrezept und Ihrer Bankverbindung an die TK. Ein gesonderter Antrag ist nicht notwendig. Die Adresse lautet:

 

TK-Alternative Arzneimittel
Postfach 23 20 32
85329 München-Flughafen

 

Wir überweisen Ihnen anschließend den zu erstattenden Betrag bis höchstens 100 Euro pro Versicherten ab zwölf Jahren und pro Kalenderjahr.

In welchen Fällen werden die Kosten für alternative Arzneimittel direkt abgerechnet?

Bei medizinischer Notwendigkeit können Sie von Ihrem Arzt in einigen Fällen ein Kassenrezept ("rosa Rezept") für alternative Medikamente erhalten. Die Kosten werden direkt über die Versichertenkarte abgerechnet bei:

  • Kindern bis einen Tag vor dem zwölften Geburtstag
  • Jugendlichen mit Entwicklungsstörungen bis einen Tag vor ihrem 18. Geburtstag
  • Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung, wenn die alternativen Arzneimittel gemäß der sogenannten Ausnahmeliste des Gemeinsamen Bundesausschusses nach den Arzneimittelrichtlinien als Therapiestandard gelten

Welche Kosten können trotz der Satzungsleistung nicht erstattet werden?

  • Für Arzneimittel, die aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen sind. Darunter fallen unter anderem sogenannte Lifestyle-Medikamente wie zum Beispiel Appetitzügler oder Haarwuchsmittel.
  • Präparate, die von Heilpraktikern verordnet werden.
  • Alternative Arzneimittel, die Kindern unter zwölf Jahren auf einem grünen Rezept verordnet werden. Wenn Ihr Arzt oder Ihre Ärztin es für medizinisch notwendig hält, kann er das nicht verschreibungs-, aber apothekenpflichtige Arzneimittel jedoch auf einem Kassenrezept verordnen (rosa Rezept). In diesem Fall handelt es sich um eine gesetzliche Leistung, nicht um eine Satzungsleistung und die Kosten werden direkt über die Versichertenkarte abgerechnet.
  • Einige wenige Medikamente, die die TK bei Kindern unter zwölf Jahren weder als gesetzliche Leistung noch über die TK-Satzungsregelung bezahlen kann.
Wer entscheidet, ob ein Medikament von den Krankenkassen bezahlt wird?

Der Gemeinsame Bundesausschuss, ein Gremium von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen, bewertet regelmäßig, ob Arzneimittel zweckmäßig und sinnvoll sind. Arzneimittel die eine negative Einschätzung erhalten, werden in die sogenannte Ausschlussliste aufgenommen, positiv bewertete Präparate kommen in den Leistungskatalog. Die Kosten für Arzneimittel, die in der Ausschlussliste aufgeführt sind, dürfen von Krankenkassen nicht übernommen werden.

 

Was sind "Alternative Arzneimittel"?

Bei alternativen Arzneimitteln handelt es sich um verschreibungsfreie, aber apothekenpflichtige Medikamente aus den Bereichen der Homöopathie, Phytotherapie oder Anthroposophie.