Ernährungsberatung

Eine gesunde Ernährung kann die Therapie zahlreicher Erkrankungen unterstützen und die Ursachen für viele Krankheiten vermindern. Dabei kann eine Ernährungsberatung hilfreich sein.

Sich gesünder zu ernähren, führt zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden, falsche Ernährung dagegen kann krank machen. Wer es schafft, gesünder zu essen, kann krankheitsbedingte Beschwerden lindern und oft sogar Medikamente reduzieren. Eine gute Ernährungsberatung kann dies unterstützen.

 

An wen richtet sich die Ernährungsberatung?

Die Ernährungsberatung können Sie nutzen, wenn Sie wegen falscher Ernährung erkrankt sind oder wenn Ihre Krankheit durch falsche Ernährung mit verursacht wurde. Von der Beratung können Sie auch dann profitieren, wenn die Therapie Ihrer Erkrankung dadurch unterstützt wird, dass Sie sich gesünder ernähren. Das kann zum Beispiel bei folgenden Krankheiten der Fall sein:

  • Stoffwechselerkrankungen, zum Beispiel Diabetes mellitus
  • Erkrankungen der Verdauungsorgane
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Hauterkrankungen
  • Allergien
  • Osteoporose
  • Krebserkrankungen

Was sind die Inhalte der Ernährungsberatung?

An einer Ernährungsberatung können Sie allein oder in einer Gruppe teilnehmen. Sie erfahren zum Beispiel, wie Ihre Krankheit entstanden ist und was Ihre Ernährung damit zu tun haben kann. Vor allem aber lernen Sie, wie Sie sich in Zukunft gesünder ernähren können.

 

Wer führt die Ernährungsberatung durch?

Als Ernährungsberater kommen Fachkräfte mit einem staatlich anerkannten Berufs- oder Studienabschluss im Bereich Ernährung in Betracht, vor allem

  • Diätassistenten,
  • Oekotrophologen (Abschlüsse: Diplom, Master, Bachelor),
  • Ernährungswissenschaftler (Abschlüsse: Diplom, Master, Bachelor),
  • Diplom-Ingenieure Ernährungs- und Hygienetechnik, Schwerpunkt "Ernährungstechnik" und
  • Diplom-Ingenieure Ernährung und Versorgungsmanagement, Schwerpunkt "Ernährung".

Sie alle müssen eine gültige Zusatzqualifikation besitzen entsprechend den Inhalten eines der den folgenden Zertifikaten zugrunde liegenden Lehrprogramme:

  • Ernährungsberater DGE, Ernährungsmedizinischer Berater DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung),
  • VDD-Fortbildungszertifikat (Verband der Diätassistenten - Deutscher Bundesverband e. V.),
  • Zertifikat "Ernährungsberater VDOE" (Berufsverband Oecotrophologie e.V.),
  • VFED-Zertifizierung (Verband für Ernährung und Diätetik e. V.),
  • Quetheb-Registrierung (Deutsche Gesellschaft der qualifizierten Ernährungstherapeuten und Ernährungsberater - QUETHEB e.V.).

Weiterhin kommen Ärzte in Betracht mit

  • Fortbildungsnachweis des Curriculums Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer und/oder
  • Fortbildungsnachweis des Curriculums Ernährungsmedizin der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM) und/oder
  • dem Nachweis der Deutschen Gesellschaft der qualifizierten Ernährungstherapeuten und Ernährungsberater - QUETHEB e.V. (QUETHEB-Registrierung).

Die Berater müssen mindestens ein Jahr lang praktische Berufserfahrung in der Einzelberatung haben. Sie müssen pädagogisch und methodisch-didaktisch dafür geschult sein.

 

Was ist zu beachten und wo finde ich geschulte Berater?

Für die Teilnahme an der Ernährungsberatung brauchen Sie eine ärztliche Verordnung. Damit die TK Ihren Anspruch prüfen kann, reichen Sie die Verordnung bitte vor Beginn der Ernährungsberatung zusammen mit einem Kostenvoranschlag bei der TK ein.

 

Die TK ist Ihnen bei der Suche nach einem geeigneten Anbieter gern behilflich. Oder nutzen Sie die folgenden Linktipps:

In welcher Höhe beteiligt sich die TK an den Kosten?

Die TK beteiligt sich an den Kosten von bis zu fünf Terminen. Sie erstattet Ihnen grundsätzlich 85 Prozent der Ihnen entstandenen Kosten. Dabei gibt es allerdings Höchstgrenzen. Sie erhalten für die einstündige Erstberatung bis zu 45 Euro, für die etwa halbstündigen Folgeberatungen bis zu 30 Euro erstattet. Die restlichen Kosten tragen Sie selbst.

 

Sind Sie von Zuzahlungen befreit oder noch unter 18 Jahre alt, brauchen Sie den Eigenanteil nicht zu bezahlen. Dann erstattet die TK Ihnen die Kosten bis zu den oben genannten Höchstgrenzen komplett.

 

Die TK übernimmt im Folgejahr oder später auch die Kosten für eine zweite Ernährungsberatung, wenn sie medizinisch notwendig ist. Zwischen dem Ende der ersten und dem Beginn der zweiten Ernährungsberatung müssen mindestens zwölf Monate liegen.

 

Um den Zuschuss erhalten zu können, reichen Sie bitte bei der TK die ärztliche Verordnung - vor Beginn der Beratung - sowie im Anschluss Ihre Teilnahmebescheinigung und die Originalrechnung ein.