Nach Angaben des Auswärtigen Amts ist Deutschland für Bulgarien ein zentraler strategischer Partner in der EU - politisch und wirtschaftlich. Rund 5.000 deutsche Firmen sind im Geschäft mit dem Balkanland tätig, davon unterhalten etwa 1.200 eine eigene Vertretung vor Ort. Aufgrund seiner Lage spielt Bulgarien eine wichtige Route als Transitland zwischen der Türkei und Deutschland.

Als Vorbereitung auf Geschäftsreisen und Entsendungen wird empfohlen, die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu beachten. Außerdem sollten Deutsche sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts eintragen.

Meldepflicht

Bulgarien hat zur Umsetzung der EU-Entsenderichtlinie ein Gesetz erlassen, wonach ausländische Arbeitgeber ihre nach Bulgarien entsandten Mitarbeiter anmelden müssen. Dies gilt sowohl für Dienstleistungen in Brasilien als auch für innerbetriebliche Transfers. Die Registrierung erfolgt über ein Online-Portal. Dort sind auch weitere Informationen zu Sanktionen, Arbeitsbedingungen und Rechtsprechung erhältlich.

Sozialversicherung

Entsenden Sie einen Mitarbeiter nach Bulgarien, gilt deutsches Sozialversicherungsrecht weiter, wenn die Voraussetzungen zur Ausstrahlung erfüllt sind. Um einen entsprechenden Nachweis darüber zu erhalten, muss der Arbeitgeber im Vorfeld einen Antrag auf die Bescheinigung A1 an den zuständigen Sozialversicherungsträger stellen. Dies ist ausschließlich elektronisch entweder über ein zertifiziertes Entgeltabrechnungsprogramm oder über sv.net  möglich.

Auf der Website der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) erhalten Sie das Merkblatt "Arbeiten in Bulgarien". 

Häufig gestellte Fragen und Antworten zur A1-Bescheinigung  haben wir für Sie im TK-Service Ausland zusammengestellt.