Wenn Sie einen Mitarbeiter für länger als drei bis sechs Monate nach Island entsenden, ist er verpflichtet, sich innerhalb von sieben Tagen beim zentralen Melderegister (Þjóðskrá) anzumelden und eine Personenkennziffer (kennitala) bei der staatlichen Registrierstelle in Reykjavík oder beim Büro des jeweiligen Bezirksbeauftragten zu beantragen. Das Formular A-262 (englische Sprache) muss bei jeder Einreise neu ausgefüllt werden. Dazu gehört auch eine Kopie des Arbeitsvertrags oder eine Bestätigung des Arbeitgebers per Formular A-266.

Anmeldung eines Wohnsitzes

Bis zu sechs Monate lang dürfen Staatsangehörige des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) in Island bleiben, ohne einen gesetzlichen Wohnsitz in Island zu registrieren. Wer länger bleibt und sich nicht anmeldet, gilt als illegal. Um einen gesetzlichen Wohnsitz zu beantragen, ist ein gewisses Mindesteinkommen notwendig. Dafür ist die Vorlage eines Arbeitsvertrags üblich. Der Wohnsitz in Island ist eine zentrale Voraussetzung für zahlreiche öffentliche Dienstleistungen. Es wird daher geraten, als erstes den Wohnsitz zu registrieren, wenn man beabsichtigt, in Island zu wohnen.

Alle Dokumente, die nicht in englischer oder in einer skandinavischen Sprache ausgestellt sind, müssen übersetzt und beglaubigt sein.

Sozialversicherung

Entsenden Sie einen Mitarbeiter nach Island, gilt deutsches Sozialversicherungsrecht weiter, wenn die Voraussetzungen zur Ausstrahlung erfüllt sind. Hierfür muss vom Arbeitgeber im Vorfeld ein Antrag beim jeweiligen Sozialversicherungsträger gestellt werden. Das Formular sowie weitere wichtige Informationen zur Sozialversicherung erhalten Sie bei der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA). Hier gibt es auch das Merkblatt Arbeiten in Island - eine kompakte Zusammenfassung aller wichtigen Informationen zum Thema Sozialversicherung.

Der Antrag auf eine A1-Bescheinigung für Entsendungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) muss seit 2019 elektronisch gestellt werden.