Häufige Fragen für Beschäftigte

Wie hoch ist mein Beitrag? Wie setzt er sich zusammen? Was übernimmt mein Arbeitgeber? Ab wann bin ich freiwillig krankenversichert? Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie hier.

 

Wie hoch ist mein Beitrag?

Ihr Beitrag hängt vor allem von Ihrem Einkommen und den Beitragssätzen der TK ab. Mit unserem Beitragsrechner können Sie Ihren voraussichtlichen Beitrag leicht errechnen.

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Wie setzt sich mein Beitrag zusammen? Wie hoch ist der Beitragssatz?

Der Beitragssatz zur Krankenversicherung

Der aktuelle Beitragssatz der TK zur Krankenversicherung für Arbeitnehmer beträgt 15,6 Prozent. Er setzt sich zusammen aus dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem kassenindividuellen Zusatzbeitragssatz von 1,0 Prozent.

 

Ihr Arbeitgeber übernimmt für Sie die Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes. Ihr eigener Anteil setzt sich aus der anderen Hälfte und dem Zusatzbeitragssatz zusammen.

 

Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung

Für die Pflegeversicherung gilt aktuell ein Beitragssatz von 2,55 Prozent. Sind Sie 23 Jahre alt oder älter und haben noch keine Kinder, kommt ein Zuschlag von 0,25 Prozent hinzu.

 

Ihr Arbeitgeber übernimmt die Hälfte des Beitrags zur Pflegeversicherung, also 1,275 Prozent. Die andere Hälfte und den Zuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung tragen Sie allein.

 

Wohnen Sie in Sachsen, übernimmt Ihr Arbeitgeber nur 0,775 Prozent, also weniger als die Hälfte des Beitrags zur Pflegeversicherung. Warum das so ist, lesen Sie hier.

Beitrag berechnen

Mit unserem Beitragsrechner können Sie Ihren voraussichtlichen Beitrag leicht errechnen.

Ab wann bin ich freiwillig versichert?

Als Arbeitnehmer sind Sie freiwillig versichert, wenn Sie ein Jahr lang regelmäßig mindestens 4.800 Euro pro Monat verdienen. Dieser Betrag ist die aktuelle Versicherungspflichtgrenze. Ihre freiwillige Versicherung beginnt zum 1. Januar des folgenden Jahres, wenn Ihr Arbeitsentgelt zu diesem Zeitpunkt immer noch über der dann aktuellen Versicherungspflichtgrenze liegt. Da der Gesetzgeber die Versicherungspflichtgrenze meist zum Jahreswechsel anhebt, kann sie dann etwas höher liegen als heute.

 

Wenn Sie eine neue Beschäftigung beginnen und direkt regelmäßig mehr als derzeit 4.800 Euro monatlich verdienen, können Sie sich sofort freiwillig krankenversichern.

 

Weitere Informationen:

Ich wechsele den Arbeitgeber. Was muss ich tun?

Sie benötigen für Ihren neuen Arbeitgeber eine Bescheinigung, dass Sie TK-Mitglied sind. Diese müssen Sie Ihrem Arbeitgeber vorlegen. Die TK schickt Ihnen die Bescheinigung per Post zu. Auf Wunsch senden wir sie auch direkt an Ihren Arbeitgeber.

 

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Noch nicht registriert? Mit dem geschützten Bereich "Meine TK" haben Sie Zugriff auf die zahlreichen Online-Services Ihrer TK. Registrieren Sie sich jetzt und nutzen Sie alle Vorteile.

 

Oder rufen Sie das TK-ServiceTeam an unter Telefon 0800 - 285 85 85 (gebührenfrei innerhalb Deutschlands)Telefonnummer:.

 

Diese Informationen benötigt die TK:

  • Wann beginnt Ihre Tätigkeit bei Ihrem neuen Arbeitgeber?
  • Wann endet Ihre bisherige Tätigkeit?
  • Name, Anschrift und Telefonnummer des neuen Arbeitgebers - und wenn Sie haben, auch die Betriebsnummer der gehaltsabrechnenden Stelle
  • bei großen Arbeitgebern der Beschäftigungsort mit Anschrift
  • Liegt Ihr künftiges monatliches Bruttoeinkommen über oder unter der Versicherungspflichtgrenze von 4.800 Euro?
  • Wenn es darüber darüber liegt: Wird Ihr künftiger Arbeitgeber den Ihnen zustehenden Beitragszuschuss direkt an die TK überweisen oder zahlt er ihn an Sie aus?

Ich bin privat versichert. Kann ich mich wieder gesetzlich versichern?

Eine Rückkehr von der privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung ist nur möglich, wenn Sie wieder versicherungspflichtig werden. Zum Beispiel, wenn Sie als Arbeitnehmer/in mehr als 450 Euro, aber maximal 4.800Euro Arbeitsentgelt pro Monat verdienen.

 

Das gilt allerdings nicht, wenn Sie sich in der Vergangenheit von der Versicherungspflicht haben befreien lassen. Diese Entscheidung können Sie nicht mehr rückgängig machen.

 

Auch wenn Sie 55 Jahre oder älter sind, ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung meist ausgeschlossen.

Unbezahlter Urlaub - wie bin ich in dieser Zeit versichert?

Im ersten Monat eines unbezahlten Urlaubs ändert sich für Sie nichts, Sie bleiben weiter als Arbeitnehmer/in versichert.

 

Dauert Ihr unbezahlter Urlaub länger als einen Monat, wird Ihr Arbeitgeber Sie bei der TK abmelden. Dann können Sie sich anderweitig bei der TK versichern. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Die beitragsfreie Familienversicherung und die freiwillige Versicherung bei der TK.

 

Beitragsfrei familienversichern können Sie sich, wenn Sie verheiratet sind und Ihr/e Ehe- oder Lebenspartner/in gesetzlich versichert ist. Bitten Sie Ihre/n Ehe- oder Lebenspartner/in, einen Antrag auf Ihre beitragsfreie Familienversicherung zu stellen.

 

Die beitragsfreie Familienversicherung ist allerdings nur dann möglich, wenn Sie während Ihres unbezahlten Urlaubs nicht selbstständig tätig sind und höchstens 425 Euro monatliches Einkommen haben. Falls Sie während des unbezahlten Urlaubs als Minijobber arbeiten, dürfen es bis zu 450 Euro monatlich sein.

 

Weitere Informationen finden Sie unter

Ist eine beitragsfreie Familienversicherung nicht möglich, können Sie sich freiwillig bei der TK versichern. Ihr Beitrag hängt von Ihren Einkünften ab. Mindestens beträgt der Beitrag zur Krankenversicherung jedoch 148,75 Euro pro Monat. Hinzu kommt der Beitrag zur Pflegeversicherung von mindestens 25,29 Euro pro Monat.

 

Weitere Informationen dazu finden Sie unter

Wie hoch ist der Zusatzbeitragssatz der TK?

Der Zusatzbeitragssatz der TK beträgt 1,0 Prozent. Er ist damit niedriger als der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz aller gesetzlichen Krankenkassen.

Welchen Anteil am Beitrag übernimmt der Arbeitgeber?

Ihr Arbeitgeber übernimmt für Sie die Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes zur Krankenversicherung, derzeit also 7,3 Prozent. Ihr eigener Anteil setzt sich aus der anderen Hälfte von ebenfalls 7,3 Prozent und dem TK-Zusatzbeitragssatz von 1,0 Prozent zusammen.

 

Ihr Arbeitgeber zahlt außerdem die Hälfte des Beitrags zur Pflegeversicherung, derzeit 1,275 Prozent. Die andere Hälfte von 1,275 Prozent und den Zuschlag für Kinderlose ab 23 Jahren für die Pflegeversicherung von 0,25 Prozent zahlen Sie selbst. Sind Sie jünger als 23 Jahre oder haben Sie Kinder, entfällt der Zuschlag.

 

In den meisten Fällen überweist Ihr Arbeitgeber Ihre und seine Anteile an den Beiträgen direkt an die Kranken- und Pflegeversicherung.

 

In Sachsen trägt der Arbeitgeber einen geringeren Anteil des Beitrags für die Pflegeversicherung. Mehr dazu lesen Sie hier:

Muss ich während der Elternzeit Beiträge zahlen?

Nein, wenn Sie in dieser Zeit kein Einkommen haben. Es sei denn, Sie arbeiten in Teilzeit. Dann zahlen Sie gemeinsam mit Ihrem Arbeitgeber die Beiträge, die auf das Gehalt für die Teilzeitstelle anfallen. Ein Antrag auf Weiterversicherung ist übrigens nicht nötig; Ihre Versicherung bei der TK läuft in der Elternzeit automatisch weiter.

 

Es gibt aber eine Ausnahme: Wenn Sie als Arbeitnehmer/in freiwillig versichert sind und nicht grundsätzlich auch familienversichert werden könnten - zum Beispiel, weil Ihr/e Ehepartner/in privat versichert ist - müssen Sie auch während der Elternzeit Beiträge zahlen.

Ich habe mehr als einen Job. Was muss ich beachten?

Informieren Sie Ihre Arbeitgeber über alle Ihre Beschäftigungsverhältnisse. Dazu sind Sie sogar gesetzlich verpflichtet.

 

Wenn Sie mehrere Jobs haben, die 450 Euro im Monat übersteigen, werden Ihre Einnahmen aus allen Beschäftigungen zusammengerechnet, um Ihren Beitrag zu ermitteln. Nur ein einzelner Minijob neben einer Hauptbeschäftigung bleibt beitragsfrei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

 

Arbeitgeber berechnen die Beiträge

Jeder Ihrer Arbeitgeber errechnet Ihre Beiträge aufgrund des beitragspflichtigen Arbeitseinkommens und führt die Beiträge für Sie ab.

 

Ein wichtiger Hinweis: Es gibt immer eine Höchstgrenze für das Einkommen, auf das Sie Beiträge bezahlen müssen, die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze. Für die Kranken- und die Pflegeversicherung sind das im Jahr 2017 monatlich 4.350 Euro. Verdienen Sie mehr, steigt Ihr Beitrag nicht mehr an. Verdienen Sie also aus den Beschäftigungen insgesamt mehr als 4.350 Euro, steigt Ihr Beitrag nicht weiter an.

Ich arbeite als Minijobber. Muss ich Beiträge zahlen?

In der Regel nicht. Wenn Sie einen Minijob haben und nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen, brauchen Sie für dieses Einkommen keine Beiträge zur Kranken- und zur Pflegeversicherung zu zahlen. Diese Regelung gilt auch, wenn Sie mehrere Minijobs haben. Wenn Sie dadurch aber insgesamt über die Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro im Monat kommen, werden Sie beitragspflichtig.

 

Bei einem Minijob und auch bei einem geringfügigen befristeten Aushilfsjob müssen Sie allerdings anderweitig kranken- und pflegeversichert sein, zum Beispiel familienversichert. Denn über den Minijob selbst sind Sie nicht kranken- und pflegeversichert.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter

Ich werde für eine Pflegezeit freigestellt. Wie bin ich versichert?

Wenn Sie einen nahen Angehörigen wie zum Beispiel den Ehepartner, die Eltern oder ein Kind zu Hause pflegen, können Sie sich von der Arbeit freistellen lassen. Seit Januar 2015 haben Sie sogar Anspruch auf die bezahlte Pflegezeit. Dabei gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Bezahlte Pflegezeit von zehn Tagen
  2. Sechsmonatige Pflegezeit
  3. Recht auf Familienpflegezeit

Für Ihre Weiterversicherung ist es wichtig, welche Pflegezeit Sie genau in Anspruch nehmen. Informationen zu Ihrer Versicherung finden Sie unter