Der Zusatzbeitragssatz wird von jeder Kasse selbst festgelegt. Er ergänzt den kassenübergreifend geltenden allgemeinen oder ermäßigten Beitragssatz.

Seit 1. Januar 2019 beträgt unser Zusatzbeitragssatz 0,7 Prozent. Er ist damit niedriger als der gesetzlich festgelegte durchschnittliche Zusatzbeitragssatz.

Weitere Details

Für einige Personengruppen gilt nicht der kassenindividuelle, sondern der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz. Für das Kalenderjahr 2019 beträgt er 0,9 Prozent

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz ist eine rechnerische Größe. Ein Expertengremium schätzt dafür jedes Jahr bis zum 15. Oktober die Höhe der voraussichtlichen Ausgaben der Krankenkassen und die Einnahmen des Gesundheitsfonds für das folgende Kalenderjahr. Auf dieser Grundlage legt das Bundesministerium für Gesundheit den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz fest. Er wird jeweils bis zum 1. November bekannt gegeben und gilt für das komplette folgende Kalenderjahr.

Besonderheiten 

Für versicherungspflichtige Rentner und Bezieher von Versorgungsbezügen, zum Beispiel Betriebsrenten, bei denen der Rentenversicherungsträger oder die Zahlstelle des Versorgungsbezugs die Beiträge einbehält und an uns abführt, wirkt sich jede Veränderung des Zusatzbeitragssatzes erst mit einer zweimonatigen Verzögerung  aus.  Hintergrund für die spätere Änderung ist, dass für die Systemumstellung eine Übergangsfrist von zwei Monaten eingeräumt wird. Während der Übergangszeit bis zum 28. Februar 2019 gilt der bisher erhobene kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz weiter.