Die Regelungen betreffen unter anderem Höchstarbeitszeiten, Mindestruhezeiten, Gesundheit, Sicherheit sowie Gleichbehandlung von Männern und Frauen. Außerdem müssen Firmen der Aufsichtsbehörde einen Ansprechpartner für die Zeit der Tätigkeit in den Niederlanden angeben. Merkblätter zum Arbeitsrecht in den Niederlanden sowie zur Arbeitnehmerentsendung bietet die Deutsch-Niederländische Handelskammer auf ihrer Website an.

Meldepflicht

Wer länger als vier Monate in den Niederlanden bleiben möchte, muss sich in der Gemeinde anmelden, in der er wohnt. Die Registrierung erfolgt beim Immigratie en Naturalisatie Dienst (IND), auf dessen Webseite auch die jeweiligen Bestimmungen für Staatsangehörige aus EU-, EWR-Staaten und der Schweiz  zu finden sind. Bei kürzeren Aufenthalten sollte man telefonisch einen Termin bei der jeweiligen Gemeinde vereinbaren.

Sozialversicherung

Da die Niederlande ein Mitgliedsland der Europäischen Union sind, gelten für Ihre entsandten Mitarbeiter dort weiterhin die deutschen Rechtsvorschriften über die soziale Sicherheit, wenn die Voraussetzungen zur Ausstrahlung erfüllt sind. Dies ist in der Verordnung EG 883/2004 geregelt und gilt für eine Beschäftigung von bis zu 24 Monaten. Um die Weiterversicherung in Deutschland zu gewährleisten, sollten Arbeitgeber vor der Abreise den Fragebogen Entsendung in die Niederlande der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) herunterladen und ausgefüllt an ihren Sozialversicherungsträger schicken. Hilfreich ist auch das Merkblatt Arbeiten in den Niederlanden.

Seit Januar 2018 kann der Antrag auf eine A1-Bescheinigung für Entsendungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) elektronisch gestellt werden. Im Jahr 2019 wird dieses Verfahren für Arbeitgeber verpflichtend.