Laut österreichischem Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz (LSD-BG) gilt die Meldepflicht für jede Entsendung oder Überlassung. Bei Verstößen drohen Strafen, die sich auf 500 bis 5.000 Euro pro Arbeitnehmer belaufen, im Wiederholungsfall auf 1.000 bis 20.000 Euro. Detaillierte Informationen hierzu bietet eine Broschüre des österreichischen Sozialministeriums.

Grenzgänger-Regelung  

Wann ist ein Erwerbstätiger steuerrechtlich ein Grenzgänger? Zu dieser Frage haben die Finanzbehörden aus Deutschland und Österreich im Mai 2019 eine neue Auslegung des Doppelbesteuerungsabkommens vorgenommen. 

Laut einem Rundschreiben des Bundesfinanzministeriums geht die Grenzgänger-Eigenschaft nicht verloren, wenn ein Arbeitnehmer in der 30 Kilometer breiten Grenzzone beschäftigt ist und an maximal 45 Arbeitstagen nicht zum Wohnsitz zurückkehrt. Weitere Informationen finden Sie in TK-Lex.

Sozialversicherung

Entsenden Sie einen Mitarbeiter nach Österreich, gilt deutsches Sozialversicherungsrecht weiter, wenn die Voraussetzungen zur Ausstrahlung erfüllt sind. Um einen entsprechenden Nachweis darüber zu erhalten, muss der Arbeitgeber im Vorfeld einen Antrag auf die Bescheinigung A1 an den zuständigen Sozialversicherungsträger stellen. Dies ist ausschließlich elektronisch möglich - entweder über ein zertifiziertes Entgeltabrechnungsprogramm oder über sv.net

Auf der Webseite der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) erhalten Sie das Merkblatt "Arbeiten in Österreich".

Häufig gestellte Fragen und Antworten zur A1-Bescheinigung haben wir für Sie im TK-Service Ausland zusammengestellt. Auch Grenzgänger finden in diesem Bereich wichtige Informationen zum Sozialversicherungsrecht.

Eine gesonderte Information zu sozialversicherungsrechtlichen Hinweisen insbesondere für Speditionen und Reiseunternehmen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) an.