In Österreich gilt eine allgemeine Meldepflicht. Innerhalb von drei Tagen nach Bezug der Unterkunft ist Ihr Mitarbeiter verpflichtet, sich bei der lokalen Behörde zu melden. Welche Dokumente er für die Meldung in Österreich benötigt, erfahren Sie auf der EURES-Seite der Europäischen Kommission.

Meldepflicht bei längeren Aufenthalten

Bleibt Ihr Mitarbeiter länger als drei Monate in Österreich, ist er verpflichtet, sich zusätzlich bei der österreichischen Aufenthaltsbehörde zu melden. Die Behörde stellt dann eine Anmeldebescheinigung aus. EU- und EWR-Bürger können außerdem einen "Lichtbildausweis für EWR-Bürger" beantragen, der dann als Ausweisdokument dient. Welche Behörde für Ihre Mitarbeiter zuständig ist und mit welchen Dokumenten die Anmeldung erfolgt, erfahren Sie auf dem Europäischen Portal zur Beruflichen Mobilität (EURES) der Europäischen Kommission.

Auch der Arbeitgeber unterliegt einer strengen Meldepflicht vor jeder Entsendung von Mitarbeitern nach Österreich. Die Meldung muss rechtzeitig vor der Entsendung des Mitarbeiters und einzeln erfolgen. Es dürfen also keine Entsendungen zusammengefasst gemeldet werden. Ausführliche Informationen darüber, welche Dokumente Sie für die Meldung einer Entsendung nach Österreich benötigen, finden Sie auf der Webseite des österreichischen Bundesministeriums für Finanzen (BMF).

Sozialversicherung

Da Österreich ein Mitgliedsland der Europäischen Union ist, gelten für Ihre entsendeten Mitarbeiter dort weiterhin die deutschen Rechtsvorschriften über die soziale Sicherheit. Dies ist in der Verordnung EG 883/2004 geregelt und gilt für eine Beschäftigung von bis zu 24 Monaten. Um die Weiterversicherung in Deutschland zu gewährleisten, müssen Arbeitgeber vor der Abreise den Fragebogen Entsendung nach Österreich  der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) herunterladen und ausgefüllt an den Sozialversicherungsträger schicken. Auch bei kurzfristigen Entsendungen wird dazu geraten, eine A1-Bescheinigung im Vorfeld zu beantragen. Insbesondere in der Transport- und Beförderungsbranche werden seit Beginn des Jahres 2017 Kontrollen durchgeführt und Verstöße mit Bußgeldern geahndet. Hilfreich ist auch das DVKA-Merkblatt Arbeiten in Österreich.

Seit Januar 2018 kann der Antrag auf eine A1-Bescheinigung für Entsendungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) elektronisch gestellt werden. Im Jahr 2019 wird dieses Verfahren für Arbeitgeber verpflichtend.