In Österreich gilt eine allgemeine Meldepflicht. Innerhalb von drei Tagen nach Bezug der Unterkunft ist Ihr Mitarbeiter verpflichtet, sich bei der lokalen Behörde zu melden. Welche Dokumente er für die Meldung in Österreich benötigt, erfahren Sie auf der EURES-Seite der Europäischen Kommission.

Meldepflicht bei längeren Aufenthalten

Bleibt Ihr Mitarbeiter länger als drei Monate in Österreich, ist er verpflichtet, sich zusätzlich bei der österreichischen Aufenthaltsbehörde zu melden. Die Behörde stellt dann eine Anmeldebescheinigung aus. EU- und EWR-Bürger können außerdem einen "Lichtbildausweis für EWR-Bürger" beantragen, der dann als Ausweisdokument dient. Welche Behörde für Ihre Mitarbeiter zuständig ist und mit welchen Dokumenten die Anmeldung erfolgt, erfahren Sie auf dem Europäischen Portal zur Beruflichen Mobilität (EURES) der Europäischen Kommission.

Auch der Arbeitgeber unterliegt einer strengen Meldepflicht vor jeder Entsendung von Mitarbeitern nach Österreich. Die Meldung muss rechtzeitig vor der Entsendung des Mitarbeiters und einzeln erfolgen. Es dürfen also keine Entsendungen zusammengefasst gemeldet werden. Ausführliche Informationen darüber, welche Dokumente Sie für die Meldung einer Entsendung nach Österreich benötigen, finden Sie auf der Webseite des österreichischen Bundesministeriums für Finanzen (BMF).

Sozialversicherung

Entsenden Sie einen Mitarbeiter nach Österreich, gilt deutsches Sozialversicherungsrecht weiter, wenn die Voraussetzungen zur Ausstrahlung erfüllt sind. Hierfür muss vom Arbeitgeber im Vorfeld ein Antrag beim jeweiligen Sozialversicherungsträger gestellt werden.

Der Antrag auf eine A1-Bescheinigung für Entsendungen innerhalb der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) muss seit 2019 elektronisch gestellt werden.

Weitere wichtige Informationen zur Sozialversicherung erhalten Sie bei der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA). Hier erhalten Sie auch das Merkblatt Arbeiten in Österreich.