Meldepflicht

Wenn Sie als Arbeitgeber einen Mitarbeiter vorübergehend in die Schweiz entsenden, benötigt er keine Aufenthaltsbewilligung, wenn der Aufenthalt nicht länger als drei Monate oder 90 Tage dauert. Sie müssen den Mitarbeiter aber beim Bundesamt für Migration melden. Die 90 Tage beziehen sich auf das entsendende Unternehmen. Entsendet es zum Beispiel an fünf Tagen jeweils drei Mitarbeiter, so hat die Firma fünf Tage des 90-Tage-Guthabens verbraucht.

Ausführliche Informationen dazu finden Arbeitgeber in einem Merkblatt (PDF) zur Entsendung von Arbeitnehmern in die Schweiz der Industrie- und Handelskammer Hannover.

Änderungen bei der Freizügigkeit

Die Schweizer Eidgenossenschaft informiert auf der Internetseite "Personenfreizügigkeit FZA " über aktuelle Fragen zur Arbeitnehmer-Freizügigkeit. Als Folge der Volksinitiative "Gegen Masseneinwanderung" hat der Bundesrat im März 2016 einen Gesetzentwurf vorgelegt, der jährliche Höchstzahlen für die Einreisebewilligung von Personen aus den EU- und EFTA-Staaten vorsieht. Eine konkrete Umsetzung des Gesetzes liegt noch nicht vor.

Aktuelle Hinweise zu Reisen in die Schweiz finden Sie auch auf der Internetseite des Auswärtigen Amts.

Sozialversicherung

Entsenden Sie einen Mitarbeiter in die Schweiz, gelten die Koordinierungsregeln der Verordnung (EG) 883/04 und der Verordnung (EG) 987/09. Alle wichtigen Informationen zur Sozialversicherung erhalten Sie bei der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) und im Merkblatt Arbeiten in der Schweiz.

Set Januar 2018 kann der Antrag auf eine A1-Bescheinigung für Entsendungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) elektronisch gestellt werden. Im Jahr 2019 wird dieses Verfahren für Arbeitgeber verpflichtend.