Wenn Sie als Arbeitgeber einen Mitarbeiter vorübergehend in die Schweiz entsenden, benötigt er keine Aufenthaltsbewilligung, wenn der Aufenthalt nicht länger als drei Monate oder 90 Tage dauert. Sie müssen den Mitarbeiter aber beim Bundesamt für Migration melden.

Die 90 Tage beziehen sich auf das entsendende Unternehmen. Entsendet es zum Beispiel an fünf Tagen jeweils drei Mitarbeiter, so hat die Firma fünf Tage des 90-Tage-Guthabens verbraucht.

Ausführliche Informationen dazu finden Arbeitgeber bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover in einem Merkblatt zur Entsendung von Arbeitnehmern in die Schweiz.

Abkommen zur Arbeitnehmer-Freizügigkeit

Die Schweizer Eidgenossenschaft informiert online über das Abkommen zur Arbeitnehmer-Freizügigkeit (FZA). Aktuelle Hinweise zu Reisen in die Schweiz finden Sie auch auf der Internetseite des Auswärtigen Amts.

Sozialversicherung

Entsenden Sie einen Mitarbeiter in die Schweiz, gilt deutsches Sozialversicherungsrecht weiter, wenn die Voraussetzungen zur Ausstrahlung erfüllt sind. Hierfür muss vom Arbeitgeber im Vorfeld ein Antrag beim jeweiligen Sozialversicherungsträger gestellt werden.

Der Antrag auf eine A1-Bescheinigung für Entsendungen innerhalb der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) muss seit 2019 elektronisch gestellt werden.

Weitere wichtige Informationen zur Sozialversicherung erhalten Sie bei der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA). Hier erhalten Sie auch das Merkblatt Arbeiten in der Schweiz.