Wird in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. März eines Jahres eine Einmalzahlung ausgezahlt, gibt es zwei Möglichkeiten der Zuordnung:

Entweder sie wird

  • dem Auszahlungsmonat oder 
  • dem letzten Entgeltabrechnungszeitraum des Vorjahres im Rahmen der sogenannten Märzklausel 

zugeordnet. Die Zuordnung ist auch entscheidend für die korrekten Beitragssätze und Beitragsgruppen.

Beitragspflicht prüfen

Zur Prüfung der Beitragspflicht bei Einmalzahlungen geht man folgendermaßen vor: Zunächst errechnet man die Differenz zwischen dem laufend gezahlten Gehalt und der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) im Auszahlungsmonat. 

Laufend gezahltes Entgelt ist in jedem Monat bis zur monatlichen BBG beitragspflichtig. 2019 gelten die folgenden Grenzen: Monatlich sind Beiträge

  • aus höchstens 4.537,50 Euro zur Kranken- und Pflegeversicherung und
  • aus 6.700 Euro (West) beziehungsweise 6.150 Euro (Ost) zur Renten- und Arbeitslosenversicherung 

zu berechnen.

Ist die Einmalzahlung geringer als die Differenz, ergeben sich keine Besonderheiten, und die Einmalzahlung ist voll beitragspflichtig.

Weitere Prüfung nötig

Fällt die Einmalzahlung jedoch höher als die ermittelte Differenz aus, ist eine weitere Prüfung nötig. Zunächst muss die Höhe des bisher beitragspflichtigen Entgelts ermittelt werden, und zwar ab dem Einstellungstag beziehungsweise ab Jahresbeginn bis zum Ende des Zahlungsmonats der Einmalzahlung. Dieser Betrag wird von der anteiligen Jahres-BBG abgezogen. 

Die anteilige Jahres-BBG berechnet sich wie folgt: Die monatliche BBG wird durch 30 geteilt und dann multipliziert mit der Anzahl der Sozialversicherungstage bis einschließlich dem Auszahlungsmonat der Einmalzahlung. 

Wichtig zu wissen: Volle Kalendermonate werden zur Ermittlung der Sozialversicherungstage immer mit 30 Tagen angesetzt. Teilmonate werden mit den tatsächlichen Kalendertagen als Sozialversicherungstage berücksichtigt.

Je kürzer der Vergleichszeitraum ausfällt, desto geringer ist der errechnete Differenzbetrag - und desto geringer ist folglich auch der beitragspflichtige Teil der Einmalzahlung. 

Vorsicht: Märzklausel beachten

Einige Betriebe zahlen daher ihre Einmalzahlungen bevorzugt in den ersten Monaten eines Jahres aus. Sie möchten den Vergleichszeitraum und somit die beitragspflichtige Differenz möglichst gering halten.

Dem macht allerdings die Märzklausel einen Strich durch die Rechnung. Die Märzklausel besagt, dass in der Zeit vom 1. Januar bis 31. März eines Jahres gezahlte Einmalzahlungen beitragsrechtlich dem Vorjahr zuzuordnen sind, wenn sie im Monat der Auszahlung nicht in vollem Umfang beitragspflichtig werden.

Wird diese Regelung übersehen und werden folglich zu niedrige Beiträge berechnet und abgeführt, fällt die fehlerhafte Zuordnung spätestens bei einer Betriebsprüfung durch die Deutsche Rentenversicherung auf. Das führt im Ergebnis zu einer Beitragsnachforderung.

Alles Wichtige zu Beiträgen aus Einmalzahlungen und zur Märzklausel haben wir im TK-Firmenkundenportal  zusammengestellt.