Behandlungsmethoden

Wenn Ihr Arzt sichergestellt hat, dass es sich bei Ihnen um Asthma handelt und Ihre Beschwerden nicht durch eine andere Erkrankung ausgelöst wurden, sollte er gemeinsam mit Ihnen einen Behandlungsplan erstellen. Darin sollte festgelegt werden, welche Medikamente Sie vorbeugend nehmen, was im Asthmaanfall zu tun ist und wie und wo Sie sich weiter über Asthma informieren können - zum Beispiel in einer Asthmaschulung.

Generell hat die Behandlung folgende Ziele:

  • Optimierung der Arbeit Ihrer Lunge und Atemwege
  • Verringern der Überempfindlichkeit der Atemwege
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Vermeiden von akuten und chronischen Krankheitserscheinungen (zum Beispiel von Asthmaanfällen und Beschwerden)
  • Vermeiden von Komplikationen und Folgeschäden
  • Vermeiden einer krankheitsbedingten Beeinträchtigung der körperlichen, psychischen und geistigen Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen
  • Gewährleistung eines normalen Wachstums bei Kindern
  • Vermeiden von Fehlzeiten in der Schule oder am Arbeitsplatz
  • Ermöglichen sportlicher Aktivität oder anderer körperlicher Belastungen
  • Verhindern von unerwünschten Wirkungen der Therapie
  • Verringerung des Risikos, an Folgen des Asthmas zu sterben

Ist Asthma heilbar?

Asthma ist eine chronische, meist lebenslang bestehende Erkrankung. Bisher ist es nicht möglich, Asthma zu heilen. Das heißt aber nicht, dass Erwachsene lebenslang unter Asthma leiden müssen! In den meisten Fällen ist es möglich, durch eine gute Behandlung, die anfallsfreien Zeiträume zu verlängern und die Beschwerden zu lindern.

Eine Ausnahme sind asthmakranke Kinder. Etwa die Hälfte der asthmakranken Kinder hat bei frühzeitiger Erkennung der Erkrankung und guter und zuverlässiger Behandlung die Chance, spätestens im Erwachsenenalter dauerhaft beschwerdefrei zu sein. Die allgemeine, übermäßige Abwehrbereitschaft bleibt meistens bestehen.

Kann man Asthma nur mit Medikamenten behandeln?

Nein. Die Asthmamedikamente sind ein wirksames Mittel, um Beschwerden zu lindern und gefährliche Situationen in den Griff zu bekommen.

Doch das beste Asthmamedikament wirkt immer nur so gut, wie Sie als Betroffener damit umgehen können. Denn nur wenn Sie sie richtig anwenden, können Medikamente ihre volle Wirkung entfalten.

Neben dem zuverlässigen und souveränen Umgang mit Medikamenten (dazu gehört auch die richtige Einschätzung der Wirkung, die das Medikament bei Ihnen hat) ist das Vermeiden von Stoffen, die Asthma auslösen oder verschlimmern, ein wichtiger Teil der Behandlung.

Die Behandlung Ihres Asthmas verläuft in drei Phasen:

  • 1. Phase: Ihr Arzt führt die Untersuchungen und Kontrollen durch und entwirft mit Ihnen einen Behandlungsplan (Medikamente, andere Maßnahmen).
  • 2. Phase: In einer guten Asthmaschulung lernen Sie alles über Asthma und die Atemwege, über Behandlungsmöglichkeiten und den Umgang mit der Erkrankung in Ihrer speziellen Lebenssituation, Ihrem häuslichen und sozialen Umfeld. Weiterhin werden zum Beispiel Techniken und Hilfsmittel wie Inhalationsmethoden, der Gebrauch von Dosieraerosolen und vieles mehr erklärt, gezeigt und wenn möglich auch geübt.
  • 3. Phase: Die Hauptarbeit - die Umsetzung des Erlernten im täglichen Leben - liegt bei Ihnen!

Versuchen Sie es als Chance zu sehen, dass Ihr Wohlergehen und Ihre Gesundheit in Ihrer Hand liegen.

Weitere wirkungsvolle Maßnahmen zur Vorbeugung beziehungsweise zur Behandlung der Krankheit sind:

  • Körperliches Training
  • Atemgymnastik
  • Gewichtsabnahme bei Übergewicht
  • Maßnahmen zum positiven Umgang mit Stress oder Angst 

Was ist bei Asthmamedikamenten zu beachten?

Um Asthma erfolgreich zu behandeln, gibt es zwei Arten von Medikamenten:

  1. Bedarfsmedikamente (Reliever) verschaffen rasch Erleichterung: Medikamente, deren Wirkung schnell eintritt, aber nur vorübergehend anhält. Das sind vor allem die Medikamente, die die Bronchien erweitern - vor allem Beta-2-(Sympatho)Mimetika, zum Beispiel Salbutamol. Sie kommen nur bei Bedarf zum Einsatz, zum Beispiel bei einem akuten Asthmaanfall.
  2. Langzeitmedikamente (Controller) halten die Symptome unter Kontrolle: Medikamente, die langsamer und vorbeugend wirken. Diese Medikamente (an erster Stelle das Kortison) unterdrücken die ständige Entzündungsbereitschaft der Atemwege und wirken damit auf lange Sicht gegen das Hauptproblem der Asthmaerkrankung an. Bei regelmäßiger Anwendung dieser Medikamente sinkt die Häufigkeit von Hustenanfällen und Einschränkungen der Alltagsaktivitäten.

Es ist wichtig für Sie, dass Sie die vom Arzt verordneten Medikamente zuverlässig anwenden! Viele Patienten bevorzugen Medikamente, die schnell wirken und deren Wirkung sie sofort spüren können. Sie nehmen also hauptsächlich dann Medikamente ein, wenn die Beschwerden bereits da sind. Dieses Vorgehen ist jedoch nur bei leichtem Asthma mit lediglich zeitweiligen Beschwerden sinnvoll.

Für die meisten Asthmapatienten sind jedoch die vorbeugenden Medikamente genauso wichtig. Sie sorgen auf längere Sicht dafür, dass Beschwerden und Asthmaanfälle seltener und weniger heftig auftreten. Denken Sie also auch in beschwerdefreien Zeiten daran, Ihre vorbeugenden Medikamente einzunehmen, damit Sie für Zeiten, in denen es Ihnen nicht so gut geht, gewappnet sind!

Generell kann man mit Asthmamedikamenten etwas tun gegen

  • die Verengung der Bronchien,
  • die Entzündungsbereitschaft in den Atemwegen,
  • den Schleim, der sich in den Bronchien ansammelt,
  • den (trockenen) Husten.  

Inhalationssysteme

Die meisten Asthmamedikamente kann man inhalieren (=einatmen) und sie auf diesem Wege direkt dorthin bringen, wo sie wirken sollen: in die Bronchien. Dabei werden die wirksamen Substanzen aus Dosieraerosolen oder Pulverinhalatoren eingeatmet. Nur selten müssen Asthmapatienten Tabletten einnehmen.

Es gibt verschiedene Inhalationssysteme. Über die Vor- und Nachteile der einzelnen Geräte sollten Sie sich bei Ihrem Arzt oder bei einer Schulung informieren.

Damit das Medikament auch in den kleineren Bronchien ankommt und dort wirken kann, ist es wichtig, das richtige "Einatmen" des Medikaments zu erlernen. Die Handhabung von Inhalationssystemen sollten Sie sich erklären und vor allem auch vorführen lassen. Weitere Informationen zum Inhalieren und Videos zur Handhabung von Inhalationssystemen bietet die Deutsche Atemwegsliga.

Dosieraerosol
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Beim Dosieraerosol wird das Medikament in Form vieler winziger Tröpfchen versprüht. Durch Drücken des Geräts wird ein Sprühstoß ausgelöst, der den Wirkstoff in den Mund-Rachen-Raum befördert. Durch langsames, tiefes Einatmen gelangt der Wirkstoff in die Bronchien.

Beim Inhalieren über ein Dosieraerosol kann es sinnvoll sein, eine Inhalationshilfe (Spacer) zu benutzen. Ein Spacer ist eine Art Mundstück mit einer größeren Luftkammer, das auf das Dosieraerosol aufgesetzt wird. Beim Auslösen des Sprühstoßes gelangen die Wirkstoff-Tröpfchen zuerst in den Spacer, der sich zwischen Ihrem Mund und dem Medikament befindet.

Erklärende Grafik: Inhalator mit Spacer
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Den Inhalt des Spacers atmen Sie nun wie gewohnt ein. Die Anwendung eines Spacers hat folgende Vorteile:

  • Das Auslösen des Sprühstoßes und das Einatmen sind leichter zu koordinieren.
  • Bei der Anwendung eines Dosieraerosols kann es passieren, dass einige Wirkstoff-Teilchen bereits in Mund oder Rachen hängen bleiben und dort Nebenwirkungen verursachen. Der Spacer kann größere Wirkstoff-Partikel abfangen. Viele der größeren Medikamententeilchen, die sowieso nicht die kleineren Atemwege erreichen können, bleiben am Spacer hängen und nicht an Ihrer Mundschleimhaut. Und weil der Druck des Sprühstoßes im Spacer abnimmt, können kleine Wirkstoff-Teilchen besser in die Lunge eingeatmet werden.

Pulverinhalatoren

Beim Pulverinhalator wandert das Medikament als winziges Pulverteilchen in die Atemwege. Die Abgabe des Wirkstoffs wird zum Beispiel durch Knopfdruck oder durch kräftiges Einatmen ausgelöst.

Erklärende Grafik: Pulverinhalatoren
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Pulverinhalatoren haben gegenüber Dosieraerosolen den Vorteil, dass keine Koordination zwischen Auslösen und Einatmen notwendig ist. Bei allen Pulverinhalatoren ist es erforderlich, schnell und kräftig einzuatmen, daher eignen sie sich nicht für Kinder unter fünf Jahren und für Patienten, die sich beim Einatmen sehr schwer tun.

Auch für die Behandlung eines Notfalls sind Pulverinhalatoren ungeeignet. Leider lösen Pulverinhalatoren mit ihren kleinen Pulverteilchen öfter Husten aus als Dosieraerosole.

Vernebler

Düsen- und Ultraschallvernebler erzeugen kleine Wirkstoffpartikel, die der Patient über eine Maske einfach einatmen kann. Allerdings dauert die Inhalation hier viel länger als bei Dosieraerosolen und Pulverinhalatoren, außerdem ist eine aufwändige Reinigung erforderlich. Vernebler eignen sich vor allem für kleine Kinder.

Generelle Tipps zum richtigen Gebrauch der inhalierbaren Asthmamedikamente am Beispiel eines Dosieraerosols:

Lassen Sie sich vor dem ersten Gebrauch ausführlich erklären, wie Ihr spezielles Gerät funktioniert und wie man es benutzt.

Erklärende Grafik: Die richtige Anwendung des Asthmasprays
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  • Führen Sie Ihrem Arzt (auch unaufgefordert) vor, wie Sie das Gerät benutzen.
  • Achten Sie auch auf so einfache Dinge wie das Entfernen von Schutzkappen oder Hüllen vor dem Gebrauch.
  • Viele Dosieraerosole müssen vor dem Gebrauch geschüttelt werden.
  • Bei vielen Geräten ist es wichtig, sie während des Gebrauchs richtig herum zu halten (zum Beispiel Behälter nach oben).
  • Manche Geräte müssen nachgefüllt oder Zusätze von Geräten (zum Beispiel Spacer) müssen gereinigt werden.
  • Genau wie Tabletten sind auch Dosieraerosole oder Pulverinhalatoren irgendwann aufgebraucht. Stellen Sie sicher, dass Sie früh genug ein neues Gerät besorgen oder gegebenenfalls das Gerät auffüllen lassen.
  • Achten Sie auf die Haltbarkeit und die richtige Lagerung Ihrer Medikamente. Einige Asthma-Sprays verlieren schnell ihre Wirkung, wenn sie beispielsweise im Sommer im überhitzten PKW aufbewahrt werden.

Welche Medikamente helfen bei Luftnot und Asthmaanfall?

Kurzwirksame Beta-2-(Sympatho)Mimetika - zum Beispiel Salbutamol

Beta-2-(Sympatho)Mimetika – in der medizinischen Fachsprache auch Bronchodilatatoren genannt, weil sie die Bronchien erweitern – ahmen die Signale nach, die der Sympathikus aussendet, und lösen Herzklopfen und Erweiterung der Atemwege aus. Beta-2-(Sympatho)Mimetika wirken allerdings vorwiegend an der Lunge und weniger am Herzen. Das bedeutet: kaum Herzklopfen, aber weite Bronchien. Deswegen kann dieses Medikament Patienten mit Asthma helfen, die verengten Bronchien wieder zu erweitern.

Die kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika (zum Beispiel Salbutamol, Terbutalin) sind beim akuten Asthmaanfall hilfreich, wenn die Wirkung innerhalb einiger Minuten einsetzen soll. Die Wirkung hält circa vier bis sechs Stunden an.Beta-2-(Sympatho)Mimetika werden, wie alle Asthmamedikamente, vom Arzt verschrieben. Als Spray (Dosieraerosol oder Pulverinhalat) können Sie sie bei Bedarf, also bei Beschwerden oder Luftnot benutzen. Sie erweitern die Bronchien, wirken aber nicht gegen die ständige Entzündungsbereitschaft der Atemwege, das heißt sie bekämpfen die Symptome, nicht aber die Ursache des Asthmas.  Sie werden als schnellwirksames Bedarfsmedikament und nicht zur Vorbeugung eingesetzt. Eine Ausnahme gilt für Beschwerden, die beim Sport entstehen. Vor dem Sportunterricht kann auch ein einzuatmendes Beta-2-(Sympatho)Mimetikum kurzfristig vorbeugen.

Wenn Sie Ihr bronchienerweiterndes Spray zu häufig einsetzen, können sich allerdings Nebenwirkungen, insbesondere Herzrasen, Zittern, Unruhe und Schlaflosigkeit einstellen.

Ein zu häufiger Gebrauch der Bedarfsmedikamente ist ein Zeichen dafür, dass Ihre Asthmaerkrankung nicht gut kontrolliert ist und Sie möglicherweise Ihr vorbeugendes Medikament (Kortisonspray) vernachlässigt haben.

Langwirksame Beta-2-(Sympatho)Mimetika - zum Beispiel Salmeterol

Langwirksame Beta-2-(Sympatho)Mimetika (zum Beispiel Salmeterol, Formoterol) können als Spray (Dosieraerosol oder Pulverinhalat) oder Tablette auch vorbeugend zum Einsatz kommen, gegebenenfalls in Kombination mit Kortison. Diese Möglichkeit ist für ein fortgeschritteneres Stadium geeignet und sollte mit dem Lungenfacharzt abgestimmt werden.

Langwirksame Beta-2-(Sympatho)Mimetika lindern die Beschwerden bis zu zwölf Stunden, wirken allerdings nicht sofort, sodass sie sich bei einem akuten Asthmaanfall nicht zur Therapie eignen.

Mit welchen Medikamenten kann man Asthmaanfällen vorbeugen?

Asthmaanfällen vorbeugen und die ständige Entzündungsbereitschaft in den Atemwegen abschwächen: Das sind die beiden wichtigsten Maßnahmen, um Ihren Beschwerden vorzubeugen oder sie zu lindern. Beides können Sie nach dem jetzigen Stand der medizinischen Erkenntnisse am effektivsten mit den inhalativen (= einzuatmenden) Kortikosteroiden (Kortisonspray) erreichen.

Kortison ist ein Hormon, das der Körper in der Nebenniere auch selber herstellt. Es ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt und führt vor allem in Stresssituationen zur Mobilisierung von Energie.

Zusätzlich reguliert es das Abwehrsystem (Immunsystem) des Körpers und kann Entzündungsreaktionen abschwächen. Das macht man sich bei allergischen Erkrankungen (die ja Folge einer überschießenden Abwehrreaktion sind) zunutze. Auch in den Atemwegen kann Kortison ständige Entzündungsreaktionen oder eine zu starke Entzündungsbereitschaft abschwächen.

Damit ist das Kortison wie kein anderes Medikament geeignet, Ihre Asthmaerkrankung in den Griff zu bekommen. Die gute Wirksamkeit des Kortisons wurde durch viele wissenschaftliche Untersuchungen verdeutlicht. Es hat sich gezeigt, dass Patienten durch eine zuverlässige Vorbeugung mit Kortisonspray Notfallbehandlungen, Krankenhausaufenthalte und nächtliche Husten- beziehungsweise Luftnotattacken vermindern konnten.

Bedenken Sie aber immer: Kortison ist ein Medikament, das auf lange Sicht wirkt und vor gefährlichen Asthmaanfällen schützt (Controller). Eine schnelle wohltuende Wirkung, wie Sie sie von den krampflösenden und bronchienerweiternden Medikamenten kennen, können Sie beim Kortisonspray nicht erwarten. Umso wichtiger ist es, dass Sie dieses vorbeugende und schützende Medikament trotzdem regelmäßig anwenden.

Viele Menschen, die an Asthma erkrankt sind, benutzen ihre Sprays (Dosieraerosole oder Pulverinhalate) zur schnellen Erweiterung der Bronchien zu häufig (Beta-2-(Sympatho)Mimetika zum Beispiel Salbutamol) und ihr Kortisonspray zu selten. Nehmen Sie auch Ihr Kortisonspray zuverlässig und regelmäßig ein. Es kann gut sein, dass Sie dadurch Ihre Medikamente für die akute, schnelle Hilfe seltener brauchen.

Selbstverständlich sollten Sie Kortison nicht zu häufig anwenden. Art (Tablette oder Spray) und Menge (Dosierung) der Einnahme oder Inhalation sollten immer mit Ihrem Arzt abgestimmt sein.

Bei der Behandlung mit Kortison können nicht nur erwünschte, sondern auch unerwünschte Effekte (Nebenwirkungen) auftreten.

Beim Kortisonspray können auftreten:

  • Heiserkeit und
  • Pilzbefall der Mundschleimhaut (Mund-Soor)

Um diese unerwünschten Wirkungen zu vermeiden, sollten Sie Ihren Mund unbedingt ausspülen und die Zähne putzen oder gegebenenfalls etwas essen (zum Beispiel Joghurt), wenn Sie ein Kortisonspray benutzt haben!

Bei der Einnahme von Kortisontabletten über längere Zeit können auftreten:

  • Gewichtszunahme und Anstieg des Blutzuckers (Kortison wirkt auch auf den Eiweiß-, Fett- und Zuckerhaushalt).
  • Störungen im Mineral-Haushalt (zum Beispiel Osteoporose).
  • Die Haut kann bei langer Behandlung dünner werden und schon bei kleinen Verletzungen bluten.
  • Das Entstehen von grauem oder grünem Star kann begünstigt werden.

Wenn Sie Kortisontabletten dauerhaft einnehmen müssen, sollten Sie auf viel körperliche Bewegung und eine ausgewogene Ernährung achten, um die oben genannten Nebenwirkungen abzuschwächen.

Die meisten der genannten Nebenwirkungen treten nur auf, wenn Sie Kortison in Form von Tabletten und über einen längeren Zeitraum einnehmen. Kortison als Spray oder kurzfristige Behandlung des Asthmaanfalls mit Tabletten oder Spritzen verursachen wesentlich seltener und schwächer ausgeprägte Nebenwirkungen.

Die regelmäßige Einnahme von Kortisontabletten sollte nur dann erfolgen, wenn ein schweres Asthma-Stadium vorliegt und wenn man den Beschwerden mit anderen Maßnahmen nicht mehr Herr werden kann.

Kinder sollten Kortison in möglichst geringen Mengen und nur als Spray (nicht als Tablette) zu sich nehmen. Jede Art von Kortisonbehandlung sollte bei Kindern unter kinderärztlicher Kontrolle stattfinden. Dazu gehören beispielsweise regelmäßige Messungen der Körpergröße und - besonders bei Unwohlsein oder plötzlich auftretenden Bewusstseinsstörungen - die Kontrolle des Blutzuckers.

Wenn Sie Ihr Kortisonspray (als Dosieraerosol) häufig gebrauchen oder größere Mengen notwendig sind, sollten Sie einen Spacer einsetzen.

Noch ein generelles Wort zum Kortison: Viele Menschen haben Angst davor, Kortison einzunehmen, weil Sie von "den vielen Nebenwirkungen" gehört haben. Wie bei allen Medikamenten, so muss man auch beim Kortison Nutzen und Schaden gegeneinander abwägen. Bei der Behandlung der Asthmaerkrankung überwiegt sicherlich die Nutzenseite.

Denn

  • als Asthma-Patient nehmen Sie Kortison nur sehr selten als Tablette oder Spritze, sondern meistens als Spray zu sich. Dadurch gelangt das Kortison nur in sehr kleinen Mengen in den Körper und verursacht entsprechend selten beziehungsweise wenig ausgeprägte Nebenwirkungen.
  • für Sie als Mensch mit Asthma ist Kortison das beste Medikament, um häufigen Beschwerden und gefährlichen Asthmaanfällen vorzubeugen und diese abzuwenden.
  • wenn Sie weniger häufig Beschwerden haben, müssen Sie die bronchienerweiternden Medikamente seltener einnehmen.

Weitere Medikamente

Neben Kortison gibt es noch weitere vorbeugende und schützende Medikamente.

  • So wird das bronchienerweiternde, aber mit Nebenwirkungen belastete Theophyllin heute nur noch selten beim Asthma eingesetzt.
  • Auch Antihistaminika und Ketotifen gehören nicht mehr zu den Standardmedikamenten der Asthmabehandlung.
  • Weitere Medikamente, die die Entzündungsbereitschaft herabsetzen, sind die Cromone und Leukotrienrezeptorantagonisten. Auch sie werden normalerweise nur im Einzelfall eingesetzt.

Was ist ein Stufenschema bei der Asthmabehandlung?

Die Anwendung von Medikamenten erfolgt nach einem Behandlungsplan (Stufenschema), in dem unterschiedliche Medikamente oder das Zusammenspiel einzelner Medikamente für unterschiedliche Ausprägungen (Schweregrade) der Beschwerden vorgesehen sind.

Wie das Stufenschema in der Asthma-Therapie eine individuelle Behandlung ermöglicht

Als Patient mit Asthma ist Ihnen diese Beobachtung sicher nicht unbekannt: Es gibt Zeiten, in denen Sie mit weniger Medikamenten gut zurechtkommen, dann wieder bedarf es einer Steigerung der Medikamente, um Atemnot, Husten oder pfeifende Atmung in den Griff zu bekommen. Ihr Arzt orientiert sich dabei an einem wissenschaftlich gesicherten Stufenschema:

Abhängig vom Schweregrad der Beschwerden und deren Kontrolle durch die bisherige Therapie werden im Stufenschema zusätzliche Medikamente in den Behandlungsplan aufgenommen oder die Dosis wird erhöht.

Das Stufenschema der Asthma-Behandlung empfiehlt folgende Schritte: 

  • Stufe 1: Bei nur zeitweiligen Beschwerden (ein- bis zweimal pro Woche): Neben den allgemeinen Maßnahmen wie zum Beispiel dem Vermeiden von Auslösern genügt die bedarfsweise Anwendung eines Reliever-Sprays. Sie nehmen also Ihr schnellwirkendes Spray (zum Beispiel Salbutamol) nur dann, wenn Sie es benötigen.
  • Stufe 2: Wenn Asthma-Beschwerden mehrmals pro Woche auftreten oder das schnellwirkende Spray mehrfach in der Woche gebraucht wird: In dieser Situation wird die zusätzliche und regelmäßige Einnahme eines Kortison-Sprays (Controller) in niedriger Dosis empfohlen. Dadurch kann die Häufigkeit der Beschwerden verringert und der Gebrauch des Reliever-Sprays vermindert werden. Für bestimmte Patienten kann auch die Anwendung des Wirkstoffs Montelukast in Tablettenform sinnvoll sein.
  • Stufe 3: Wenn die Behandlung der Stufe 2 nicht ausreicht, mehrmals pro Woche auch nachts Beschwerden auftreten und/oder schnellwirkende Sprays jeden Tag benötigt werden: Zusätzlich kann nun auch ein langwirksames Beta-2-Sympathomimetikum-Spray verordnet werden, zum Beispiel Salmeterol. Alternativ kann die Dosis des Kortison-Sprays gesteigert oder die Therapie um weitere Substanzen wie Montelukast oder Theophyllin ergänzt werden.
  • Stufe 4: Bei andauernden Beschwerden trotz richtiger Anwendung der Stufe 3-Therapie: Die Dosis des Kortisonsprays sollte gesteigert und das langwirksame Beta-2-Sympathomimetikum beibehalten werden. Alternativ kann die Therapie um weitere Substanzen wie Montelukast oder Theophyllin ergänzt werden.
  • Stufe 5: Beschwerden treten weiterhin auf, obwohl die Medikamente der Stufe 4 regelmäßig zur Anwendung kommen: Erst bei dieser schweren Form des Asthmas ist die zusätzliche Einnahme von Kortison in Tablettenform gerechtfertigt. Bei schwerem allergischem Asthma kommt zusätzlich das Spritzen des Antikörpers Omalizumab infrage.

Was tun im Notfall?

Im Notfall sollten Sie wissen, was zu tun ist! Sie können gemeinsam mit Ihrem Arzt einen persönlichen Selbstbehandlungsplan erarbeiten. Folgende Bausteine kommen in einem solchen Behandlungsplan für den Notfall vor:

  • Ruhe bewahren,
  • Lippenbremse und atemerleichternde Körperhaltung,
  • an die Situation angepasste selbstständige Anwendung eines Medikaments (zum Beispiel Inhalieren eines Bedarfsmedikaments, Einnehmen einer Kortisontablette),
  • Notarzt rufen,
  • darauf achten, dass der Krankentransport sitzend erfolgt.

Eine Einweisung in ein Krankenhaus ist notwendig, wenn:

  • ein lebensbedrohlicher Anfall zu befürchten ist;
  • die Behandlung bei einem hartnäckigen Anfall nicht anschlägt oder
  • wenn bei Schwangeren mit Asthma Verdacht auf Gefährdung des ungeborenen Kindes besteht;
  • wenn bei Kindern (eventuell auch bei Erwachsenen) mit Asthma der Verdacht auf eine schwere Entzündung der Lunge besteht.

Tritt ein Asthmaanfall bei Kindern unter zwölf Jahren auf, bei dem das Kind unter starker Atemnot leidet und gegebenenfalls nicht mehr richtig sprechen kann, ist sofort ein Notarzt zu rufen! Der Hinweis "akute Atemnot" ist für das Notfall-Team hilfreich und sollte bei der Alarmierung des Notarztes gesagt werden.

Um auf eine Notfallsituation vorbereitet zu sein, sollten Sie Ihre Rezepte frühzeitig verlängern und ausreichend Medikamente mit in den Urlaub nehmen.

Hilfreiche Atemtechniken bei Luftnot

Erklärende Grafik: Die Lippenbremse
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Atemtechniken und atemerleichternde Körperpositionen können Sie unter Anleitung in einer Lungensportgruppe oder einer Asthmaschulung erlernen. Dort werden in der Regel auch Techniken für ein leichteres Abhusten (vor allem für Patienten mit chronischer Bronchitis) und Übungen zur Stärkung der Atemmuskulatur eingesetzt.

Erklärende Grafik: Atemerleichternde Körperpositionen
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Beispiel für Selbstbehandlungsplan

Bei:

  • pfeifender Atmung
  • festsitzendem Husten
  • Luftnot
    • Tendenz: schlechter

Peak-flow messen und aufschreiben: _______________________________l/min.

1. Stufe

  • Lippenbremse und Kutschersitz
  • 2 Hübe des Bedarfsmedikamentes oder
  • Beta2-(Sympatho)Mimetikum (______Tropfen) mit Pari inhalieren

2. Stufe

Peak-flow messen und aufschreiben: _______________________________ l/min.

Wenn Beschwerden und Peak-flow nach 5 Minuten nicht besser sind:

Medikamente von 1. Stufe wiederholen

3. Stufe

Peak-flow messen und aufschreiben: _______________________________ l/min.

Wenn Beschwerden und Peak-flow nach 3 Minuten nicht besser sind:

50 mg Kortison als Tablette einnehmen

4. Stufe

Peak-flow messen und aufschreiben: _______________________________ l/min.

Wenn Beschwerden und Peak-flow nach 10 Minuten nicht besser sind:

Notarzt rufen: Telefonnummer 112!

Bitte angeben:

  • Kind oder Erwachsener
  • akute Luftnot

Die Medikamente werden je nach Ausprägung und Verschlechterung der Beschwerden nach einem bestimmten "Stufenplan" eingenommen (nach Bedarf -> Bedarfsmedikamente oder Reliever -> relieve = erleichtern). Man fängt mit bronchienerweiternden Beta-2-(Sympatho)Mimetika als Spray (Dosieraerosol oder Pulverinhalat) an, nimmt frühzeitig eine Kortisontablette dazu und ruft bei schwerer Atemnot einen Arzt. Da die Wirkung von Kortison nicht sofort einsetzt, sollte der richtige Zeitpunkt für die Einnahme der Kortisontablette nicht verpasst werden. Kortisontabletten, einmalig beim Asthmaanfall eingesetzt, verursachen nahezu keine Nebenwirkungen.

Naturheilkundliche Behandlung des Asthmas: Was ist erwiesen?

Viele Menschen wenden alternative Behandlungsmethoden an.

Leider gibt es zu den meisten alternativen Heilmethoden bisher nur wenige oder nur ungenügende wissenschaftliche Erkenntnisse. Folgende Methoden wurden hinsichtlich ihrer Wirksamkeit in der Asthmatherapie untersucht:

Buteyko-Atemtechnik

In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass diese Atemtechnik die Asthmabeschwerden und den Verbrauch von atemwegserweiternden Medikamenten verringern kann.

Akupunktur

Alte Behandlungsform der traditionellen chinesischen Medizin. Durch Nadeln an bestimmten Punkten des Körpers sollen Energieströme beeinflusst werden. Elf Studien mit insgesamt 324 Teilnehmern zeigten keinen Unterschied zwischen richtiger und einer sogenannten "Pseudo"-Akupunktur.

Homöopathie

Nach dem Grundsatz "Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“ werden Krankheiten mit stark verdünnten Substanzen, die der Krankheit ähnliche Symptome hervorrufen, zu heilen versucht. Sechs Studien mit insgesamt 556 Teilnehmern zeigten sehr unterschiedliche Ergebnisse, die bisher eine Beurteilung unmöglich machten.

Manuelle Therapie (zum Beispiel Massage)

Die manuelle Therapie befasst sich mit dem Bewegungsapparat, also mit Muskeln, Sehnen und Gelenken. Verschiedene Methoden sollen auch Asthma-Beschwerden lindern. Aber die bewerteten Studien zur manuellen Therapie waren zu unterschiedlich in Bezug auf die jeweils angewandte Behandlungsmethode, um einen tatsächlichen Nutzen nachzuweisen.

Weitere Therapien, deren Wirkung auf Asthma untersucht wurde:

  • "Alexander-Technik" Atemschulung
  • Relaxationstherapie (beinhaltet: progressive Relaxation nach Jacobson; Hypnotherapie; autogenes Training; Biofeedback-Training; Transzendentale Meditation)
  • Chiropraxis
  • Ernährungsmaßnahmen: Fischöl, Fettsäuren, Mineralstoffsupplementation beziehungsweise -restriktion, Vitamin C-Gabe
  • Hypnose
  • Ionisierer (Raumluftreiniger)
  • Luftfeuchtigkeitskontrolle
  • Phytotherapeutika
  • Speleotherapie
  • Traditionelle Chinesische Medizin

Entweder waren die Studien von unzureichender Qualität oder es zeigte sich kein oder allenfalls nur ein minimaler Nutzen. In einzelnen Fällen wurden auch Neben- oder ungünstige Wirkungen auf das Asthma beobachtet.

Wenn Sie alternative Behandlungsmethoden ausprobieren möchten, sollten Sie:

  • Ihren Arzt über diese Maßnahmen informieren. Dieser kann Ihnen am besten sagen, welche Art der medizinischen Behandlung für Sie die geeignetste ist.
  • Daran denken, dass unerwünschte Nebenwirkungen auftreten können.
  • Skeptisch sein, wenn "Wundermittel" beziehungsweise "Allheilmittel" angepriesen werden. 

Was tun bei Asthma in der Schwangerschaft und Stillzeit?

In der Schwangerschaft gilt für Frauen mit Asthma der Grundsatz: Ein Asthmaanfall ist für Ihr Kind in der Regel ungünstiger als die Medikamente zur Asthmabehandlung!

Deshalb sollte die bisherige Asthmabehandlung weiterhin erfolgen. Die meisten Asthmamedikamente werden ohnehin inhaliert (eingeatmet) und gelangen so nur in winzigen Mengen in den Körper. Keinesfalls sollten Sie aber Theophyllin und Beta-2-(Sympatho)Mimetika (bronchienerweiternde Medikamente) in zu großen Mengen oder zu häufig anwenden, da sie auch beim Ungeborenen Herzrasen verursachen können.

Auf das Rauchen sollten Sie verzichten, denn Rauchen ist für asthmakranke schwangere Frauen und deren Kinder im Mutterleib noch schädlicher als für gesunde Schwangere.

Als werdende Mutter mit Asthma sollten Sie Ihrem Arzt umgehend Bescheid geben, wenn Sie schwanger sind. Es werden dann in der Regel zusätzliche Kontrolluntersuchungen für Kind und Mutter angesetzt. Schwangere und Stillende, die an Asthma leiden, sollten stets mit Ihrem Lungenfacharzt und Ihrem Gynäkologen im Gespräch bleiben.

Da gestillte Kinder weniger häufig an Asthma erkranken, sollten auch Mütter mit Asthma Ihre Kinder stillen. Asthmamedikamente können während der Stillzeit wie üblich eingenommen werden.

Was ist im Urlaub zu beachten?

Damit Sie auch mit Asthma Ihren Urlaub aktiv genießen können, sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:

  • Wenn Sie an allergischem Asthma leiden: Wählen Sie einen Urlaubsort, an dem keine allergischen Beschwerden zu erwarten sind.
  • Bevorraten Sie vor Reiseantritt Ihre Asthmamedikamente in ausreichender Menge. Diese Medikamente sollten in der Originalverpackung bleiben, damit auch Außenstehende den Inhalt identifizieren können.
  • Im Einzelfall kann Ihr Arzt Ihnen auch Notfallmedikamente wie zum Beispiel Kortison-Tabletten oder selbst-injizierbares Adrenalin (Epinephrin) verschreiben.
  • Gerade bei Allergien gegen Insektenstiche sollte ein Notfallmedikament stets griffbereit sein.
  • Bei Flugreisen sollten Sie Asthma-Medikamente im Handgepäck mitführen, damit sie erreichbar sind, wenn die Koffer nicht zugänglich sind oder mit Verspätung ankommen.
  • Asthma-Medikamente sollten nicht zu großer Hitze ausgesetzt werden.
  • Lagern Sie Ihre Medikamente möglichst bei normaler Raumtemperatur. Ein Asthma-Spray kann schnell seine Wirkung verlieren, wenn es zu großer Hitze ausgesetzt ist.
  • Bei Fernreisen kann es sinnvoll sein, eine englischsprachige Krankheitsbescheinigung Ihres Arztes mitzuführen (formlose Bescheinigung) - auch um bei der Zollkontrolle Probleme mit den Medikamenten zu vermeiden.
  • Denken Sie auch beim Passieren mehrerer Zeitzonen daran, Ihren Medikamenteneinnahme-Rhythmus fortzusetzen.