Kokainabhängigkeit

Wegen des hohen psychischen Abhängigkeitspotenzials entwickeln viele Kokainkonsumenten nach Wochen oder Monaten eine Sucht. Die Einnahme von hohen Kokaindosen birgt eine besonders große Suchtgefahr. Bei Crackrauchern kann eine Abhängigkeit bereits nach wenigen Tagen entstehen. Sie ist vor allem durch eine kontinuierliche Dosissteigerung kennzeichnet.

Wird die Droge abgesetzt, kommt es zu Entzugssymptomen wie Müdigkeit, Erschöpfung, Depressionen sowie allgemeiner und sexueller Lustlosigkeit. Anschließend stellt sich ein starkes Schlafbedürfnis ein, auch "Crash“ genannt. Diese Phase kann mehrere Wochen andauern, währenddessen - sowie oft noch darüber hinaus - verspürt der Betroffene häufig ein starkes Verlangen nach der Droge ("Craving“). Die Rückfallgefahr ist entsprechend hoch.

Amphetaminabhängigkeit

Auch Amphetamine können sehr schnell eine starke psychische Abhängigkeit erzeugen. Während der Anwender zunächst Bestätigung und Bewunderung für seine positive Ausstrahlung erlebt, schränkt er später seine sozialen Kontakte immer mehr ein. Um schnellere und intensivere Effekte zu verspüren, wechseln Konsumenten oft zu einer anderen Konsumform, von der Tablette beispielsweise zum Rauchen oder Spritzen. Ein Grund hierfür ist das Nachlassen der Substanzwirkung bei häufigerem Gebrauch, das heißt, der Körper gewöhnt sich an die Substanz. Um dennoch die gewünschten Effekte zu erleben, sind dann Dosissteigerungen oder ein Wechsel der Konsumform nötig.

Typische körperliche Entzugssymptome beim Absetzen von Amphetaminen sind Schlaflosigkeit, Mundtrockenheit, Unruhe, Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen und Krämpfe. Symptome psychischer Natur nach dem Absetzen von Amphetaminen können Stimmungsschwankungen, Angststörungen, Depressivität, aggressives Verhalten, Psychosen mit Beeinträchtigungs- und Verfolgungswahn sowie Suizidgedanken sein. Hinzu kann ein starkes Verlangen nach Amphetaminen kommen.

Abhängigkeitspotenzial für Ecstasy

Bei Konsum von MDMA besteht die Gefahr einer gewissen psychischen Abhängigkeit. Konsumenten, die vor allem die psychostimulierende Wirkung der Substanz suchen, haben ein höheres Risiko. Für sie stellt Ecstasy häufig eine Einstiegsdroge für stärker wirksame Psychostimulanzien wie Amphetamin, Metamphetamin und Kokain dar.