Es wird empfohlen, sich bereits bei kürzeren Zeiträumen registrieren zu lassen. Insbesondere Bank- und Steuerinstitutionen können dies verlangen. Bei einem Einsatz von mehr als drei Monaten muss ein entsandter Mitarbeiter bei der regionalen Dienststelle des Innenministeriums eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Hierfür benötigt er ein gültiges Ausweisdokument und eine Bestätigung seiner Tätigkeit, zum Beispiel in Form seines Arbeitsvertrages. Der Nachweis einer Krankenversicherung ist bei einer Erwerbstätigkeit nicht erforderlich. Ausführliche Informationen zur Anmeldung erhalten Sie bei EURES, dem europäischen Portal zur beruflichen Mobilität. Das Auswärtige Amt hält Sie außerdem über die Reise- und Sicherheitsbedingungen auf dem Laufenden.

Sozialversicherung

Da die Tschechische Republik ein Mitgliedsland der Europäischen Union ist, gelten für Ihre entsandten Mitarbeiter dort weiterhin die deutschen Rechtsvorschriften über die soziale Sicherheit. Dies ist in der Verordnung EG 883/2004 geregelt und gilt für eine Beschäftigung von bis zu 24 Monaten. Um die Weiterversicherung in Deutschland zu gewährleisten, sollten Arbeitgeber vor der Abreise den Fragebogen Entsendung nach Tschechien der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) herunterladen und ausgefüllt an den Sozialversicherungsträger schicken.

Wichtige Informationen erhalten Sie außerdem in der Broschüre Arbeiten in Tschechien der DVKA.

Seit Januar 2018 kann der Antrag auf eine A1-Bescheinigung für Entsendungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) elektronisch gestellt werden. Im Jahr 2019 wird dieses Verfahren für Arbeitgeber verpflichtend.