2022 beträgt die Insolvenzgeldumlage 0,09 Prozent des rentenversicherungspflichtigen Bruttoarbeitsentgelts. 2021 lag die Insolvenzgeldumlage bei 0,12 Prozent.

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Der Referentenentwurf zur "Verordnung zur Festsetzung des Umlagesatzes für das Insolvenzgeld für das Kalenderjahr 2022" begründet die Senkung folgendermaßen:

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) kann durch Rechtsverordnung - mit Zustimmung des Bundesrates und im Einvernehmen mit dem Bundesfinanzministerium (BMF) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) - für jeweils ein Kalenderjahr einen abweichenden Umlagesatz bestimmen. Dadurch sollen Überschüsse oder Fehlbestände ausgeglichen und die Beschäftigungs- und Wirtschaftslage berücksichtigt werden. 

Wenn die Rücklage die durchschnittlichen jährlichen Aufwendungen der vorhergehenden fünf Kalenderjahre übersteigt, soll ein niedrigerer Umlagesatz angesetzt werden. Wenn der Fehlbestand mehr als die durchschnittlichen jährlichen Aufwendungen der vorhergehenden fünf Kalenderjahre beträgt, soll ein höherer Umlagesatz angesetzt werden.

Die Voraussetzungen für einen niedrigeren Umlagesatz für das Jahr 2022 liegen laut Referentenentwurf vor: Der Umlagesatz soll daher auf 0,09 Prozent festgesetzt werden.

Dem Entwurf wurde am 17. Dezember 2021 im Bundesrat zugestimmt. Damit trat die Änderung zum 1. Januar 2022 in Kraft.