Alltagsmasken bieten effektiven Schutz. Während einer Grippewelle oder auch wenn Sie eine Therapie erhalten, die Ihre Immunabwehr schwächt. So schützen Sie sich nicht nur selbst, auch das Umfeld wird vor einer durch Tröpfchen oder Aerosole übertragenen Infektion bewahrt. Während der Coronapandemie hatten wir uns regelrecht daran gewöhnt, nie ohne Maske aus dem Haus zu gehen. Nur: Richtig angenehm ist es selten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Es kneift hinterm Ohr, die Haut reagiert empfindlich. Wer eine Brille trägt, hat oft mit beschlagenen Gläsern zu kämpfen. Mit den folgenden Tipps wird das Maskentragen nicht nur bequemer, sondern auch sicherer.

Maskentypen im Überblick

Damit eine Maske schützen kann, muss sie richtig passen. Oft sitzt sie zu locker und verrutscht oder bedeckt nicht einmal die Nase. Darüber hinaus gibt es beim Kauf von Masken einiges zu beachten, da ihr Schutz auch vom Maskentyp und dem Material abhängig ist. In der Regel sollte eine partikelfiltrierende Halbmaske (FFP) oder ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (wie die OP-Maske) getragen werden, da diese aus besonderen, filternden Vliesen hergestellt werden. Auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) werden die unterschiedlichen Maskenarten im Detail aufgeführt und in ihrer Schutzwirkung ausführlich erklärt.

Sicherer Schutz

Eine richtig getragene, gut abschließende Maske schützt laut Max-Planck-Institut sehr zuverlässig vor Corona: So hat man ermittelt, dass (wenn sowohl der Träger des Virus als auch ein Gesunder sich mit mit FFP2-Masken begegnen) das maximale Ansteckungsrisiko auch nach 20 Minuten selbst auf kürzeste Distanz kaum mehr als ein Promille beträgt. Steht man hingegen nur mit einem Sicherheitsabstand und ohne Maske beieinander, steckt man sich innerhalb von fünf Minuten mit nahezu 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit an.

Gegen beschlagene Brillengläser

Brillenträgerinnen und Brillenträger kennen das gut: Kaum ist die Maske aufgesetzt, schon beschlagen die Gläser. Die wahrscheinlich unkomplizierteste Lösung lautet hier: Die Maske unter der Brille tragen. Je enger sie am Gesicht liegt, desto weniger Luft kondensiert an den Brillengläsern. Besonders gut funktioniert das mit FFP2-Masken, die einen eingenähten Nasenbügel aus Metall haben. Ebenfalls simpel und effektiv: Das obere Ende der Maske einmal nach innen umklappen. So wird der Rand breiter und die Atemluft besser abgefangen. Den gleichen Effekt können Sie auch mit einem Taschentuch erreichen. Dafür wird das Papier der Länge nach gefaltet und horizontal auf den Nasenrücken gelegt. 

Wem das alles nicht genügt, kann zu speziellen Sprays greifen, die das Beschlagen der Brillengläser bis zu 72 Stunden lang reduzieren können. Einen ähnlichen Effekt haben Spülmittel oder Seife. Diese hinterlassen einen feinen Film auf den Gläsern, der die Brille ebenfalls vor dem Beschlagen schützen kann.

Hautirritationen vermeiden

Rötungen, Pickel und Hautirritationen, die durch langes Tragen einer Maske entstehen können, haben mittlerweile sogar einen eigenen Namen: "Maskne", also maskenbedingte Akne . Diese entsteht beispielsweise durch das mechanische Reiben des Materials auf der Haut. Dadurch wird die Hautbarriere beschädigt, sodass Bakterien und andere Keime leichtes Spiel haben. Aber auch die angestaute Feuchtigkeit kann zum Problem werden: Der Schweiß unter der Maske verstärkt den Reibungseffekt und bringt die Haut aus der Balance. Bei Menschen mit sogenannter atopischer Dermatitis ( Neurodermitis ) oder Kontaktallergien können Masken auch zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen führen. 

Zwar lassen sich nicht alle Hautprobleme gänzlich vermeiden, mit der passenden Pflege können Sie ihnen aber zumindest vorbeugen: Dafür sollten Sie im Alltag auf eine sanfte Gesichtsreinigung mit lauwarmem Wasser achten. Empfehlenswert ist außerdem eine dünne Schicht Feuchtigkeitscreme, die die Barrierefunktion der Haut unterstützt. Auch die Art des Mund-Nasen-Schutzes ist entscheidend: Wählen Sie bei empfindlicher Haut am besten eine Maske mit glatten, weichen Oberflächen und sorgen Sie dafür, dass diese stets sauber sind. So schützen Sie Ihre Haut vor Bakterien sowie Schmutz und beugen Pickeln vor.

Gegen Ohrenschmerzen

Besonders unangenehm wird es, wenn die Maske am Ohr drückt. Das passiert vor allem bei dünnen Gummibändern, die hinter den Ohren scheuern können. Auch hier gibt es kreative Lösungen, die schnelle Abhilfe leisten können. Am wichtigsten ist es, den Druck von den Ohren zu nehmen. 

Kein Kneifen mehr

FFP2-Masken lassen sich sehr einfach bequemer machen, indem man die Befestigungs-Gummis anders nutzt: Um die Schlaufen zu entfernen, lösen Sie jeweils rechts und links an der Maske das untere Band aus der Befestigung. Somit haben sie auf beiden Seiten der Maske jeweils ein langes Gummi, das sich nun hinten am Kopf befestigen lässt. Jetzt kann keine zu enge Schlaufe mehr drücken oder zwicken.  

Bei langen Haaren lassen sich die Ohrschlaufen mit Haarspangen fixieren. Bei kurzen Haaren können die Gummibänder mit einer großen Büroklammer hinter dem Kopf zusammengebunden werden, damit sie nicht mehr auf den wunden Stellen aufliegen. Eine gute Alternative sind auch breitere Bänder oder Kopf- und Nackenschlaufen, die um den Kopf herum getragen werden. So wird der Druck sanfter verteilt.

Hörgeräte und Masken

Für Menschen, die auf ein Hörgerät angewiesen sind, stellen Masken eine besondere Herausforderung dar. Nicht nur, weil sie die akustische Verständigung zusätzlich erschweren, sondern auch, weil durch die Gummischlaufen das Hörgerät schnell verrutschen kann. Besonders tückisch ist das Abnehmen der Maske, da hier ein hohes Risiko besteht, das Hörgerät zu verlieren. 

Damit das nicht passiert, können Sie Folgendes ausprobieren: Beim Absetzen die Gummibänder zunächst mit beiden Händen nach hinten ziehen und dann vorsichtig nach oben und seitwärts nach vorne ziehen. Zur Sicherheit sollte danach immer überprüft werden, ob sich die Hörsysteme noch am Ohr befinden. Generell empfiehlt es sich, beim Mund-Nasen-Schutz auf Kopfgummis oder spezielle Maskenhalter zu setzen. Denn durch die Befestigung am Kopf bleibt das Hörgerät an Ort und Stelle und die Gefahr, es zu verlieren, verringert sich deutlich.

Laufende Nase - und jetzt?

Vor allem im Herbst und Winter haben viele von uns mit einer triefenden Nase zu kämpfen. Da kann ein Mund-Nasen-Schutz ziemlich unangenehm werden. Doch auch hier gibt es einfache Hilfen: Zum einen ist es ratsam, ein bis zwei Wechselmasken mitzunehmen. Zum anderen können Sie sich bei einer stark laufenden Nase ein sauberes Taschentuch in die Maske legen. Dieses saugt die Flüssigkeit auf und lässt sich hinterher ganz leicht entsorgen.

AHA+L - Abstand, Hygiene, Alltagsmaske

Mit den obigen Tipps lässt sich das Maskentragen durchaus angenehmer gestalten. Doch generell gilt: Eine Mund-Nasen-Maske ersetzt andere Schutzmaßnahmen nicht! Indem Sie die AHA+L-Regel einhalten, können Sie sich selbst und andere am besten vor einer Infektion schützen .