In allen Wirtschaftsbereichen, in denen ein erhöhtes Risiko für Schwarzarbeit vorliegt, müssen Arbeitgeber vor der eigentlichen Anmeldung bei der Krankenkasse eine sogenannte Sofortmeldung bei Beschäftigungsbeginn abgeben. Dies gilt für alle Arbeitnehmer - auch für Aushilfen. Wird die Sofortmeldung zu spät oder gar nicht abgegeben, drohen bei einer Prüfung durch den Zoll empfindliche Bußgelder.

Die Sofortmeldung ist mit dem Abgabegrund 20 und den persönlichen Daten des Arbeitnehmers direkt an die Datenstelle der Rentenversicherung zu senden. Dies gilt auch für Arbeitnehmer, die geringfügig oder kurzfristig beschäftigt sind. Die Sofortmeldungen für Aushilfen sind nicht an die Minijob-Zentrale zu senden, sondern ebenfalls an die Datenstelle der Rentenversicherung.

Welche Branchen sind davon betroffen?

Betroffen sind beispielsweise:

  • das Schaustellergewerbe
  • das Gaststättengewerbe
  • Hotels und Pensionen
  • Baubetriebe
  • Speditions-, Transport- und Logistikunternehmen
  • sämtliche Sparten der Personenbeförderung wie Bahn- und Busbetriebe, Taxiunternehmen oder Berg- und Seilbahnen
  • Gebäudereiniger
  • die Fleischwirtschaft
  • alle Unternehmen, die sich am Auf- und Abbau von Messen beteiligen
  • Wach-und Sicherheitsgewerbe

Was passiert, wenn die Sofortmeldung nicht abgegeben wird?

Eine nicht oder nicht rechtzeitig abgegebene Sofortmeldung ist ein Meldeverstoß, der eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Das Gesetz sieht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro vor. Die Zollbehörden erlassen regelmäßig Bußgeldbescheide bei fehlender Sofortmeldung.