Auszubildende müssen zum Beschäftigungsbeginn - genau wie "normale" Arbeitnehmer - mit dem Abgabegrund 10 bei der Krankenkasse angemeldet werden. Auch die Jahres- und Unterbrechungsmeldungen müssen wie üblich erfolgen.

Personengruppenschlüssel 102

Damit Auszubildende keinen Nachteil bei der späteren Rentenberechnung erfahren, weil sie zu Beginn ihres Berufslebens ein geringeres Ausbildungsentgelt erhalten haben, wird die Zeit der Berufsausbildung höher bewertet. Daher ist bis Ausbildungsende ein besonderer Personengruppenschlüssel anzugeben: Personengruppe 102 (Seefahrt 141).

Beträgt die Ausbildungsvergütung maximal 325 Euro (Geringverdienergrenze), muss der Personengruppenschlüssel 121 (Seefahrt 144) verwendet werden. In diesem Fall zahlt der Arbeitgeber außerdem die Beiträge zur Sozialversicherung allein.

Sofortmeldung für bestimmte Branchen

Wer Azubis einstellt, muss vor Beschäftigungsbeginn prüfen, ob eine Sofortmeldung abgegeben werden muss. Diese zusätzliche Meldepflicht gilt für Wirtschaftsbereiche, in denen eher mit Schwarzarbeit zu rechnen ist, wie zum Beispiel im Bereich der Gästebewirtung, Hotellerie, beim Bau, Transport oder bei der Gebäudereinigung. Sofern eine Sofortmeldung erforderlich ist, muss sie für Auszubildende mit dem Abgabegrund 20 an die Datenstelle der Rentenversicherung erfolgen.

SV-Nummer ermitteln

Manche Azubis kennen ihre Sozialversicherungsnummer nicht oder können keinen SV-Ausweis vorweisen. In diesem Fall kann der Arbeitgeber die Sozialversicherungsnummer (auch Rentenversicherungsnummer oder RV-Nummer genannt) über das Lohnabrechnungsprogramm bei der Rentenversicherung abfragen. Dafür benötigt er den Namen, die Anschrift, das Geburtsdatum und den Geburtsort des Auszubildenden.

Eine Anmeldung ohne Angabe der Sozialversicherungsnummer ist auch möglich. Dann müssen die oben genannten persönlichen Angaben auch in der Anmeldung aufgeführt werden. Die Krankenkasse ermittelt die SV-Nummer und meldet sie über das maschinelle Verfahren zurück an den Arbeitgeber.