Wer Minijobber beschäftigt, darf ihnen monatlich im Durchschnitt maximal 538 Euro (2023: 520 Euro) zahlen bzw. jährlich maximal 6.456 Euro (2023: 6.240 Euro), ohne dass die Beschäftigung sozialversicherungspflichtig wird. Sollte der Lohn in einem Monat mal über der Grenze liegen, wirkt sich dies in der Regel nicht auf die Sozialversicherungspflicht aus.

Sobald ein Minijob beginnt, müssen Arbeitgeber das zu erwartende regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt für die nächsten zwölf Monate ermitteln. So können sie feststellen, ob eine geringfügige Beschäftigung vorliegt oder nicht.

Auswirkung von erheblichen Schwankungen

In einigen Monaten können die Entgelte schwanken. Bei erheblichen Schwankungen gehen die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung nicht mehr von einem Minijob aus, auch wenn das jährliche Entgelt unter 6.456 Euro liegt. Von erheblichen Schwankungen spricht man zum Beispiel, wenn eine Tätigkeit einige Monate lang in Vollzeit ausgeführt und entlohnt wird, dagegen in den übrigen Monaten stark reduziert ausfällt. Man könnte so nämlich vermuten, dass ein Arbeitgeber eine Beschäftigung künstlich in die Länge zieht, um sie als Minijob deklarieren zu können.

Betriebsübliche Schwankungen

"Normale" Schwankungen hingegen wirken sich in der Regel nicht auf die Sozialversicherungspflicht aus. Dies ist der Fall, wenn der Arbeitgeber begründen kann, wieso es zu den Schwankungen kommt und wieso sie betriebsüblich sind. Urlaubsvertretungen sind ein Beispiel für Entgeltschwankungen durch Mehrarbeit.

Auch nicht vorhersehbare Schwankungen zum Beispiel durch Krankheitsvertretungen sind möglich, ohne dass sie sich auf die Geringfügigkeit auswirken. Ein Minijobber kann die 538-Euro-Grenze in solchen Fällen pro Jahr bis zu drei Monate lang überschreiten.