Kulturelle Vielfalt wächst: Jede 5. Person in Deutschland hat einen Migrationshintergrund (Statistisches Bundesamt). 

Potenzial von Vielfalt nutzen

Mitarbeitende mit Migrationshintergrund bringen oft besondere Stärken mit: Sie sind multilingual, flexibel und kulturell agil. 

Diese Kompetenzen ermöglichen es ihnen, sich zwischen verschiedenen Kulturen zu bewegen und neue Perspektiven einzubringen.

Heterogene Teams lösen Probleme kreativer als homogene Gruppen - das schafft nachweislich einen echten Wettbewerbsvorteil für Unternehmen.

Wenn die Gesundheit kippt

Der Healthy-Migrant-Effect beschreibt ein gut dokumentiertes Phänomen: Zuwanderer:innen kommen oft gesund und hochmotiviert in ein neues Land.

Dies kann jedoch schnell kippen - besonders durch Diskriminierung, soziale Ausgrenzung und chronischen Arbeitsplatzstress. Professorin Sonia Lippke erklärt im Interview die Ursachen und konkrete Lösungsansätze.

Prof. Dr. Lippke im TK-Inter­view

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Prof. Dr. Sonia Lippke ist Professorin für Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin an der Jacobs University in Bremen mit den Schwerpunkten Diversity, Lifelong Learning und Institutional Development. Sie hat selbst in verschiedenen Staaten gelebt und gearbeitet.

Negativen Stress vermeiden

Hohe Belastungen können langfristig überfordern und krank machen. Fachleute sprechen hier von Distress, dem gesundheitsschädlichen Stress.

Die australischen Psychologen Mak und Nesdale (2001) haben untersucht, was diesen verstärkt oder abfedert: Gefühle der Ausgeschlossenheit, Diskriminierung und mangelnde Wertschätzung treiben den Distress massiv nach oben, während Akzeptanz und Anerkennung ihn abfedern.

Diver­sity-Manage­ment erfolg­reich gestalten

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Gutes Arbeitsklima schaffen

Migration führt nicht zwangsläufig zu Distress. Bei guter Unterstützung können Sie negativen Stress und seine gesundheitsschädlichen Folgen minimieren.

Hier sind Sie als Arbeitgeber gefragt: Machen Sie sich die Stressfaktoren von Migration, Mobilität und Globalisierung bewusst.

Schlüsselmaßnahmen im Überblick:

  • Bewusstsein schaffen: Stressfaktoren durch Migration und Globalisierung früh erkennen und adressieren
  • Anerkennung fördern: Kulturelle Eigenarten aller Teammitglieder aktiv wertschätzen
  • Integration von Tag 1: Neue Kolleg:innen direkt in offene Teamdynamiken einbinden
  • Sensibilisierung: Wie unbewusste Stereotype die Zusammenarbeit beeinflussen - und wie Unternehmen dagegen steuern

Ergebnis: Es entsteht eine attraktive Personalstruktur, die Fachkräfte bindet, starke Kundenbindung schafft und ein gesundes Arbeitsklima fördert - ideal für internationale Geschäftspartner.

Prof. Dr. Meyer analysiert den Einfluss von unbewussten Stereotypen auf die Zusammenarbeit und gibt konkrete Tipps zur Sensibilisierung.

Prof. Dr. Bertolt Meyer im TK-Inter­view

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Professor Dr. Meyer ist Geschäftsführender Direktor des Instituts für Psychologie an der TU Chemnitz. Seine Forschungsschwerpunkte liegen bei Diversität und Stereotypen sowie Betrieblichem Gesundheitsmanagement.

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