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Husten ist ein sinnvoller Reflex, mit dem der Körper die Lunge und die Atemwege von Fremdkörpern, Krankheitserregern oder störenden Körpersekreten reinigt. Besonders in Ländern mit viel Staub oder Smog tritt schnell Hustenreiz auf.

Husten tritt auch bei verschiedenen Krankheiten von Hals, Lunge oder Bronchien auf. Im Urlaub begünstigt besonders ein häufiger Wechsel zwischen stark klimatisierten Räumen und hohen Temperaturen im Freien Atemwegsinfekte. Man unterscheidet akuten von chronischem Husten. 

Sind die Bronchien entzündet, spricht man von einer Bronchitis. Eine akute Bronchitis wird häufig durch Viren hervorgerufen, seltener durch Bakterien. Sie beginnt mit einem trockenen Husten.

Wenige Tage später beginnt man, das Sekret abzuhusten. Von "produktivem Husten" spricht man, wenn die Sekretmenge mehr als 30 Milliliter (etwa zwei Esslöffel) pro Tag beträgt.

Welche Ursachen kann Husten haben?

Ein akuter Husten wird in den meisten Fällen durch Erkältungsviren verursacht, die eine Entzündung der Schleimhäute hervorrufen. Die Übertragung der Viren erfolgt durch Tröpfchen, etwa wenn ein Betroffener hustet. Fast jeder Husten fängt trocken an. Nach wenigen Tagen kommt Schleim hinzu. In der nun produktiven Hustenphase wird das Sekret flüssig und kann abgehustet werden.

Ursachen für einen chronischen Husten, von dem man ab einer Dauer von 8 Wochen spricht, können Asthma bronchiale, chronische Nasen- und Nasennebenhöhlenentzündungen und eine chronische Bronchitis (vor allem Raucherhusten) sein.

Wann sollte man wegen des Hustens zum Arzt?

Bei akutem Husten sollten Sie sofort zum Arzt gehen, wenn Sie 

  • Blut im Auswurf feststellen,
  • starke Atemnot, Brustschmerzen oder hohes Fieber haben,
  • starker Raucher sind,
  • sich kürzlich in Ländern, in denen Tuberkulose häufig vorkommt, aufgehalten haben oder Kontakt zu Tuberkulose-Patienten hatten. 

Auch wenn der Husten länger als acht Wochen anhält, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Chronischer Husten kann auf schwerwiegende Erkrankungen wie eine chronisch-obstruktive Bronchitis, Asthma oder Lungenkrebs hinweisen. Außerdem kann der Husten eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente sein. Bei Verdacht auf einen Reizhusten zum Beispiel durch sogenannte ACE-Hemmer zeigt ein Auslassversuch unter ärztlicher Aufsicht, ob die Medikamente tatsächlich die Ursache für den Husten sind.

Das diagnostische Vorgehen unterscheidet sich beim akuten Husten (Regeldauer bis zu drei Wochen, höchstens acht Wochen) und beim chronischen Husten (Dauer über acht Wochen). Liegen keine besonderen Umstände wie zum Beispiel Atemnot oder hohes Fieber vor, sind in der Regel die Anamnese und die körperliche Untersuchung ausreichend. Bei einem chronischen Husten hingegen gehören eine baldige Röntgenaufnahme der Thoraxorgane und eine Lungenfunktionsprüfung zur Diagnostik.

Wie wird Husten behandelt?

Ein akuter, viral bedingter Husten klingt häufig nach einigen Tagen von selbst wieder ab. Hustendämpfende und schleimlösende Medikamente können die Dauer und Schwere der Beschwerden etwas verringern.

Bei einer nachgewiesenen bakteriellen Infektion wird der Arzt Antibiotika verordnen. Bei einem länger dauernden infektbedingten Husten können auch atemwegserweiternde und entzündungshemmende Medikamente sinnvoll sein.

Halten Sie sich möglichst in gut belüfteten Räumen auf und verzichten Sie auf das Rauchen. Unterstützend wirken Schwitzkuren, heiße Getränke, Einreibungen von Brust und Rücken mit Salben, zum Beispiel mit ätherischen Ölen aus Kiefernadeln und Eukalyptus, und weitere Hausmittel.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern Flüssigkeit täglich, um die Schleimhäute feucht zu halten, unterstützt ebenfalls die Genesung.