Nasennebenhöhlenentzündungen zählen vor allem im Winter zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt - rund zehn Prozent der Europäer erkranken jährlich daran. Ein Schnupfen begünstigt die Entstehung, denn damit verstopfen die Nebenhöhlen besonders schnell. Die meisten Erkrankungen verlaufen harmlos.

So verläuft die Erkrankung

Die meisten Nasennebenhöhlenentzündungen haben einen eher leichten Verlauf. Dauern die Beschwerden über mehrere Tage an oder sind sehr stark (zum Beispiel hohes Fieber), konsultieren Sie Ihren Arzt. Er kann eine Nasenspiegelung durchführen und so die Nasenschleimhaut untersuchen. Damit die Nebenhöhlen wieder belüftet werden können und der Schleim abfließen kann, verschreibt der Arzt in der Regel ein abschwellendes Nasenspray. Antibiotika hingegen müssen nur selten verschrieben werden, denn meist sind Viren für die Erkrankung verantwortlich. Dauern die Beschwerden länger als zwei Wochen an, kann der Arzt die Nebenhöhlen auch spülen.

Bestehen die Beschwerden für drei Monate oder länger, sprechen Ärzte von einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung.

Das können Sie selbst tun:

  • Schleim hochziehen statt schnäuzen: Klingt erst einmal überraschend - ist aber die bessere Alternative für die Gesundheit. TK-Experte Dr. Johannes Wimmer erklärt, wieso:

Nase schnäuzen oder hoch­zie­hen?

Der Schleim in der Nase ist wichtig, denn er bindet Bakterien, Viren und Dreck. Dr. Johannes Wimmer klärt die Frage, wohin soll das Ganze entsorgt werden?
  • Viel trinken: Flüssigkeit hält die Schleimhäute geschmeidig und hilft so dabei, den Schleim abzutransportieren. Trinken Sie zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag - am besten Wasser oder Tee. 
  • Kopf hochlagern: Stellen Sie, wenn möglich, das Kopfende Ihres Bettes etwas höher. Dadurch kann der Schleim besser abfließen.
  • Immunsystem stärken: Damit sich die Nebenhöhlen gar nicht erst entzünden, helfen viel Bewegung, frische Luft und vitaminreiche Ernährung.