Für Süchtige dreht sich das ganze Leben um ihr Suchtmittel. 

Andere Aktivitäten als der Drogenkonsum treten immer mehr in den Hintergrund. Sie vernachlässigen ihre Arbeit, machen Fehler, sind unpünktlich und häufig krank. Sie pflegen ihre Freundschaften nicht mehr und geben Hobbys auf. Ihr soziales Gefüge wird brüchiger. Oft kommt es zur Kündigung und zur Scheidung. Ein monotoner Kreislauf von Suchtmittelbeschaffung und -einnahme ist entstanden, der alles andere verdrängt.

Häufig sind Süchtige sozial vereinsamt und haben entweder gar keine zwischenmenschlichen Beziehungen mehr oder nur noch zu anderen Süchtigen. Mit Freundschaft hat das oft nichts zu tun - Kontakte zwischen Süchtigen sind meist Zweckbeziehungen. Psychotherapeuten, Erzieher oder Sozialarbeiter versuchen dann, die sozialen Fähigkeiten des Süchtigen wieder Schritt für Schritt aufzubauen.