Fahrkosten: Das zahlt die TK

Die TK übernimmt die Kosten für bestimmte medizinisch notwendige Fahrten, die im Zusammenhang mit einer Leistung der TK stehen. Ihr Arzt entscheidet, welches Transportmittel Sie nutzen können.

 

Wann übernimmt die TK Fahrkosten?

Die TK übernimmt die Kosten, wenn die Fahrten zwingend medizinisch notwendig sind und mit einer Leistung der TK zusammenhängen. Dies gilt für

  • Rettungsfahrten ins Krankenhaus
  • Krankentransporte mit einem Krankenwagen und
  • Fahrten, die deshalb notwendig sind, weil Sie

    • voll- oder teilstationär im Krankenhaus behandelt werden,
    • im Krankenhaus entbinden,
    • an einer stationären Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme teilnehmen


      oder

    • ambulant behandelt werden und deshalb aus Sicht Ihres Arztes nicht oder nur kürzer stationär behandelt werden müssen. Zusätzlich muss der Arzt noch andere Voraussetzungen medizinisch bestätigen.

Außerdem muss es sich um eine der beiden nächst erreichbaren Einrichtungen handeln oder Ihr Arzt überweist Sie zu einem weiter entfernten Ort.

Muss ich die Fahrkosten vorher genehmigen lassen?

Es kommt drauf an, wohin Sie gefahren werden.

 

Wenn Sie zu einer stationären Behandlung in ein Krankenhaus kommen, brauchen Sie die sogenannte "Verordnung einer Krankenbeförderung" nicht genehmigen zu lassen. Dies gilt auch, wenn Sie zu einer ambulanten Operation oder zu einer Behandlung in eine Tagesklinik fahren.

 

Wenn Sie zum Beispiel ambulant zu einer onkologischen Chemo- oder Strahlenbehandlung fahren müssen, müssen Sie die Verordnung im Voraus zur Genehmigung einreichen. Bitte senden Sie dann die Verordnung im Original an:

Techniker Krankenkasse

20907 Hamburg

Ich muss zum Arzt und kann kein Auto fahren. Übernimmt die TK die Kosten?

Dies ist leider nicht möglich. Die TK übernimmt die Fahrkosten nur in besonderen Ausnahmefällen. Ihr Arzt entscheidet, ob bei Ihnen eine solche Ausnahme vorliegt und verordnet dann die Fahrt. Die Verordnung senden Sie uns zu, da sie vorher genehmigt werden muss. Bitte senden Sie diese an:

 

Techniker Krankenkasse

20907 Hamburg

 

Bei welchen Fahrkosten zur ambulanten Behandlung es sich um "besondere Ausnahmefälle" handelt, hat der der Gemeinsame Bundesausschuss in den Krankentransport-Richtlinien festgelegt. Diese Voraussetzungen sind daher für alle Krankenkassen verbindlich. Die TK übernimmt entsprechend die Kosten für Fahrten

  • zur Dialyse,
  • zur onkologischen Chemo- oder Strahlentherapie sowie
  • zur ambulanten Krankenbehandlung in besonderen Ausnahmefällen - vor allem, wenn Sie

    • sich häufig und über einen längeren Zeitraum behandeln lassen müssen,
    • pflegebedürftig mit der Pflegestufe zwei oder drei der gesetzlichen Pflegeversicherung sind,
    • einen Schwerbehindertenausweis mit dem Vermerk "aG", "BI" oder "H" haben oder
    • zwar keinen solchen Ausweis haben, aber genauso in Ihrer Mobilität eingeschränkt sind und die Behandlung über einen längeren Zeitraum notwendig ist.

Liegt bei Ihnen ein Ausnahmefall vor, ist es am einfachsten, wenn Ihr Arzt Ihnen eine Verordnung ausstellt.

Ich werde stationär im Krankenhaus aufgenommen und werde mit dem Taxi fahren. Beteiligt sich die TK an den Fahrkosten?

Ihr Arzt entscheidet, ob die Fahrt mit dem Taxi notwendig ist.

 

Falls ja, kann er Ihnen die sogenannte "Verordnung einer Krankenbeförderung" ausstellen. Diese geben Sie einfach bei Ihrem Taxifahrer ab. Sie zahlen nur die gesetzliche Zuzahlung in Höhe von zehn Prozent, mindestens fünf Euro und höchstens zehn Euro, jedoch nicht mehr als die tatsächlichen Kosten.

Ich hatte eine Operation im Krankenhaus und muss jetzt zur Nachkontrolle. Übernimmt die TK die Fahrkosten?

Die TK übernimmt die Kosten, wenn eine ambulante Nachkontrolle im Krankenhaus innerhalb von 14 Tagen an maximal sieben Behandlungstagen notwendig ist. Welches Transportmittel notwendig ist, entscheidet Ihr Arzt und stellt dann eine entsprechende Verordnung aus. Diese geben Sie dann direkt dem Transportunternehmen. Sie müssen auch gesetzliche Zuzahlung leisten.

 

Erfolgt die Nachbehandlung in der Praxis des Krankenhausbelegarztes, können Fahrkosten übernommen werden. Wenn Sie jedoch zur ambulanten Nachkontrolle zu Ihrem Arzt fahren, können wir leider keine Kosten übernehmen.

Muss ich für meine Fahrten eine Zuzahlung leisten?

Ja, Sie zahlen für jede Fahrt eine Zuzahlung in Höhe von zehn Prozent, mindestens fünf Euro und höchstens zehn Euro, jedoch nicht mehr als die tatsächlichen Kosten, unabhängig von Ihrem Alter. Dies gilt für jede Fahrt und auch für wiederholt notwendige Fahrten, wie zum Beispiel zur Dialyse.

 

Bei bestimmten Behandlungen, wie zum Beispiel onkologischen Chemo- oder Strahlentherapien brauchen Sie nur für die erste und letzte Fahrt etwas zuzuzahlen.

Übernimmt die TK die Fahrkosten zu meiner ambulanten OP?

Ja, wenn Ihr Arzt Ihnen eine entsprechende Verordnung dafür ausstellt. Die Verordnung geben Sie direkt dem Taxi- oder Krankenwagenfahrer. Dieser rechnet die Fahrt direkt mit der TK ab.

Ich fahre zur Reha, welche Kosten übernimmt die TK?

Mit bestimmten Einrichtungen für Rehabilitation hat die TK einen Abholservice vereinbart.

 

Ob Ihre Kurklinik einen Abholservice hat, teilen wir Ihnen direkt in der Bewilligung mitgeteilt. Sie werden dann zuhause oder aus dem Krankenhaus abgeholt und direkt in die Kurklinik gebracht. Die Kosten für eine selbst organisierte An- und Abreise können wir in solchen Fällen grundsätzlich nicht erstatten.

 

Wenn die Kurklinik keinen Abholservice hat, erhalten Sie mit Ihrer Bewilligung einen Bestellbogen für Ihre Bahnfahrkarte.

 

Organisieren Sie Ihre An- und Abreise selbst, erstattet die TK Ihnen die Kosten, die entstanden wären, wenn Sie den Fahrkartenservice genutzt hätten. Hierfür können Sie den Antrag auf tk.de nutzen. Außerdem beteiligt sich die TK an den Gepäckkosten, wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen und die Rechnung dafür vorlegen.

 

Dauert Ihre Reise im Einzelfall länger als acht Stunden, bezuschusst die TK die Verpflegungskosten. Ist es zwingend notwendig, dass Sie während der An- oder Abreise übernachten, erhalten Sie ein Übernachtungsgeld von der TK.

 

Gibt Ihr Arzt an, dass jemand Sie bei der Anreise begleiten muss oder dass Sie besondere Transportmittel nutzen müssen, ist unter Umständen eine Kostenübernahme durch die TK möglich. Gegebenenfalls überprüft der Medizinische Dienst die Einschätzung des Arztes.

Ich muss zu einer Voruntersuchung ins Krankenhaus. Übernimmt die TK die Fahrkosten?

Die TK übernimmt die Kosten, wenn die Untersuchung innerhalb von fünf Tagen vor der stationären Behandlung an maximal drei Behandlungstagen erfolgt. Sie müssen dann auch keine gesetzliche Zuzahlung leisten.

Kann ich mich von den Zuzahlungen für die Fahrten befreien lassen?

Ja, Sie können einen Antrag auf "Befreiung von den gesetzlichen Zuzahlungen" stellen. Sie brauchen im Kalenderjahr nur Zuzahlungen bis zu Ihrer individuellen Belastungsgrenze zu leisten. Diese beträgt zwei Prozent Ihrer jährlichen Familien-Bruttoeinkünfte. Wenn Sie schwerwiegend chronisch krank sind, beträgt die Grenze ein Prozent.

 

Ihre persönliche Belastungsgrenze können Sie ganz einfach mit dem Zuzahlungsrechner selbst ermitteln.

 

In "Meine TK" haben Sie darüber hinaus die Möglichkeit, ein elektronisches Nachweisheft über Ihre bereits geleisteten Zuzahlungen zu führen. Sobald der persönliche Höchstbetrag erreicht ist, steht Ihnen automatisch der Antrag zur Verfügung.

 

Sie haben noch keinen Zugang zu "Meine TK"? Registrieren Sie sich jetzt und nutzen Sie alle Vorteile.

Mein Kind hat das Bein gebrochen und muss zur Schule. Übernehmen Sie die Kosten für Fahrten zur Schule?

Nein, die Kosten können von der TK nicht übernommen werden. Gegebenenfalls beteiligen sich regionale Behörden, wie zum Beispiel die Schulbehörde, an den Kosten.

Ich werde bald im Krankenhaus aufgenommen und fahre mit dem privaten PKW. Übernimmt die TK die Kosten?

Die TK erstattet die Kosten, die für ein öffentlichen Verkehrsmittel angefallen wären. Alle Fahrpreisermäßigungen werden dabei berücksichtigt. Die Erstattung ist auf maximal 20 Cent je gefahrenen Kilometer begrenzt. Die gesetzliche Zuzahlung wird ebenfalls abgezogen.

Ich habe eine Rechnung über zehn Euro für die Fahrt meines Kindes bekommen. Muss ich die Kosten zahlen?

Ja, bei Fahrkosten muss jeder Versicherte eine Zuzahlung leisten. Hierbei ist das Alter egal.

Ich fahre zur stationären Reha und benötige eine Begleitperson. Übernehmen Sie auch die Fahrkosten für meine Begleitung?

Gibt Ihr Arzt an, dass jemand Sie bei der Anreise begleiten muss, ist unter Umständen eine Kostenübernahme durch die TK möglich. Gegebenenfalls überprüft der Medizinische Dienst die Einschätzung des Arztes.

Ich fahre zu einer stationären Vorsorgekur. Übernimmt die TK die Fahrkosten?

Ja, wenn die Vorsorgekur von der TK gezahlt wird, übernehmen wir auch die Fahrkosten. Grundsätzlich können Sie den Fahrkartenservice nutzen. Sie erhalten mit Ihrer Bewilligung einen Bestellbogen für die Bahnfahrkarte.

 

Organisieren Sie Ihre An- und Abreise selbst, erstattet die TK Ihnen die Kosten, die entstanden wären, wenn Sie den Fahrkartenservice genutzt hätten. Hierfür können Sie den Antrag auf tk.de nutzen.

 

Für die Anreise leisten Sie eine Zuzahlung in Höhe von zehn Prozent der Kosten, jedoch mindestens fünf und höchstens zehn Euro. Eventuell anfallende Verpflegungs- oder Übernachtungskosten sowie die Kosten für den Gepäcktransport darf die TK nicht übernehmen.

 

Bei einer stationären Vorsorgekur ist es grundsätzlich nicht zwingend medizinisch notwendig, dass Sie jemand bei der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln begleitet. Deshalb werden keine Kosten für eine Begleitperson übernommen.