Gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald, der Informations- und Kommunikationsgesellschaft Neubrandenburg und dem Institut für angewandte Versorgungsforschung ermöglicht die TK-Landesvertretung auf digitalem Wege asynchrone fachärztliche Konsile beim Hausarzt. Im Interview spricht die Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern, Manon Austenat-Wied, über die Vorteile und Chancen der neuen Versorgungsform. 

TK: Wie können die Patienten in Mecklenburg-Vorpommern von TeleDermatologie profitieren?

Austenat-Wied: Mecklenburg-Vorpommern ist ein Flächenland mit zwei ausgezeichneten Universitätskliniken. Die Menschen in den großen Flächenkreisen wie zum Beispiel Ludwigslust Parchim, konnten bisher zu wenig von der spezialisierten medizinischen Expertise profitieren. Dermatologische Spezialisten konzentrieren sich vor allem in Zentren und Mittelzentren. Insbesondere für ältere oder körperlich beeinträchtigte Patienten ist der Weg zum dermatologischen Facharzt oft zu weit. Unser Telemedizin-Projekt schafft insbesondere in den dünn besiedelten Regionen Abhilfe.  

Gemeinsam mit der Informations- und Kommunikationsgesellschaft Neubrandenburg haben wir Hausärzte mit einem Tablet und einer speziellen Software ausgestattet, um über eine gesicherte verschlüsselte Verbindung fachärztliche Konsile zu ermöglichen. Die teilnehmenden Fachärzte, zum Beispiel Prof. Michael Jünger aus der Universitätsmedizin Greifswald, können trotz der Distanz die Befunddaten des Patienten einsehen und gemeinsam mit dem Hausarzt die Behandlungsmöglichkeiten besprechen.

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TK: Wie funktioniert die Versorgung im Detail, in Mecklenburg-Vorpommern wurde über die ärztliche Fernbehandlung bisher noch nicht final entschieden? 

Austenat-Wied: Tatsächlich ist Mecklenburg-Vorpommern eines der letzten Bundesländer mit bestehendem Fernbehandlungsverbot. Daher können wir den Patienten noch keine direkte Videosprechstunde anbieten. Mit TeleDermatologie ermöglichen wir asynchrone fachärztliche Konsile. Das bedeutet, dass die niedergelassenen Hausärzte über eine verschlüsselte und nach Datenschutzstandards gesicherte Verbindung mit einem Facharzt kommunizieren. Neben Befundbildern können über die Plattform auch weitere Befunddaten und Patienteninformationen übermittelt werden. Letztendlich lassen wir Daten statt Patienten reisen und zielen darauf ab, unnötige Anfahrtswege und lange Wartezeiten zu vermindern.

TK: Die Patienten ersparen sich durch TeleDermatologie den Weg in die weit entfernte Facharztpraxis, doch bietet das Verfahren auch Vorteile für die Ärzte?

Austenat-Wied: Eine neue Versorgungsform kann nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn auch die Leistungserbringer frühzeitig in den Planungsprozess miteinbezogen werden. Bereits in der Projektentstehungsphase haben wir im engen Austausch mit den Ärzten den optimalen Behandlungspfad ermittelt. Dank der asynchronen Bearbeitungsmöglichkeiten der Anfragen integriert sich TeleDermatologie perfekt in den ärztlichen Alltag.

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