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Bei vielen Kindern wird das Übergewicht liebevoll als "Babyspeck" bezeichnet. Einige Eltern und Großeltern sehen ihre eigenen Kinder und Enkel, die zu Übergewicht neigen, als gesund und gut ernährt an, auch wenn das Übergewicht schon mit bloßem Auge erkennbar ist. Aber wo ist die Grenze zwischen "Babyspeck", der sich verwächst, und Übergewicht, das bleibt? 

Immer mehr Kinder sind zu dick. Verantwortlich ist neben Bewegungsmangel vor allem die Ernährung. Dabei ist es wichtig, die Kleinen an eine gesunde und vor allem abwechslungsreiche Ernährung heranzuführen. Denn Gewohnheiten aus der Kindheit halten meist ein Leben lang.

Wann ist mein Kind zu dick?

Wenn man es genau wissen will, können die sogenannten Perzentilen- oder Wachstumskurven weiterhelfen. Der Kinder- oder Hausarzt kann diese bestimmen und somit Auskunft darüber geben, ob Ihr Kind an Übergewicht leidet. Die Wachstumskurven geben an, welche Werte für den Body-Mass-Index (BMI) in welchem Alter normal sind.

Der Body Mass Index errechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm, dividiert durch das Quadrat der Körpergröße in Metern.

So entsteht Übergewicht

Die Ursachen für Übergewicht sind vielfältig. Das Spektrum reicht von der Genetik bis zu veränderten Lebens- und Essgewohnheiten. Dabei spielt auch ein neues Essverhalten der Gesellschaft eine wesentliche Rolle: Die Außer-Haus-Verpflegung und Fast Food werden immer beliebter, das Essen zu Hause findet seltener statt. Mahlzeiten werden häufig nicht gemeinsam eingenommen, es wird nebenbei statt gemeinsam und bewusst gegessen.

Außerdem sind Kinder und Jugendliche immer weniger aktiv: Eltern chauffieren ihre Kinder mit dem Auto, Aufzüge und Rolltreppen nehmen uns das Laufen ab. Ein weiteres Problem: Jugendliche, die schon zu Übergewicht neigen, sitzen gerne stundenlang allein vor dem Fernseher oder Computer und naschen Fett- und Zuckerhaltiges.

Zuckerhaltige Limonaden

Besonders problematisch sind bei Kindern Softdrinks wie Limonade oder Cola. Was viele Eltern nicht wissen: Diese Getränke bestehen zu zehn Prozent aus Zucker. In einer Literflasche Cola sind etwa 37 Stück Zucker versteckt. Dazu kommt noch, dass neuen Studien zufolge flüssiger Zucker - wie der aus Getränken - nicht satt macht. Die Kalorien speichert der Körper aber trotzdem, obwohl die Sättigung ausbleibt. Dies kann zur Entstehung von Übergewicht wesentlich beitragen. Denn wird die notwendige Energiezufuhr ständig überschritten, speichert der Körper die überschüssige Energie in Form von Fett.

Das können Eltern übergewichtiger Kindern tun

  • Einsicht: Der erste Schritt ist, sich mit dem Thema zu beschäftigen, Übergewicht als krankmachenden Faktor anzuerkennen und es mit professioneller Hilfe in den Griff zu bekommen.
  • Vorbild: Überdenken Sie als Eltern nicht nur die Ernährung des Kindes, sondern auch die eigene Ernährung und das Essverhalten und gehen Sie mit gutem Beispiel voran.
  • Kinder dürfen zwar mitbestimmen, was auf den Tisch kommt - der Chef bleiben aber Sie!
  • Essen Sie mit den Kindern gemeinsam.
  • Sprechen Sie mit den Kindern über Vorlieben und Abneigungen beim Essen.
  • Geben Sie Ihren Kindern Pausenbrote statt Geld mit. Letzteres wird meist nur in Süßigkeiten investiert.
  • Gesundes Frühstück: Versuchen Sie, zu Hause gemeinsam zu essen und schaffen Sie so einen guten Start in den Tag. Für Kinder, die nicht frühstücken wollen: Ein Becher Kakao oder eine Banane sind eine Grundlage, um dann etwas später das "große“ Frühstück zu essen.
  • Ein striktes Verbot von Süßigkeiten nützt wenig. Besser ist es, in einem vernünftigen Rahmen mit Schokoriegeln, Bonbons und Co. umzugehen.
  • Achten Sie auf regelmäßige körperliche Bewegung der Kinder. Am besten, Sie machen gleich mit und gehen mit der ganzen Familie schwimmen oder Fahrrad fahren.