Voraussetzungen für die Kostenübernahme von DiGAs sind das Vorliegen von gesetzlich festgelegten Anforderungen an Sicherheit, Funktionstauglichkeit, Qualität, Datenschutz und Datensicherheit sowie ein Nachweis positiver Versorgungseffekte. Die Prüfung und Zertifizierung erfolgt über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Sind die Kriterien erfüllt, werden die DiGAs in dem "Verzeichnis für Digitale Gesundheitsanwendungen" nach §139e SGB V gelistet.

Definition: Was ist eine DiGA? 

Wesentliche Merkmale, die DiGAs laut dem BfArM aufweisen müssen sind wie folgt definiert:

  • Medizinprodukt der Klasse I oder IIa
  • die Hauptfunktion beruht auf digitalen Technologien 
  • eine DiGA unterstützt bei der Erkennung, Überwachung, Behandlung oder Linderung von Krankheiten, Verletzungen oder Behinderungen.

Was ist der Nutzen einer DiGA?

Wer eine DiGA nutzt, soll dadurch einen medizinischen Nutzen erfahren. Dieser kennzeichnet sich laut DiGA-Verordnung (DIGAV) durch die folgenden Effekte:

  • eine Verbesserung des Gesundheitszustandes 
  • eine Verkürzung der Krankheitsdauer 
  • einer Verlängerung der Überlebensdauer oder
  • einer Verbesserung der Lebensqualität 

Was ist der Unterschied zwischen DiGAs und anderen Gesundheitsapps? 

Nicht jede Gesundheitsapp ist auch eine digitale Gesundheitsanwendung. Eine wichtige Voraussetzung, um eine Zulassung als DiGA zu erhalten, ist die Zertifizierung als Medizinprodukt einer niedrigen Risikoklasse. 

Einige Unterschiede wollen wir nachfolgend aufgreifen, um den Unterschied verständlicher zu machen. 

Gesundheitsapps

Digitale Gesundheitsanwendungen

Handelt es sich um ein Medizinprodukt?

Möglich

Ja 

Findet eine Prüfung durch das BfArM statt?

Nein

Ja

Wird die Anwendung durch Krankenkassen erstattet? 

ggfl. über Selektivverträge

Ja

Ist eine Diagnose nötig?

i.d.R. nein 

Ja

Kann die Anwendung durch einen Arzt/ eine Ärztin verschrieben werden?

Nein 

Möglich 

Ist es ein Präventionsangebot?

Möglich

Immer an Diagnose gebunden

Können zusätzliche Kosten durch In-App-Käufe anfallen?

Möglich 

Möglich 

Informationen für Leistungserbringende: Die DiGA-Verschreibung 

Die Verordnung von DiGAs erfolgt über das gewohnte Muster 16. Damit die DiGA den Versicherten erstattet werden kann, muss eine Diagnose vorliegen und ggf. Kontraindikationen ausgeschlossen sein. Diese finden Sie im DiGA-Verzeichnis

Interessieren Sie sich für die Nutzung einer DiGA, finden Sie in dem Artikel Gesundheitsapps auf Rezept  weitere Informationen. Lesen Sie hier, welche Anwendungen erstattungsfähig sind und wie Sie erfolgreich einen Antrag bei uns stellen. 

Weiterführende Informationen

  • DIGAV: Hier finden Sie die Rechtsverordnung und die Details über die Anforderungen an eine digitale Gesundheitsanwendung
  • Begleitender Leitfaden: Der Leitfaden wurde für Hersteller, Leistungserbringer und Anwender, erstellt und beinhaltet weiterführende Informationen