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Gerade mal nicht erreichbar? Das können wir uns heute kaum erlauben. Rund drei Stunden am Tag verbringen wir durchschnittlich mit unserem Smartphone. Das ergaben die Nutzungsdaten von rund 5.000 Personen, die über die "Menthal-App" ausgewertet wurden. Ein Forscherteam der Uni Bonn hat diese App entwickelt, um das Smartphone-Nutzungsverhalten genauer unter die Lupe zu nehmen.

Habt mich lieb!

Vor allem Apps wie WhatsApp und Facebook lassen uns häufig Nachrichten checken, Videos ansehen oder einfach so rumdaddeln: Das Smartphone hat unser Leben fest im Griff - nicht ohne Grund. Aus der Hirnforschung ist bekannt, dass beim Chatten oder Posten Wohlfühlregionen im Gehirn stimuliert werden, weil Positives wie Likes oder nette Kommentare ein Gefühl von Anerkennung und Zugehörigkeit vermitteln - für soziale Wesen wie uns ist das Belohnung pur und löst Glücksgefühle aus.

Das Belohnungsprinzip macht regelrecht süchtig - wie ein Glücksspielautomat

Andererseits zeigen neue Studien aus den USA erstmals einen Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und Depressionen. Der häufig rauhe Ton im Netz oder ständige Vergleiche mit anderen in den sozialen Medien können durchaus auf‘s Gemüt schlagen.

Dr. Johannes Wimmer: Tipps für eine kleine Smart­phone-Pause

200 Mal schauen wir auf unser Handy - am Tag! Die Folge: Wir können kaum noch abschalten, schlafen schlechter und sind mies gelaunt. Zeit für eine Auszeit. Dr. Johannes Wimmer gibt Tipps für eine digitale Entgiftung.

Wir wissen nie, was uns in sozialen Netzwerken erwartet: Mal werden wir von virtuellen Freunden gelikt, mal schlecht kommentiert oder ignoriert. Dieses Zufallsprinzip lässt uns ständig checken, was auf Facebook, Twitter oder Instagram los ist. Allein die Aussicht auf Positives macht uns kribbelig und ist unser stärkster Motivator für den Griff zum Handy. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang vom Prinzip der zufälligen Belohnung (Random Rewards): Die Aussicht auf eine zufällige Belohnung ist allemal reizvoller als die sichere; ähnlich dem Glücksspiel mit dem "einarmigen Banditen". Dabei buhlen Smartphones mit Tönen, Vibrationen und optischen Effekten ständig um unsere Aufmerksamkeit.

Smartphone-süchtig?

Wer seine Smartphone-Nutzung überprüfen möchte, kann das anonym über eine Testplattform des Instituts für Psychologie und Pädagogik der Uni Ulm tun: