Damit wurde die Gehaltsgrenze im Vergleich zum Vorjahr um 1.600 Euro beziehungsweise 1.248 Euro für Mangelberufe angehoben. Die Höhe der Mindestgehaltsgrenze wird jährlich neu festgelegt und liegt bei mindestens zwei Dritteln der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung.

Wer bereits eine Blaue Karte EU hat, ist von der neuen Mindestgehaltsgrenze nicht betroffen. Nur bei der Verlängerung oder bei einem zustimmungspflichtigen Wechsel des Arbeitsplatzes muss die neue Gehaltsgrenze erfüllt werden. 

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge informiert online über die Voraussetzungen für die Beantragung und über die Rechte, die die Inhaber der Karte damit erhalten. So sind neben dem Mindestgehalt eine akademische Ausbildung oder ein gleichwertiges Qualifikationsniveau des Bewerbers gefordert. Die Arbeitserlaubnis ist auf vier Jahre begrenzt.

Inhaber der Blauen Karte EU können bereits nach 21 Monaten einen unbefristeten nationalen Aufenthaltstitel, auch unbefristete Niederlassungserlaubnis genannt, beantragen, wenn sie unter anderem die hochqualifizierte Beschäftigung in diesem Zeitraum ausgeübt haben und ausreichende Deutschkenntnisse (Niveau B1) vorlegen können. Können nur einfache Deutschkenntnisse (Niveau A1) nachgewiesen werden, ist die Beantragung erst nach 33 Monaten möglich.

Seit 2013 gibt es die Blaue Karte EU. In den ersten fünf Jahren nutzten bislang 76.000 Bewerber aus Drittstaaten diesen Weg für den Eintritt in den deutschen Arbeitsmarkt. Bei Arbeitgebern erfreut sich der Aufenthaltstitel nach Aussagen des BAMF wachsender Beliebtheit.