Beitragsbemessungsgrenze KV und PV

Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der gesetzlichen Krankenversicherung (KV) und Pflegeversicherung (PV) wird von 4.687,50 Euro monatlich bzw. 56.250 Euro jährlich (2020) auf  

  • 4.837,50 Euro monatlich beziehungsweise
  • 58.050 Euro jährlich angehoben.

Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Kranken- und Pflegeversicherung sind nicht nach Ost und West getrennt, sondern gelten bundeseinheitlich.

Beitragsbemessungsgrenze RV und AV

BBG West

Die BBG West beträgt für 2021 in der allgemeinen Rentenversicherung (RV) und in der Arbeitslosenversicherung (AV)  

  • 7.100 Euro monatlich und
  • 85.200 Euro jährlich.

In der knappschaftlichen Rentenversicherung beträgt sie

  • 8.700 Euro monatlich beziehungsweise
  • 104.400 Euro jährlich.

BBG Ost

In den neuen Bundesländern liegt die Beitragsbemessungsgrenze RV und AV Ost bei

  • 6.700 Euro monatlich beziehungsweise
  • 80.400 Euro jährlich.

In der knappschaftlichen Rentenversicherung Ost sind es

  • 8.250 Euro monatlich und
  • 99.000 Euro jährlich.

Jahresarbeitsentgeltgrenze - JAEG

Die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) steigt im Jahr 2021 von 62.550 Euro (2020) auf 64.350 Euro. Hinweis: Zum Jahreswechsel müssen Entgeltveränderungen in die Prognose für das Folgejahr einbezogen werden. 

Bezugsgröße 2021

Auch die Bezugsgröße wird im Jahr 2021 in Ost und West angepasst. Dabei ist zu beachten: Die Bezugsgröße West gilt in der Kranken- (KV) und Pflegeversicherung (PV) bundesweit. Die abweichende Bezugsgröße für den Rechtskreis Ost hat nur Bedeutung für die Renten- (RV), Arbeitslosen- (AV) und Unfallversicherung (UV).

Bezugsgröße West - KV, PV, RV, AV, UV

Für den Rechtskreis West gilt 2021 ein Wert von 

  • 3.290 Euro monatlich beziehungsweise
  • 39.480 Euro jährlich.

Bezugsgröße Ost - RV, AV, UV

Für den Rechtskreis Ost gilt ein Wert von 

  • 3.115 Euro monatlich beziehungsweise
  • 37.380 Euro jährlich.

Durchschnittsentgelt

Das Durchschnittsentgelt in der Rentenversicherung soll angehoben werden: Für 2020 beträgt es 40.551 Euro, 2021 liegt das Durchschnittsentgelt bei 41.541 Euro.

Wie die Rechengrößen festgelegt werden

Für die Herleitung der SV-Rechengrößen für das jeweils folgende Jahr ist entscheidend, wie sich die Bruttolöhne und -gehälter im Jahr davor entwickelt haben. Die den Sozialversicherungsrechengrößen 2021 zugrundeliegende Lohnentwicklung im Jahr 2019 (Veränderung der Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer ohne Personen in Arbeitsgelegenheiten mit Entschädigung für Mehraufwendungen) betrug im Bundesgebiet 2,94 Prozent und in den alten Bundesländern 2,85 Prozent. Entsprechend werden die Rechengrößen für 2021 in West und Ost angehoben.

SV-Rechengrößenverordnung 2021

Die "Verordnung über die Rechengrößen der Sozialversicherung für 2021" wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) erlassen. Bevor sie im Bundesgesetzblatt verkündet wird, muss sie von der Bundesregierung beschlossen werden, und der Bundesrat muss zugestimmt haben. Die Zustimmung ist zwischenzeitlich erfolgt, sodass am 1. Januar 2021 die Werte in Kraft treten können.

Beitragstabelle 2021 und weitere Infos