Prof. Dr. Reinhard Busse wies In seinem Gutachten ( Kernaussagen des Morbi-Gutachtens Professor. Dr. Reinhard Busse (PDF, 288 kB) ) nach, dass bestimmte, RSA-relevante Krankheiten auffällig anstiegen: Vor allem ambulant gestellte chronische Diagnosen werden immer häufiger dokumentiert. Das steht im Widerspruch zu internationalen Vergleichsdaten zur Morbidität in Deutschland. Im Interview erläutert er, warum ein Vollmodell im RSA hier nach wie vor enorme Risiken birgt.

Prof. Dr. Reinhard Busse, TU Berlin

"Das Vollmodell berücksichtigt alle Krankheiten, also auch die, von denen wir wissen, dass sie in Hinsicht auf Manipulation problematisch sind. Dem stellt der Faire Kassenwahlgesetz-Entwurf ein immenses Regelwerk entgegen, das die zu erwartenden Manipulationen wieder eindämmen soll. Dadurch wird das System viel komplexer und intransparenter." 

Prof. Dr. Amelie Wuppermann verfasste ein vielbeachtetes Gutachten zu den Auswirkungen des Morbi-RSA auf die Diagnosedokumentation. Im Interview bewertet sie die geplanten Maßnahmen gegen Manipulation - und erläutert, warum eine einheitliche Aufsicht dafür unverzichtbar ist.

Prof. Dr. Amelie Wuppermann, Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg

"Heute gelten für Kassen, die im selben Markt unterwegs sind und dort direkt miteinander konkurrieren, zwar die gleichen Regeln, deren Einhaltung wird aber teilweise unterschiedlich kontrolliert. Eine einheitliche Durchsetzung dieser Regeln und daher eine einheitliche Aufsicht halte ich für zentral für einen fairen Wettbewerb."

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Wo exakt liegen die Probleme im Morbi-RSA? Und welche Vorschläge hat die TK, diese zu beheben? Mehr Infos dazu auf den TK-Themenseiten zur  RSA-Reform .