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Leitungswasser hat in vielen Ländern keine Trinkwasserqualität. Wasserquellen und Tanks können von Krankheitserregern besiedelt sein. Wer allerdings auf die grundlegende Hygiene achtet, kann viele Erkrankungen vermeiden. 

Wasser, das aus Brunnen oder Oberflächengewässern geschöpft wird, ist oft noch gefährlicher. Lesen Sie hier, wie Sie sich mit einfachen Vorsorgemaßnahmen schützen und so das Krankheitsrisiko senken können.

So schützen Sie sich vor Erregern im Wasser

  • Trinken Sie nur kommerziell abgefülltes Wasser und andere Getränke. Sie sind normalerweise in Ordnung. Achten Sie aber darauf, dass die Flaschen in Ihrer Gegenwart geöffnet werden, damit sichergestellt ist, dass sie nicht wieder aufgefüllt wurden.
  • Viele Keime sind kältestabil. Daher sollten Sie Mixgetränke wie Longdrinks und die dafür notwendigen Eiswürfel nur mit aufbereitetem Wasser herstellen.
  • Es ist häufig sicherer, aus einer frisch geöffneten Flasche zu trinken als aus einem unsauberen Glas oder Becher.
  • Wird Ihnen auf dem Land ein Getränk angeboten, ist es eine gute Idee, um Tee oder Kaffee zu bitten. In der Regel ist das verwendete Wasser abgekocht.
  • Zum Zähneputzen können Sie das zum Trinken aufbereitete Wasser benutzen.
  • Waschwasser aus Wasserleitungen oder Brunnen erfordert keine besondere Behandlung.

Um Wasser zum Trinken aufzubereiten, können Sie es kochen, filtern oder chemische Mittel einsetzen.

Kochen

Wasser, das einige Minuten sprudelnd gekocht hat, können Sie unbesorgt trinken. Da der Dampfdruck von der Höhe über dem Meeresspiegel abhängt, kocht Wasser in größeren Höhen bereits weit unter 100 Grad Celsius. Am besten verwenden Sie hier einen Dampfkochtopf. Das spart auch Brennmaterial.

Da beim Kochen gelöste Gase aus dem Wasser entweichen, hat abgekochtes Wasser einen faden Geschmack. Der Geschmack ist besser, wenn Sie den verschließbaren Vorratsbehälter nur zu etwa drei Viertel füllen. Während der Aufbewahrung im Kühlschrank lösen sich dann aus der überstehenden Luft wieder Gase im Wasser. Sie können auch etwas Salz oder Zitronensaft zufügen.

Alle Vorratsbehälter müssen heiß ausgespült oder besser ausgekocht sein.

Filter 

Mit feinporigen, keramischen Kerzenfiltern lassen sich die meisten Krankheitserreger aus dem Wasser entfernen. Es gibt sie als Aufgussfilter, Filter zum Anschluss an eine Wasserleitung oder als Expeditionsfilter mit Handpumpe. Viren - zum Beispiel die Erreger der Hepatitis A und Kinderlähmung - werden aber nicht durch diese Filter zurückgehalten.

Die Filter sind nur sicher, wenn die Geräte intakt sind und regelmäßig sorgfältig gereinigt werden. Scheuern Sie sie wöchentlich mit einer festen Büste und kochen Sie sie anschließend aus. Ohne eine solche Pflege können Filterkerzen von Krankheitserregern durchwachsen werden.

Es gibt auch Wasserfilter, die die Krankheitserreger durch Silber abtöten. Diese Wasserfilter sind erheblich teurer, müssen aber nur etwa alle vier Wochen ausgekocht werden.

Die verbreitet angebotenen Wasserfilter entziehen dem Wasser nur Mineralstoffe. Sie sind zur Herstellung sicheren Trinkwassers ungeeignet. Das Filtrieren von Wasser durch Ziegenleder, zum Beispiel Fensterleder, ist nur zur Grobreinigung und nicht zum Infektionsschutz geeignet.

Chemische Mittel 

Ist es Ihnen nicht möglich, Wasser abzukochen oder zu filtern, können Sie das Wasser mit chemischen Mitteln aufbereiten. Das ist aber nur in Ausnahmefällen sinnvoll.

Beachten Sie, dass nur optisch klares Wasser durch chemische Mittel keimfrei gemacht werden kann. Vor ihrer Anwendung sollte man sich Gewissheit über das Verhältnis von Chemikalien- zu Wassermenge und die erforderliche Einwirkzeit verschafft haben.

Chlor ist ein wirkungsvolles Mittel, sauberes Wasser keimfrei zu machen. Die Konzentration an freiem Chlor soll 0,2 bis 0,5 Milligramm pro Liter betragen. Die Einwirkzeit beträgt etwa 30 Minuten. Allerdings werden widerstandsfähige Dauerformen von Amöben oder Lamblien, die sogenannten Zysten, durch Chlor nicht unschädlich gemacht. Silber wirkt ähnlich wie Chlor.

Jod wird nicht empfohlen, da es häufig allergische Reaktionen auslöst und Personen mit Schilddrüsenerkrankungen gefährdet.