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Jung und aufgewachsen im westlichen Wohlstand: Auf den ersten Blick fehlt es den Generationen Y und Z an nichts. Und doch stellt sich bei vielen Millennials eine innere Leere und Perspektivlosigkeit ein, die sich zu einer handfesten Sinn- und Identitätskrise auswachsen kann. Statt dem "Mir gehört die Welt" fühlt man sich orientierungslos, niedergeschlagen und überfordert.

So erging es auch den beiden Amerikanerinnen Abby Wilner und Alexandra Robbins in ihren Mittzwanzigern. Ihre Lebenspanik und Versagensängste haben die Autorinnen im 2001 erschienenen Buch "Quarterlife Crisis" beschrieben und damit einen neuen Begriff für die Krise im ersten Viertel des Lebens geprägt. Schon damals - fünf Jahre, bevor das iPhone erfunden wurde - sahen sich die beiden Autorinnen einer Welt mit zu vielen Möglichkeiten und zu hohen Erwartungshaltungen ausgesetzt. Doch die Welt ist seitdem noch viel schnelllebiger, unsicherer und komplexer geworden.

Die Welt wird immer schneller

Eine Entwicklung, die Beobachtern wie Dr. Steffi Burkhart Sorgen macht. „Der Druck ist in den letzten Jahren stark angestiegen, viele haben Angst, in dieser beschleunigten Welt nicht Schritt zu halten“, sagt die Generationenforscherin und promovierte Gesundheitspsychologin.

Dr. Steffi Burk­hart, Gene­ra­tio­nen­for­scherin

Dr. Steffi Burkhart, Generationenforscherin Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Klar, Krisen und Zukunftsängste hat es schon immer gegeben. Aber heute kommen noch ein paar Brandbeschleuniger hinzu: die Digitalisierung, der Innovationsdruck, unbezahlbare Mieten, Gehälter, von denen man nicht leben kann, der Generationenvertrag. Und auch die sozialen Medien erhöhen den Druck. "Im Alter zwischen 20 und 29 vergleichen wir uns sehr stark mit den Lebensrealitäten anderer", erklärt Steffi Burkhart. "Aber genau dieser Vergleich verunsichert und macht uns unzufrieden. Besonders Social-Media-Realitäten sind stark 'gefaked' und verstärken diese negativen Gefühle noch.“

"Bleibt bei Euch und vertraut auf Eure Stärken"

Gründe gibt es also genug, in eine Quarterlife-Crisis zu geraten. Die Frage ist nur: Wie kommt man da wieder heraus? Psychologen sagen, dass jeder Mensch Ressourcen hat, auf die wir in guten wie in schlechten Zeiten bauen können.

Der Weg aus der Krise

Herauszufinden, wo die eigenen Stärken liegen und auf die eigene Kraft zu vertrauen, ist also immer der erste Schritt, um eine Krise zu meistern. Ebenso wichtig ist ein stabiles soziales Netzwerk aus Freunden und Familie. Das gibt Halt in unsicheren Zeiten. 

Mann der mit acht Armen diverse Dinge, wie Aktentasche, Hantel oder Geld jongliert Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

"Wir Menschen können in Situationen selbst nur wachsen, wenn wir lernen, durchzuhalten, im eigenen Tempo und im eigenen Rhythmus zu leben, zu arbeiten, zu lernen und so eine eigene Lebensrealität aufzubauen - unabhängig von gesellschaftlichen Normen, die oftmals eher einschränkend als bereichernd sind", sagt Steffi Burkhart. "Darum stärkt eure Selbstkompetenzen, vergleicht euch weniger mit anderen, und tut das, was euch wirklich Freude macht." Auch ein Stück Gelassenheit tue gut, meint die 35-jährige, "denn rückblickend stellen wir meist fest, es ergibt alles einen Sinn, und die Dinge fügen sich."

Studium, Job, Sport - wenn alles zu viel wird...

... kann manchmal schon eine kurze Pause für Entspannung sorgen. Dafür bieten sich zum Beispiel eine kurze Meditation oder eine Achtsamkeitsübung an. Der Skill "TK Smart Relax" (für Alexa und Google Assistant) bietet passende Techniken.

Zugegeben, dorthin zu kommen, ist ein Entwicklungsprozess, der viele Jahre dauern kann. Menschen Anfang 20 stecken noch mitten im Reifungsprozess. Vielen fällt es schwer, die Grundsatzentscheidungen fürs Leben zu treffen. Umso wichtiger ist es, sich die nötige Zeit für sich selbst zu nehmen. "Wer sich selbst gut kennt, dem fällt es auch leichter, sich in einer Welt der Multioptionalität zurechtzufinden", sagt Burkhart. "Und wer dazu noch flexibel und neugierig bleibt, um Neues zu lernen, ist auf die Veränderungen des 21. Jahrhunderts gut vorbereitet."