StartseiteSozialversicherungMinijobs, Übergangsbereich und kurzfristige Beschäftigungen (Saisonarbeit)Geringfügigkeits-Richtlinien überarbeitet: Die Neuerungen
Geringfügigkeits-Richtlinien überarbeitet: Die Neuerungen
Die Geringfügigkeits-Richtlinien werden regelmäßig überarbeitet und angepasst. Neben der neuen Minijobgrenze seit 1. Januar 2026 enthalten sie auch weitere Neuerungen. Unser Überblick.
Hier geht es direkt zur aktuellen Fassung der Geringfügigkeits-Richtlinien - Fassung vom 5. Januar 2026 (
PDF, 1.5 MB)
Im Vergleich zur letzten Fassung der Richtlinien vom 14. Dezember 2023 wurden einige Neuerungen in die aktuelle Fassung aufgenommen:Mindestlohn und MinijobgrenzeSeit 1. Januar 2026 beträgt der Mindestlohn 13,90 Euro pro Stunde - damit beträgt die Geringfügigkeitsgrenze 603 Euro pro Monat.Zum 1. Januar 2027 wird der Mindestlohn auf 14,60 Euro pro Stunde angehoben - und damit auch die Geringfügigkeitsgrenze auf 633 Euro pro Monat.Kurzfristige Beschäftigungen in der LandwirtschaftWenn landwirtschaftliche Betriebe kurzfristig Beschäftigte einstellen, gelten ab 2026 erweiterte Zeitgrenzen pro Kalenderjahr:Für kurzfristige Beschäftigungen in landwirtschaftlichen Betrieben gilt die Zeitgrenze von 90 Arbeitstagen oder 15 Wochen pro KalenderjahrFür kurzfristige Beschäftigungen in allen anderen Betrieben gilt weiterhin die bekannte Zeitgrenze von 70 Arbeitstagen oder 3 Monate pro Kalenderjahr.Seit Juli 2026: Befreiung von der Rentenversicherung kann wieder aufgehoben werdenSeit dem 1. Juli 2026 können geringfügig Beschäftigte eine zuvor erklärte Befreiung von der Rentenversicherungspflicht einmalig wieder aufheben.Die Minijobber und Minijobberinnen sind dann rentenversicherungspflichtig und zahlen wieder den Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung.Ab wann sind sie dann wieder rentenversicherungspflichtig und was ist bei mehreren Minijobs?Die Aufhebung gilt für zukünftige Abrechnungszeiträume. Das heißt, sie kann nicht für vorherige Monate oder Jahre geltend gemacht werden. Außerdem gilt sie - bei mehreren Minijobs - für alle 603-Euro-Minijobs, die zu dem Zeitpunkt oder danach nebeneinander ausgeübt werden. Die Aufhebung der Befreiung endet erst, wenn kein Minijob mehr ausgeübt wird.Wo stellen Beschäftigte den Antrag?Wenn geringfügig Beschäftigte wieder rentenversicherungspflichtig werden möchten, stellen sie einen Antrag beim Arbeitgeber. Dieser dokumentiert den Eingang des Antrags in den Entgeltunterlagen und meldet die Aufhebung der Befreiung an die Minijob-Zentrale.
Antragsformulare der Minijob-ZentraleWeitere Informationen zur Rentenversicherungspflicht, zur Befreiung und zur Aufhebung der Befreiung finden Sie direkt bei der Minijob-Zentrale:Informationen zur Rentenversicherungspflicht in MinijobsAntrag auf Befreiung von der RentenversicherungspflichtAntrag auf Aufhebung der Befreiung
Übungsleiter- und EhrenamtspauschalenDie Übungsleiterpauschale liegt 2026 bei 3.300 EuroDie Ehrenamtspauschalen liegt 2026 bei 960 Euro.Ab wann gelten die neuen Geringfügigkeits-Richtlinien?Die Fassung vom 5. Januar 2026 ersetzt die Fassung vom 14. Dezember 2023. Sie gilt grundsätzlich seit dem 1. Januar 2026. Die Möglichkeit zur Aufhebung der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht trat abweichend erst zum 1. Juli 2026 in Kraft.Weitere Arbeitshilfen für ArbeitgeberDie vollständigen Geringfügigkeits-Richtlinien - Fassung vom 5. Januar 2026 (
PDF, 1.5 MB)
in der Fassung vom 5. Januar 2026Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat eine Broschüre herausgegeben, in der sich Arbeitgeber umfassend über geringfügige Beschäftigungen informieren können.
GKV-Spitzenverband; BMAS; Datakontext
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