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TK-Dossier 2026: Wie geht's Deutschlands Studierenden?
Die Studierenden von heute sind die Fachkräfte von morgen - und viele von ihnen kommen bereits mit einer deutlich erhöhten Belastung ins Berufsleben. Das zeigt das aktuelle TK‑Dossier 2026 "Wie geht’s Deutschlands Studierenden?" sehr klar: Die psychische Gesundheit der Studierenden hat sich im Vergleich zu 2015 spürbar verschlechtert und verharrt seit der Corona-Pandemie auf einem kritisch hohen Niveau.
Mehr als ein Drittel der Studierenden gilt als Burnout‑gefährdetRund 35 Prozent weisen eine hohe oder sehr hohe emotionale Erschöpfung auf. Hinzu kommt ein verbreitetes Stressniveau, das längst kein Ausnahmezustand mehr ist: 86 Prozent der Studierenden fühlen sich zumindest manchmal gestresst, 41 Prozent sogar häufig. Die mittlere Stressbelastung ist seit 2015 deutlich gestiegen und liegt heute nahe am oberen Ende der Skala.Haupttreiber der BelastungPrüfungen und Klausuren stehen an der Spitze der Stressoren, gefolgt von der Mehrfachbelastung durch paralleles Studieren und Arbeiten, der Angst vor schlechten Noten und finanziellen Sorgen. Viele Studierende organisieren ihren Alltag zwischen Hörsaal, Nebenjob und privater Verpflichtungen - ein Muster, das sich häufig nahtlos in die spätere Erwerbsphase überträgt.Auch bei den gesundheitlichen Beschwerden dominiert das Thema Stress: Am häufigsten genannt werden Stress‑ und Erschöpfungssymptome, Ängste und Sorgen, Kopfschmerzen und Rückenschmerzen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass psychische Belastungen zur zentralen Gesundheitsherausforderung dieser Generation geworden sind - mit klaren körperlichen Begleiterscheinungen.Was bedeutet das für Unternehmen?Neue Mitarbeitende starten zunehmend mit einer vorbelasteten Gesundheitsbiografie ins Berufsleben. Betriebliche Gesundheitsförderung, Angebote zur mentalen Gesundheit und eine gesundheitsförderliche Arbeitsorganisation werden damit zu strategischen Erfolgsfaktoren - sowohl für die Leistungsfähigkeit als auch für Arbeitgeberattraktivität und Bindung junger Talente. Wer früh ansetzt und ein Umfeld schafft, in dem sich Belastungen offen adressieren und reduzieren lassen, investiert direkt in die Zukunftsfähigkeit seines Unternehmens.Im Auftrag der TK befragte Forsa Anfang 2026 rund 1.000 repräsentativ ausgewählte Studierende in Deutschland zu Gesundheitsthemen. Die Auswertung wurde durch Herrn Prof. Dr. Bertolt Meyer der TU Chemnitz vorgenommen. Zusätzlich wurden Arzneiverordnungen von Studierenden durch das aQua-Institut ausgewertet.
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