Im Ausland ist Ihr Mitarbeiter in der Regel weiter nach deutschem Recht rentenversichert, wenn die Bedingungen für eine Ausstrahlung des deutschen Sozialversicherungsrechts vorliegen. Sollte eine Ausstrahlung nicht gelten, gibt es dennoch Möglichkeiten zur Weiterversicherung in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung.

Weitere Details

Einzelheiten zur Rentenversicherung im Ausland sind darüber hinaus im Europarecht und in den Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und vielen Ländern geregelt. 

Diese Möglichkeiten zur Weiterversicherung haben Sie beziehungsweise Ihr Mitarbeiter:

1. Pflichtversicherung auf Antrag

Bei zeitlich begrenzter Beschäftigung im Ausland ist für Deutsche und für Staatsangehörige der EU-Mitgliedstaaten sowie Islands, Liechtensteins, Norwegens und der Schweiz eine Pflichtversicherung auf Antrag möglich. Dabei zahlen ausschließlich Sie als Arbeitgeber während einer Entsendung die Beiträge zur Rentenversicherung. Zudem stellen Sie für Ihren Mitarbeiter den Antrag auf dessen verpflichtende Weiterversicherung in der Rentenversicherung. Dies ist nur bei einem zeitlich begrenzten Auslandseinsatz möglich. Den Antrag stellen Sie vor Beginn der Entsendung bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV). 

Alle wichtigen Informationen zum Thema finden Sie in der Broschüre "Arbeiten im Ausland und im vertragslosen Ausland" beziehungsweise "Working in Germany and in non-contracting states", die Sie bei der DRV kostenlos herunterladen können. Dort können Sie sich auch persönlich beraten lassen.

2. Freiwillige Weiterversicherung

Eine freiwillige Versicherung kann nur Ihr Mitarbeiter selbst bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen. Der freiwilligen Rentenversicherung können auch Deutsche beitreten, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben. 

Bei Ausländern mit gewöhnlichem Aufenthalt im Ausland hängt der Zugang zur freiwilligen Rentenversicherung von bestimmten Kriterien ab. Diese wären zum Beispiel Vorversicherungszeiten und EU-Staatsangehörigkeit oder EU-Wohnsitz. 

Anträge auf die freiwillige Versicherung müssen spätestens bis zum 31. März des Folgejahres nach Beginn der Entsendung gestellt werden.
 
Bei der freiwilligen Weiterversicherung kann Ihr Mitarbeiter die Höhe seines Beitrags im Wesentlichen selbst bestimmen: Er kann den jeweiligen Höchstbeitrag, Mindestbeitrag, Regelbeitrag, halben Regelbeitrag oder eine beliebige Beitragssumme zahlen, die zwischen dem Höchst- und dem Mindestbeitrag liegt. Die Beiträge kann er bis zum 31. März auch rückwirkend für das Vorjahr erbringen.
 
Auch wenn die freiwillige Weiterversicherung auf die gesetzliche Altersrente angerechnet wird, reichen die Beiträge für einen Rentenanspruch wegen Erwerbsminderung nicht aus. Um Anspruch auf Erwerbsminderung zu haben, müssen in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre lang Pflichtbeiträge gezahlt worden sein. 
 
Weitere Informationen finden Sie und Ihre Mitarbeiter in der DRV-Broschüre "Freiwillig rentenversichert: Ihre Vorteile". Die Mitarbeiter der DRV bieten auch hier die Möglichkeit der persönlichen Beratung.