Sachsen-Anhalt ist bundesweit Spitzenreiter bei den Herz-Kreislauferkrankungen. Vorhofflimmern und Herzrhythmusstörungen sind nur zwei von einer Vielzahl anderer Diagnosen in diesem Bereich. Zudem leiden die Betroffenen überdurchschnittlich oft unter Angst- oder Panikzuständen. Verursacht werden diese sogenannten Herzneurosen allein von der Angst, einen neuen Anfall zu erleiden. Im umgekehrten Fall können die seelischen Probleme wiederum auch "echte" Herzbeschwerden hervorrufen.

Um diesen Patienten zu helfen, hat die Techniker Krankenkasse einen Vertrag mit folgenden Partnern geschlossen:

Das psychosomatische Krankheitsbild der Herzneurosen beschert den Betroffenen oftmals unnötige Notfallsituationen. Aufwendige Untersuchungen, Krankenhausaufenthalte und Fehlzeiten am Arbeitsplatz können die Folge sein. Demzufolge kommt es zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität. Gleichzeitig sind sowohl das familiäre als auch das Arbeitsumfeld stark belastet. Im Umkehrschluss verfallen die Erkrankten mitunter dadurch in noch schwerwiegendere Depressionen. Insbesondere nach einem Herzinfarkt gewinnen sie häufig nur schwer wieder Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit. All dies ist für die Betroffenen belastend und schlägt für die Krankenkassen finanziell erheblich zu Buche.

Auf Warnsignale achten

Eine zielgerichtete und fachübergreifende Behandlung soll die Betroffenen in die Lage versetzen, mit ihrer Krankheit umzugehen. Zudem lernen sie, organische und psychische Warnsignale des Körpers richtig einzuschätzen und zu unterscheiden. "Letztendlich wollen wir, dass die Patienten schnell und dauerhaft wieder genesen und eine normale Lebensqualität erreichen. Außerdem spart es den Erkrankten unnötige Krankenhausaufenthalte" so Steffi Suchant, Leiterin der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt.