Mit dem Start der Datenmeldungen an das Hamburgische Krebsregister (HKR) Mitte 2014 wurde das Klinische Krebsregister in Hamburg nach und nach aufgebaut. Es ermöglich, die Qualität in der onkologischen Versorgung auf der Basis objektiver Daten abzubilden. Das bisher bestehende epidemiologische Krebsregister wertet Häufigkeit und regionale Verteilung bestimmter Tumorerkrankungen aus. Vergleichende Informationen zum Krankheits- und Behandlungsgeschehen stehen aber erst mit der flächendeckenden klinischen Krebsregistrierung zur Verfügung. Dafür melden Arztpraxen und Krankenhäuser Diagnose-, Therapie- und Verlaufsdaten ihrer Krebspatienten an das Krebsregister.

Am 21. März stellte die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) die erste Ausgabe des Jahresberichts "Klinische Krebsregistrierung" vor. Die Analysen beziehen sich auf Krebserkrankungsfälle, die von den Hamburger Kliniken und Praxen für die Diagnosejahre 2015 und 2016 an das Hamburgische Krebsregister (HKR) gemeldet wurden. Rund 14.000 erwachsene Patienten wurden im Berichtszeitraum pro Jahr in Hamburg behandelt.

Zitat Maren Puttfarcken

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Maren Puttfarcken

"Die Hamburger Krankenkassen haben den Aufbau des klinischen Krebsregisters konstruktiv begleitet. Ich freue mich, das nun auch der erste Jahresbericht vorliegt. Auch die bundeseinheitlich gültigen Förderkriterien des GKV-Spitzenverbands erfüllt das HKR jetzt schon weitestgehend. Diese hatten wir festgelegt, da die Krankenkassen rund 90 Prozent der Kosten für die klinische Krebsregistrierung tragen."

Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg

Hintergrund

Gesetzliche Basis ist das so genannte Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz (KFRG) vom 3. April 2013. Darin werden die Bundesländer beauftragt, flächendeckende klinische Krebsregister einzurichten. Der Hamburger Senat hatte dies schon 2011 in sein Programm aufgenommen. Anfang April 2013 hatten sich Vertreter der Gesundheitsbehörde, der Ärzte, Kliniken, Kassen und der Krebsgesellschaft mit einer gemeinsamen Erklärung darauf verständigt, die Umsetzung des klinischen Krebsregisters zu unterstützen. Die TK in Hamburg hat sich seitdem aktiv für die Etablierung eines flächendeckenden Krebsregisters eingesetzt.