Das epidemiologische Krebsregister wertet Häufigkeit und regionale Verteilung bestimmter Tumorerkrankungen aus. Vergleichende Informationen zum Krankheits- und Behandlungsgeschehen stehen aber erst mit der flächendeckenden klinischen Krebsregistrierung zur Verfügung. Dafür melden Arztpraxen und Krankenhäuser Diagnose-, Therapie- und Verlaufsdaten ihrer Krebspatienten an das Krebsregister.

Diese Daten über die Krebserkrankungen in der Hamburger Wohnbevölkerung werden seit vielen Jahren vom Hamburger Krebsregister veröffentlicht. Seit September 2018 veröffentlicht das Krebsregister auf seiner Internetseite zusätzlich einen wohnortbezogenen interaktiven Bericht über das Krebsgeschehen. Seit Oktober 2019 werden auch Angaben von Personen erfasst, die in Hamburg behandelt wurden - unabhängig von ihrem Wohnort. Die Analysen im behandlungsortbezogenen interaktiven Bericht beziehen sich auf rund 16.500 in Hamburg onkologisch versorgte Patienten.

Maren Puttfarcken

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Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg

Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg, sagt: "Die Hamburger Krankenkassen haben den Aufbau des klinischen Krebsregisters konstruktiv begleitet. Auch die bundeseinheitlich gültigen Förderkriterien des GKV-Spitzenverbands erfüllt das HKR jetzt schon weitestgehend. Diese hatten wir festgelegt, da die Krankenkassen rund 90 Prozent der Kosten für die klinische Krebsregistrierung tragen."

Die Hamburger Krankenkassen haben den Aufbau des klinischen Krebsregisters konstruktiv begleitet.
Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg

Hintergrund

Gesetzliche Basis ist das so genannte Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz (KFRG) vom 3. April 2013. Darin werden die Bundesländer beauftragt, flächendeckende klinische Krebsregister einzurichten. Mit der Novellierung des HmbKrebsRG am 1. Juli 2014 setzte Hamburg dieses als erstes Bundesland um. Die Aufgabe des Krebsregisters besteht darin, die gemeldeten Informationen auszuwerten und zu veröffentlichen. Als Maßstab für die Krebsregistrierung gelten die bundeseinheitlichen Kriterien zur Förderung klinischer Krebsregister des GKV-Spitzenverbandes. Die TK in Hamburg hat sich von Beginn an aktiv für die Etablierung eines flächendeckenden Krebsregisters eingesetzt.