Die Krankenkassen unterstützen Pflegeeinrichtungen dabei, Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung von Mitarbeitenden einzuführen sowie gesundheitsunterstützende Strukturen zu entwickeln. Die Umsetzung der Maßnahmen dient dazu, die Belastungen von beruflich Pflegenden zu verringern und die Zusammenarbeit im Team sowie die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Die Handreichung soll Einrichtungen Impulse und Hilfestellung geben, um ein individuell passendes Projekt zur Gesundheitsförderung zu entwickeln - orientiert am jeweiligen Bedarf.

Die Krankenkassen unterstützen Pflegeeinrichtungen dabei, Maßnahmen der Gesundheitsförderung einzuführen sowie gesundheitsförderliche Strukturen zu entwickeln. Arbeitsabläufe zu optimieren oder der Umgang mit psychischen und physischen Belastungssituationen sind hier nur zwei von vielen möglichen Ansätzen. Über einen Projektantrag kann eine finanzielle Förderung der Projektmaßnahmen erfolgen. Dieser kann bei jeder Krankenkasse eingereicht werden.

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Starke Pflege braucht gesunde Mitarbeitende

Die Pflegebranche verzeichnet stetig zunehmend Arbeitsbelastungen für die Beschäftigten. Die im Jahr 2019 von den schleswig-holsteinischen Ministerien für Wirtschaft und für Soziales sowie der Bundesagentur für Arbeit durchgeführte Befragung zum Branchencheck Pflege ergab, dass mehr als 40 Prozent des Pflegepersonals mit ihrer beruflichen Situation unzufrieden sind.

Dass Menschen in Pflegeberufen höheren gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt sind, belegt der TK-Gesundheitsreport 2019. Berufliche Pflegende sind mehr und länger krank als Arbeitende aus anderen Berufsgruppen. In Schleswig-Holstein waren Pflegekräfte im Jahr 2018 im Schnitt 23 Tage krankgeschrieben. Das entspricht gegenüber der Vergleichsgruppe aller Beschäftigten etwa acht Tage mehr (15 Tage).

Zu wenig Personal, unregelmäßige Dienstpläne, Zeitdruck und eine hohe psychische sowie physische Belastung - das sind einige Gründe, die berufliche Pflegende schnell an die Grenzen ihrer Belastbarkeit bringen können. 
Dr. Heiner Garg, Gesundheitsminister Schleswig-Holstein

in Anbetracht des demografischen Wandels und den damit einhergehenden Herausforderungen wie dem wachsenden Anstieg von Pflegebedürftigen und dem Mangel an Fachkräften, ist es umso wichtiger die Arbeitskraft des Pflegepersonals auch zukünftig zu erhalten. Daher sollten zunehmend Maßnahmen von Einrichtungsleitungen abgeleitet und in Pflegeeinrichtungen etabliert werden.  

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Sören Schmidt-Bodenstein

"Ein gesunder Berufsalltag ist ein Schlüsselfaktor gegen den Fachkräftemangel. Gelingt es, Menschen in Pflegeberufen den Berufsalltag so zu gestalten, dass er nicht "krank" macht und sich die Arbeitsbedingungen positiv verändern, hilft das nicht nur den Pflegenden und den Gepflegten, sondern ist auch ein Baustein gegen den Fachkräftemangel."

Handreichung Pflege

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