Musik kann die Gesundheit beeinflussen. Sie begleitet uns ein Leben lang - vom Mutterleib an bis ins hohe Alter bereichert sie unser Leben und die Gesundheit. Musik kann Gefühle beeinflussen, kann Freude verstärken, kann Stress abbauen und aktivieren.

Musik hilft zu heilen. Zum Beispiel kann Musik nach einem Schlaganfall die Therapie von Bewegungs- und Sprachstörungen unterstützen. Manche Patienten können sogar wieder sprechen lernen: mit der Melodischen Intonationstherapie.

Musik kann auch krank machen

Lampenfieber und Aufführungsängste machen vielen Musikerinnen und Musikern das Leben schwer. Mindestens jeder vierte Orchestermusiker - manche Studien meinen sogar, mehr als jeder zweite - leidet unter Aufführungsangst.

Wird mehrere Stunden am Tag angespannt geübt und gespielt, treten häufig Schmerzen der Muskulatur im Rücken- und Nackenbereich auf.

Das in der Musikermedizin behandelte Spektrum an Diagnosen beinhaltet Krankheitsbilder aus allen medizinischen Fachgebieten - am häufigsten jedoch Erkrankungen des Bewegungsapparats, der Bewegungssteuerung oder Stimmbeschwerden.

Vorbeugen hilft gesund zu bleiben

Damit solche Beschwerden erst gar nicht entstehen, hat die TK zusammen mit der Stiftung Internationale Musikschulakademie Kulturzentrum Schloss Kapfenburg und dem dazugehörenden Zentrum für Musik, Gesundheit und Prävention ein niedrigschwelliges Angebot zur Gesundheitsförderung geschaffen.

Die Projekte "gesund musizieren" und "gesundes orchester" wenden sich an Musiker, Dirigenten, Orchesterleiter oder Stimmführer in Regional-, Landes- sowie Bundes- und Leistungsorchestern. Sie werden zu Mentoren ausgebildet und agieren in ihrem jeweiligen Orchester als "Gesundheitsmanager".

Ihre Aufgabe ist es, die Mitglieder des Orchesters für die Thematik der Musikergesundheit zu sensibilisieren und praktische Elemente in den Probenalltag zu integrieren.

Das Projekt "gesunde musikschule" verfolgt das Ziel, die Erkenntnisse der Musikermedizin und Musikphysiologie alltagstauglich und praxisnah in den Musikschulunterricht zu integrieren. Den Nachwuchsmusikern wird ein solides Grundwissen über Stressbewältigungstechniken, physiologische Haltung am Instrument und andere Bewegungserfahrungen in Ergänzung zum Instrumentalspiel weitergegeben. So kann Haltungsschäden und Überlastungen, aber auch mentalen Problemen, wie zum Beispiel Auftrittsängsten, vorgebeugt werden.

Die TK möchte, dass das Musizieren für keinen Musiker und keine Musikerin belastend ist und unsere Kinder und Jugendlichen auch in Zukunft gesund und mit Freude ihr Instrument spielen können.