Coronavirus-Hotline der Techniker 

Versicherte der Techniker können sich mit medizinischen Fragen auch direkt an die Coronavirus-Hotline des TK-ÄrzteZentrums wenden. 

Telefon: 040-46 06 - 61 91 60 (Montag bis Freitag von 8 - 20 Uhr). 

Oder nutzen Sie die "TK-Doc"-App und chatten Sie mit den Ärzten des TK-ÄrzteZentrums.

Wie kommt das Coronavirus in den Körper?

Jeder Mensch scheidet beim Sprechen feinste Tröpfchen aus. Wer mit Sars-CoV-2infiziert ist, gibt über diesen Sprühnebel den Erreger unbemerkt an andere weiter - beim Niesen oder Husten sogar über eine Entfernung von bis zu zwei Metern. Diesen Vorgang nennt man Tröpfcheninfektion. Über die Schleimhäute von Mund, Nase und Augen gelangen die versprühten Viren dann in den nächsten Körper -  die Ausbreitung nimmt ihren Lauf.

Tröpfcheninfektionen gelten als Hauptübertragungsweg, darum ist Abstand halten die wichtigste Schutzmaßnahme. Sie sind aber nicht der einzige Weg. Auch Schmierinfektionen sind möglich, also die Übertragung des Virus über Gegenstände, zum Beispiel Türklinken. Deshalb ist es so wichtig, sich nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht zu fassen. Mehr Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten des Bundesamtes für Risikobewertung.

Sars-CoV-2 dockt im Rachen an

Anfangs dachte man, dass Sars-Cov-2 ausschließlich die Lunge befällt. Inzwischen wissen wir: Es vermehrt sich zunächst im Rachen. Darum ist es auch ansteckender als sein Verwandter SARS-CoV, weil es sozusagen von Rachen zu Rachen weitergegeben wird.

Sars-CoV-2 gehört genau wie SARS-CoV zur Familie der Coronaviren. Sie heißen so, weil ihre vielen Zacken an eine Krone erinnern. Mit diesen Zacken, die perfekt an den Zellrezeptor passen wie ein Schlüssel ins Schlüsselloch, tarnt sich das Virus als harmloses Protein und dringt so mühelos in eine menschliche Zelle ein. Hier übernimmt es nach und nach die Kontrolle, schreibt mit seinem Genom das zelleigene Bauprogramm um, und verwandelt seinen Wirt in nur wenigen Stunden in eine Virenfabrik. Eine Kopie nach der anderen wird ausgespuckt, bis es so eng wird, dass kein Platz mehr für alle ist: Die Zelle zerfällt in Einzelteile. Jetzt können die Viren ausschwärmen und weitere Zellen infizieren.

Die ersten Symptome nach der Infektion 

Seit dem ersten Kontakt mit dem Virus ist das Immunsystem aktiv. Fresszellen werden losgeschickt, um die unerwünschten Eindringlinge zu vernichten. Die Reaktionen des Immunsystems bekommen wir als Husten, Halsschmerzen oder Fieber zu spüren.

Ausbreitung bis in die tiefen Lungenzellen möglich

Die Fresszellen schaffen es jedoch nicht, das Virus sofort zu eliminieren, die Viren breiten sich weiter aus und wandern schließlich in die unteren Atemwege. Unterdessen läuft das Immunsystem auf Hochtouren. T-Zellen werden aktiviert. Diese und weitere Immunzellen schütten dutzende Enzyme aus. Durch manche Enzyme reagiert der Körper mit steigendem Fieber, durch andere werden neben den Viren auch die Zellen der Lunge zerstört.

Aktuelles zur Corona-Krise

Alles Wichtige zum Coronavirus und über unsere Services und Angebote in der aktuellen Krisensituation.

Es kommt zu einer Lungenentzündung. Die befallenen Areale schwellen an, Flüssigkeit sammelt sich im Lungengewebe, Schleim, der sich bildet, kann nicht mehr abfließen. Der Sauerstoff wird knapp. Die Patienten leiden unter Luftnot und atmen immer schneller. In besonders schweren Fällen droht ein akutes Lungenversagen.

Patienten mit so schweren Symptomen sind daher oft auf eine künstliche Beatmung angewiesen. In dieser kritischen Phase ist nicht allein das Immunsystem entscheidend für den weiteren Verlauf. Auch das Herz-Kreislaufsystem wird jetzt enorm belastet ist. Je fitter die Patienten sind, desto größer die Heilungschancen.

Schwere Krankheitsverläufe und Sterblichkeit

Nachgewiesenermaßen sind ältere und Menschen mit Vorerkrankungen gefährdeter für einen schweren oder gar tödlichen Krankheitsverlauf. Dennoch können auch junge und ansonsten gesunde Menschen schwer erkranken oder sterben. Warum das so ist, das versuchen Wissenschaftler gerade herauszufinden. Eine aktuelle Hypothese besagt, dass die Infektion in manchen Fällen nicht wie üblich im Rachen beginnt, sondern in der Lunge, möglicherweise dann, wenn eine hohe Virendosis eingeatmet wurde. 

Antikörper schon nach einer Woche

In der Regel bildet der Körper schon etwa eine Woche nach der Infektion Antikörper gegen das Virus, und zwar mit hoher Zuverlässigkeit, wie Forscher herausgefunden haben. Nach weitläufiger Expertenmeinung sind die Menschen nach einer überstandenen Infektion immunisiert und können sich nicht ein zweites Mal anstecken.