Laut Bundesministerium für Gesundheit (BGM) wurden bis heute weltweit über 76.700 Erkrankungsfälle gemeldet. Mehr als 2.200 Menschen sind verstorben, die meisten davon in China. In der chinesischen Provinz Hubei ist seinerzeit die Krankheit zum ersten Mal aufgetreten. 

In Deutschland wurde das Virus bisher bei 16 Menschen nachgewiesen - 14 davon kommen aus Bayern.  

Das chinesische Coronavirus stammt aus der gleichnamigen Virenfamilie, die harmlose Erkrankungen hervorrufen kann wie etwa Erkältungen, aber auch gefährliche Atemwegsinfektionen wie Sars und Mers. Das aktuelle Virus löst Symptome aus, die einer starken Erkältung ähneln wie etwa Husten, Fieber und Schüttelfrost bis hin zu einer Lungenentzündung, medizinisch Pneumonie genannt.

Da sich das Coronavirus immer weiter ausbreitet, haben Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine "Gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite" (PHEIC) ausgerufen. Der Grund seien nicht die Erkrankungsfälle in China, sondern die Ausbreitung des Virus in anderen Ländern. Um die Verbreitung einzudämmen, empfiehlt die WHO ihren 194 Mitgliedsländern bestimmte Maßnahmen. Hierzu zählen beispielsweise Informationskampagnen oder auch Kontrollen an Flughäfen.

Die Krankheit heißt aktuell Covid-19

Das neuartige Coronavirus, das zunächst 2019-nCoV genannt wurde, heißt jetzt SARS-CoV-2. SARS steht dabei für "Schweres Akutes Atemwegssyndrom". Der Name weist auf die enge Verwandtschaft zum SARS-Virus hin, das 2002/2003 eine Epidemie ausgelöst hatte. Auch die Lungenkrankheit, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst werden kann, hat einen neuen Namen bekommen. Sie wird nun Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) genannt.

Nach Informationen der WHO gibt es noch „keine bekannte wirksame Therapie“ gegen Covid-19. In den meisten Fällen klingen die Symptome aber von alleine wieder ab.  

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Für uns ist die Gefahr noch gering

Insgesamt schätzt das Robert-Koch-Institut (RKI) das Risiko für die Bevölkerung in Europa und in Deutschland trotz allem weiterhin als gering ein. Diese Einschätzung teilt laut BMG auch das Europäische Zentrum für Krankheitsprävention und -kontrolle (ECDC). Die meisten Menschen, die bisher an der neuartigen Lungenkrankheit gestorben sind, waren ältere Patienten mit schweren Vorerkrankungen. 

Laut BMG sei Deutschland bestmöglich vorbereitet. Das Land verfüge über ein sehr gutes Krankheitswarn- und Meldesystem und Pandemiepläne. Eine Pandemie bezeichnet die weltweite Ausbreitung einer Erkrankung. In der Forschung würden nationale und internationale Experten eng zusammenarbeiten. Über die "Coalition for Epidemic Preparedness Innovations", kurz CEPI, werde bereits die Forschung zu einem Impfstoff koordiniert.

Reisen möglichst vermeiden

Das Auswärtige Amt (AA) warnt zurzeit davor, in die chinesische Provinz Hubei zu reisen. Zudem wird empfohlen, nicht notwendige Reisen nach China zu verschieben. Wer dennoch vorhat, nach Asien zu reisen, sollte die allgemeinen Hygienemaßnahmen beachten, die die WHO empfiehlt. Diese Maßnahmen werden generell für jeden empfohlen, um sich beispielsweise auch vor einer Grippe zu schützen. Die wichtigsten Punkte sind:

  • Waschen Sie sich möglichst oft die Hände mit Wasser und Seife.
  • Vermeiden Sie engen Kontakt mit Personen, die husten, niesen oder Fieber haben.
  • Husten oder niesen Sie in ein Taschentuch oder den gebeugten Ellenbogen.  
  • Wenn Sie Fieber, Husten und Atembeschwerden haben, suchen Sie frühzeitig einen Arzt auf.

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