Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung e.V. haben den Deutschen Diabetes-Risiko-Test (DRT) entwickelt und 2014 aufgrund von Ergebnissen einer weiteren Studie verbessert. Er ist schnell und einfach durchzuführen sowie sehr aussagekräftig. Berücksichtigt werden unter anderem Faktoren wie Alter, Ernährung, Rauchverhalten, Bewegung, Taillenumfang und neu auch Diabetes in der Familie.

Beim Testergebnis ist Folgendes zu bedenken: Auch Menschen mit einem geringen Risiko können eine Diabeteserkrankung bekommen. Menschen, die ein hohes Risiko tragen, können dagegen gesund bleiben. Das Vermeiden oder Vermindern von Risikofaktoren bedeutet daher keine Garantie, nicht zu erkranken. Umgekehrt gilt: Wer sich vielen Risikofaktoren aussetzt, muss nicht unweigerlich an einem Typ-2-Diabetes erkranken.

Der Diabetes-Risiko-Test ist wissenschaftlich abgesichert, kann aber dennoch einen Teil der Faktoren nicht berücksichtigen, die zur Entstehung einer Diabetes-Erkrankung beitragen. Dabei handelt es sich um erbliche oder zum Teil noch nicht bekannte biologische Faktoren.

Der Diabetes-Risiko-Test zeigt aber, wie man persönlich zur Vermeidung dieser Erkrankung beitragen kann, indem man seinen Lebensstil ändert.

Wichtig zu wissen: Jeder kann sofort damit anfangen, etwas für sich zu tun. Mit folgenden einfachen - aber sehr wirkungsvollen - Maßnahmen lässt sich bereits sehr viel für die eigene Gesundheit erreichen.

  • Auf gesunde Ernährung achten. Angesagt sind mehr Vollwertkost und weniger Fett.
  • Übergewicht abbauen. Wer zu viel Pfunde auf die Waage bringt, sollte abnehmen (mindestens fünf Prozent des Körpergewichts). Das Erfolgsrezept für eine schonende und vor allem dauerhafte Gewichtsabnahme lautet bewusster, gesünder und weniger essen. Irgendwelche Spezialdiäten und Gewaltkuren zeigen meist nur kurzfristig einen Effekt.
  • Viel bewegen. Mangelnde körperliche Aktivität ist ein Problem, das bisher deutlich unterschätzt wurde. Tatsächlich ist Bewegung der Schlüssel für eine gute Zuckerverwertung und auch die Fette und der Blutdruck verbessern sich. Wer zum Beispiel an mindestens fünf Tagen pro Woche 30 Minuten spazieren geht (zügiges Schritt-Tempo), fördert bereits gezielt seine Gesundheit.