Gewalt gegen Kinder und Jugendliche

Vernachlässigung und Misshandlung bei Kindern und Jugendlichen erkennen und verhindern.

Jede Woche sterben in Deutschland drei Kinder durch Gewalt oder Vernachlässigung. Das zeigt die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik.

 

Die Zahl der Kinder, die täglich körperlich oder seelisch misshandelt werden, ist deutlich höher. Meist geschehen die Übergriffe im familiären Umfeld. Diese Kinder brauchen schnelle und kompetente Hilfe. Egal ob es sich um Verwahrlosung, Vernachlässigung, Misshandlung oder sexuellen Missbrauch handelt.

 

Gewalt gegen Kinder verursacht aber nicht nur vielfaches individuelles Leid, sie untergräbt auch das Fundament, auf dem die Gesellschaft steht. Mit ihrem Leitfaden zum Umgang mit "Gewalt gegen Kinder" möchte die Techniker Krankenkasse (TK) dazu beitragen, dass Kinder gewaltfrei aufwachsen können - und das bereits seit 1999. Er richtet sich an Ärzte, Erzieher, Lehrer und alle, die mit Kindern arbeiten.

Darüber hinaus hat die TK den Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) bei der Erstellung der Broschüre gegen Kindesmisshandlung unterstützt..

Internetportal für NRW

Neben dem Leitfaden haben wir daher ein eigenständiges Internetportal entwickelt, das auf große Resonanz stößt. Dort finden sie zusätzlich ein umfangreiches Adressverzeichnis von Einrichtungen und Initiativen, die sich um Kinder kümmern und bei Verdachtsfällen weiterhelfen können.

Cybermobbing

Die dritte Auflage des Leitfadens ist ebenso wie das Internetportal um ein Kapitel mit Informationen und Hilfestellungen zum Thema "Cybermobbing" ergänzt worden. Erstellt wurde es von Experten des Instituts für Psychologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Dass diese neue Form von Gewalt unter Jugendlichen kein Randphänomen mehr ist, zeigen die Ergebnisse zweier Forsa-Umfragen zu Cybermobbing im Auftrag der TK.

 

Danach waren 32 Prozent der befragten Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren in Deutschland bereits einmal Opfer einer Cybermobbing-Attacke. In NRW liegt die Quote sogar bei 36 Prozent. Jeder fünfte Schüler wurde im Internet oder per Handy direkt bedroht oder beleidigt. Jeder Sechste litt unter Verleumdungen und bei rund zehn Prozent kam es zu einem Missbrauch der Internetidentität.

 

Die TK hat die wichtigsten Ergebnisse der bundesweiten und nordrhein-westfälischen Umfragen in zwei Foliensätzen zusammengefasst.