Schlaf gut, Deutschland

Die Menschen in Deutschland sind ein ausgeschlafenes Volk. Zwei von drei Erwachsenen schlafen gut oder sehr gut, allerdings kommt ein Viertel der Erwachsenen (24 Prozent) hierzulande nicht auf die von Gesundheitsexperten empfohlenen sechs Stunden Schlaf. Das geht aus der Studie "Schlaf gut, Deutschland" hervor.

 

Jetzt das Video herunterladen

 

Jeder Dritte schläft danach nur mittelmäßig, schlecht oder sehr schlecht. Überdurchschnittlich hoch ist der Anteil der Schlecht-Schläfer unter den Berufstätigen mit unregelmäßigen Arbeitszeiten oder Schichtdienst. Von diesen sogenannten Flex-Beschäftigten klagen sogar 40 Prozent der Umfrageteilnehmer über schlechte Schlafqualität, die Hälfte schläft höchstens fünf Stunden. Wer nicht ausreichend schläft, wird krank und gefährdet nicht nur die eigene Gesundheit, wenn Unfallrisiko und Fehlerquote im Job steigen, so die Ergebnisse der Studie.

 

Schlaf ist wichtig für Gesundheit und Gesellschaft

TK-Schlafstudie 2017 - TitelbildDer Mensch muss sich erholen, um kreativ und leistungsfähig zu sein. "Im Schlaf sortiert das Gehirn seinen Zwischenspeicher. Dafür muss das System herunterfahren, das ist im laufenden mentalen Betrieb nicht möglich", so TK-Chef Dr. Jens Baas. "Gerade in einer Wissensgesellschaft wie der unseren ist erholsamer Schlaf nicht nur physiologisch, sondern auch gesellschaftlich wichtig. Deshalb sollten wir unser Schlafverhalten optimieren, nicht rationalisieren." Schlaf gehört nach einer früheren Auswertung der TK zu den Themen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, die derzeit am meisten bei der Krankenkasse nachgefragt werden.

 

TK-Schlafstudie 2017 (PDF, 1,1 MB)

 

Immer mehr Flex-Beschäftigte = Schicht mit Schlaf?

Laut der Studie liegt der Anteil der Flex-Beschäftigten in Deutschland mittlerweile bei 30 Prozent. Und der Bedarf steigt mit dem Anspruch der Verbraucher, rund um die Uhr alles erledigen zu können. Digitalisierung und internationale Märkte fördern Produktion, Handel und Logistik, verändern auch die Arbeitswelt und die Anforderungen an die Beschäftigten.

 

"Schlafmangel kann Krankheiten begünstigen"

Jetzt das Video herunterladen

 

Innere Uhr lässt sich nicht verstellen

Die innere Uhr des Menschen tickt im Tag-Nacht-Rhythmus, ist also am Tag auf Aktivität und in der Nacht auf Ruhe programmiert. Sie lässt sich bei allem gesellschaftlichen Hang zur Selbstoptimierung nicht verstellen. So geben 42 Prozent der Schichtarbeiter in der TK-Schlafstudie an, dass sie Umstellungs- und Schlafprobleme haben, wenn sich ihr Schichtplan ändert. Untersuchungen zeigen, dass Beschäftigte bei gleicher Tätigkeit zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich beansprucht werden.

 

Unternehmenssicherheit braucht ausgeschlafene Mitarbeiter

Bei der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH in Mannheim beschäftigt man sich mit dieser Thematik im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

 

"Schlafprobleme sollten kein Tabuthema im Job sein"

Jetzt das Video herunterladen

 

Neben gesunden Schichtplänen sei dabei auch das Thema Führung wichtig. Vielen Vorgesetzten sei nicht bewusst, dass sie Einfluss darauf haben, ob ihre Mitarbeiter in den Schlaf finden.

 

"Ein Drittel der Deutschen schläft schlecht"

Jetzt das Video herunterladen

 

"Der Stress im Beruf raubt vielen Deutschen den Schlaf"

Jetzt das Video herunterladen

 

 

Smartphone stört die Nachtruhe

Betroffene können selbst viel dazu beitragen, dass sie gut durch die Nacht kommen. Gewohnheiten und Umstände, die den gesunden Schlaf fördern, bezeichnen Experten als Schlafhygiene.

 

"Routine und Regelmäßigkeiten begünstigen erholsamen Schlaf"

Jetzt das Video herunterladen

 

So beklagen 41 Prozent die Zimmertemperatur, 23 Prozent konsumieren vor dem Schlafen schwere Mahlzeiten und 15 Prozent koffeinhaltige Getränke. Bei sieben Prozent der Erwachsenen liegt das Smartphone auf dem Nachttisch oder unter dem Kopfkissen. Besonders hoch ist der Anteil bei den Unter-30-Jährigen: Hier stört das Handy bei jedem Fünften den Schlaf.

 

Hintergrund

Für die Studie "Schlaf gut, Deutschland." (PDF, 1,1 MB) befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Juli 2017 im Auftrag der TK einen bevölkerungsrepräsentativen Querschnitt der Erwachsenen in Deutschland zu ihrem Schlafverhalten. Vorgestellt wurde die Studie am 15. November 2017 auf einer Pressekonferenz in Berlin: Mitschnitt der Pressekonferenz auf YouTube.

 

 

Ansprechpartnerin Presse

Michaela HombrecherMichaela Hombrecher

 

Telefon Telefonnummer:040 - 69 09-22 23

michaela.hombrecher@tk.de

 

 

Twitter www.twitter.com/TK_Presse

Blog www.wirtechniker.tk.de

 

 

Zurück zur Startseite

 

Erfahren Sie mehr

Schlaf trainieren Online-Schlaftraining hilft wenn gesundheitliche Beschwerden entstehen

Gesundheitsreport 2017 - Themenschwerpunkt: Gesundheit von Auszubildenden

Besser schlafen - Erholsames Schlafen, Schlafstörungen sowie der Schlaf-Check

 

Das könnte Sie auch interessieren

#whatsnext-Studie - Gesund arbeiten in der digitalen Arbeitswelt

Stressstudie - Die Stresslage der Nation

Gesund im Unternehmen - das betriebliche Gesundheitsmanagement der TK