Für Rentner, die eine vorgezogene Altersrente oder eine Erwerbsminderungsrente beziehen, gelten bestimmte Hinzuverdienstgrenzen. Diese regeln, wie viel ein Rentenbezieher zu seiner gesetzlichen Rente hinzuverdienen darf, ohne dass sich dies auf die Höhe seiner Rente auswirkt. 

Weitere Details

Im Folgenden erklären wir die Verdienstgrenzen vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze und nach dem Überschreiten der Regelaltersgrenze:

1. Hinzuverdienstgrenzen vor Erreichen der Regelaltersgrenze und für Erwerbsminderungsrenten

Durch das Flexirentengesetz wurde zum 1. Juli 2017 der Hinzuverdienst bei Erwerbsminderungsrenten angepasst. Anstatt der bisherigen monatlichen Hinzuverdienstgrenze gilt seither die reguläre Jahresgrenze in Höhe von 6.300 Euro.

Sozialschutz-Paket: Hinzuverdienstgrenze für vorgezogene Altersrenten

Mit dem Sozialschutz-Paket wurde die Grenze aufgrund der Corona-Pandemie für das Jahr 2020 auf 44.590 Euro angehoben. Für das Jahr 2021 wurde die Grenze ebenfalls erhöht: Sie lag bei 46.060 Euro. Auch 2022 wurde wieder eine Erhöhung beschlossen: Wie im Vorjahr liegt die Grenze für 2022 bei 46.060 Euro. Ab Januar 2023 gilt laut der DRV (Deutschen Rentenversicherung) voraussichtlich wieder die reguläre Grenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr.

Bei Überschreiten wird Teilrente gezahlt

Bei Überschreiten dieser Hinzuverdienstgrenze werden 40 Prozent des Betrags, der die Hinzuverdienstgrenze überschreitet, auf die Erwerbsminderungsrente bzw. Altersrente angerechnet. Diese wird dann nur noch als Teilrente gezahlt. 

2. Hinzuverdienstgrenzen nach Erreichen der Regelaltersgrenze

Nach Erreichen der Regelaltersgrenze ist der Hinzuverdienst für Altersrentner grundsätzlich nicht mehr eingeschränkt.