TK: Dorsa, wie bist du auf das Praktikum in der TK-Landesvertretung aufmerksam geworden und was hat dich dazu bewegt, ein Praktikum in der Gesundheitsbranche zu durchlaufen?

Dorsa: Ich habe schon seit längerem über ein Praktikum bei einer TK-Landesvertretung nachgedacht. Als Politikstudentin hat mich besonders gereizt, wie Gesundheit, Gesellschaft und Kommunikation hier zusammenkommen. Gesundheitspolitische Entscheidungen betreffen am Ende jeden Einzelnen, und eine Landesvertretung sieht sehr genau, was davon bei den Menschen vor Ort ankommt. 

Dorsa Noba­hari Asl

Prof. Dr. Nicole Endlich, Professorin für Anatomie an der Universitätsmedizin Greifswald und Manon Austenat-Wied Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Praktikantin in der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern

TK: Mit welchen Vorstellungen bist du in dein Praktikum gestartet? Wurden diese erfüllt oder vielleicht sogar übertroffen?

Dorsa: Ich bin offen und neugierig in das Praktikum gestartet, und meine Erwartungen wurden definitiv übertroffen. Ich hätte nicht gedacht, wie abwechslungsreich es wird und wie viel Verantwortung ich übernehmen darf. Das reichte vom Durchleuchten von Wahlprogrammen über das Aufspüren relevanter Parlamentsdokumente der Landespolitik bis hin zum Schreiben eigener Artikel und LinkedIn-Beiträge.

TK: Was hat dir von all den Dingen am meisten Spaß gemacht? Ist dir etwas besonders in Erinnerung geblieben?

Dorsa: Mein persönliches Highlight war die Jahresfachtagung, die Anfang Oktober in der Orangerie im Schweriner Schloss stattgefunden hat. Es war spannend zu erleben, wie Expertinnen und Experten über die Zukunft der Gesundheitsversorgung diskutieren. Ich durfte an den medialen Vorbereitungen mitwirken und auch am Tag selbst aktiv unterstützen.

TK: Welche Aufgaben und Projekte durftest du während deines Praktikums übernehmen, und welche davon haben dir besonders gut gefallen?

Dorsa: Mein Lieblingsprojekt war die Auswertung der gesundheitspolitischen Positionen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Ich habe die Programme der Parteien unter die Lupe genommen, ihre Positionen nebeneinandergelegt und herausgearbeitet, was die Vorschläge konkret für die Versorgung im Land bedeuten würden. Hier konnte ich mein theoretisches Wissen aus dem Politikstudium direkt in die Praxis übertragen. Außerdem habe täglich die Medienlandschaft im Blick behalten, um wichtige Entwicklungen früh zu erkennen. Dazu kam das Verfassen von Artikeln und Social-Media-Beiträgen, bei denen ich komplexe Themen so aufbereitet habe, dass sie auch ohne Fachwissen verständlich sind.

TK: Gab es eine Aufgabe, die dich anfangs eingeschüchtert hat, die du am Ende aber mit einem Lächeln gemeistert hast?

Dorsa: Die größte Herausforderung war am Anfang, zu verstehen, wie vielfältig das Gesundheitssystem ist und wie breit die Arbeit der TK aufgestellt ist. Mir war vorher nicht bewusst, wie viele Themen, Akteure und Zuständigkeiten dazugehören. Durch viel Lesen, eigene Recherchen und Gespräche mit meinen Kolleginnen und Kollegen habe ich mir nach und nach einen guten Überblick verschafft.

TK: Welche Tipps würdest du den nachfolgenden Praktikantinnen und Praktikanten geben?

Dorsa: Ganz wichtig ist, immer zu fragen! Man sollte keine Scheu davor haben, Fragen zu stellen und sich Abkürzungen oder Fachbegriffe erklären zu lassen. Ich kann mir vorstellen, dass viele künftige Praktikantinnen und Praktikanten, so wie ich, keine Erfahrungen aus dem Gesundheitswesen mitbringen. Ich wurde aber nie allein gelassen und konnte jederzeit zu meinen Kolleginnen und Kollegen gehen. Sie hatten immer ein offenes Ohr für mich!

Außerdem lohnt es sich, die Nachrichten aus dem Land aufmerksam zu verfolgen und sich zu überlegen, was sie für die Menschen vor Ort bedeuten. So versteht man die Zusammenhänge schneller und kann sich mit eigenen Ideen gut einbringen. Die Landesvertretung bietet dafür viele Möglichkeiten.

TK: Welchen Impuls aus deiner Zeit in der Landesvertretung nimmst du mit in dein Studium oder deinen beruflichen Werdegang und wie hat das Praktikum deine beruflichen Perspektiven beeinflusst?

Dorsa: Ich habe in den drei Monaten viel über mich selbst gelernt. In meinem Studium schaue ich oft auf die großen internationalen Zusammenhänge. Hier habe ich gesehen, wie Politik ganz konkret vor Ort wirkt. Beide Perspektiven möchte ich in Zukunft zusammenbringen und mich dort einbringen, wo politische Fragen analysiert und verhandelt werden. Das Praktikum hat mich in diesem Wunsch sehr bestärkt, und dafür bin ich der Landesvertretung wirklich dankbar.