In Deutschland stirbt jeder Zehnte an einem Herzinfarkt. Damit ist die Erkrankung die Todesursache Nummer eins. In NRW starben im Jahr 2016 nach Angaben des statistischen Landesamtes NRW 66.386 Menschen an Erkrankungen des Kreislaufsystems.

Nahtlose Versorgung

Ziel des integrierten Konzeptes ist es, nach einem Herzinfarkt einen reibungslosen und verzahnten Versorgungsablauf zu gewährleisten.

Die Patientinnen und Patienten werden von der ambulanten Behandlung, über den Krankenhaus- und Rehabilitationsaufenthalt bis hin zur Nachsorge individuell begleitet. Eine transparente Dokumentation unterstützt den optimierten Versorgungsablauf aller Beteiligten und vermeidet überflüssige Doppeluntersuchungen sowie lange Wartezeiten zwischen stationärer Behandlung, Rehabilitation und Nachsorge. Um Rückfälle in der Nachsorge zu vermeiden, werden die Herzpatientinnen und Herzpatienten zu drei kardiologischen Untersuchungen innerhalb von zwei Jahren aufgefordert.

Neben der optimierten Versorgung der Herzpatientinnen und -patienten begünstigt das integrierte Versorgungskonzept auch finanzielle Einsparungen. Voraussetzung für eine optimale Versorgungskette ist die nahtlose Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Enger Austausch mit Hausärzten

Die Kardiologen Arnold Broja und Dorian Recker sind in das neue Versorgungskonzept fest verankert und legen besonders Wert auf den Austausch mit den Hausärzten der Herzkranken. Als Reha-Kliniken sind ambulant die Klinik Königshof und stationär die Herz-Kreislauf-Klinik in Bad Berleburg beteiligt. Zusätzlich fungieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Patientenservice-Centers im Helios-Klinikum Krefeld als persönliche Betreuer und stehen den Herzkranken bei Fragen zur Seite.

Dieses integrierte Versorgungskonzept zielt somit auf die Genesung der Herzkranken ohne jegliche Umwege ab.

Kunstherz umgehen

Heinrich Klues, Leiter der Kardiologie des Krefelder Helios-Klinikums sagt: "Wir haben kein homogenes Ärztesystem in Deutschland. Es ist ein Sammelsurium. Die Patienten bleiben im System hängen. Wenn wir durch dieses Konzept nur einen Menschen vor einem Kunstherz bewahrten, wäre ich schon zufrieden.“

NRW vernetzt weitere Kliniken

Neben dem Helios-Klinikum in Krefeld wird in fünf weiteren nordrhein-westfälischen Krankenhäusern das integrierte Versorgungskonzept umgesetzt. Weitere Standorte: